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	<title>Finanzen Archive - growthvibe.de</title>
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	<description>Wachstum durch Selbstmanagement für Consultants</description>
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	<title>Finanzen Archive - growthvibe.de</title>
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		<title>Mit dieser Anleitung werden deine Finanzen ein Kinderspiel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kevin Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Apr 2022 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 7</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben&#8230; Den Rest habe ich einfach verprasst. George Best Prolog: Musst du mehr verdienen oder reicht es weniger auszugeben? Wir haben uns hier bereits Gedanken über die Finanzierung deines Lebensabends beschäftigt. Jetzt fragst du dich sicherlich, wie du mit diesen Erkenntnissen umgehen und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 7</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben&#8230; Den Rest habe ich einfach verprasst.</p><cite>George Best</cite></blockquote>



<h2>Prolog: Musst du mehr verdienen oder reicht es weniger auszugeben?</h2>
<p>Wir haben uns hier bereits Gedanken über die <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/gedanken-ueber-geld/" target="_blank" rel="noopener">Finanzierung deines Lebensabends</a> beschäftigt. Jetzt fragst du dich sicherlich, wie du mit diesen Erkenntnissen umgehen und wie du das alles umsetzen sollst. Dazu kommen wir heute.</p>
<p>Ich habe bewusst ein etwas provokanteres Zitat des Fußballspielers George Best verwendet. Wenn du auf deinen Alltag blickst, wofür gibst du dein Geld aus? Hast du auch am Ende des Geldes noch Monat übrig? Um dich davor zu bewahren, alles Geld zu verprassen, werde ich dir eine Struktur erläutern, mit der deine Finanzen zu einer Nebensache werden. </p>
<p>Zunächst fassen wir noch einmal die bekannten Eckpfeiler deiner Finanzen zusammen, bevor ich dir anschließend ein System an die Hand gebe, mit welchem du deine Finanzen vollautomatisiert mit wenig Aufwand organisieren kannst. Doch um dahin zu kommen, musst du dir einmal einen Tag Zeit nehmen. Aber was ist schon ein Tag, wenn es um deine Finanzen der nächsten Jahre geht?</p>
<h2>Was passiert mit deinem monatlichen Gehalt?</h2>
<p>Bevor du loslegen kannst, ist es absolut wichtig, dass du dir einen Überblick über deine Finanzen verschaffst. Das habe ich im oben genannten Artikel bereits ausführlich erklärt. Am Ende dieses Abschnittes verrate ich dir meine persönlichen Ausgabenverhältnisse, prozentual natürlich. </p>
<h3>Auflistung der Fixkosten</h3>
<p>Schaue dir einmal das ganze Jahr an. Welche Fixkosten kommen da zusammen?</p>
<p>Ich habe mir hierfür einmal die regelmäßigen Ausgaben (in der Regel Lastschriften) der letzten 12 Monaten in eine Exceltabelle übertragen. Hier geht es um die Fixkosten, also alles was du regelmäßig (monatlich, quartalsweise, jährlich) bezahlen (musst): Miete, Strom, GEZ, Kredite, div. Abos, Versicherungen, Mitgliedsbeiträge o. ä.</p>
<p>Dort habe ich von oben nach unten alle Ausgaben aufgelistet und die Beträge in die Spalten der einzelnen Monate übertragen. Ich habe anschließend alle Summen addiert und durch 12 geteilt. So habe ich einen groben Richtwert, was ich monatlich an Ausgaben habe. Diesen Wert rundest du grob aus und schon hast du deine Fixkosten ermittelt.</p>
<p>Bereits da wirst du vielleicht die ein oder andere Ausgabe hinterfragen (Fitnessstudio, Abos, Versicherungen). Gut so. Das ist jetzt der perfekte Zeitpunkt alles zu kündigen was du nicht unbedingt benötigst.</p>
<h3>Haushaltsbuch führen</h3>
<p>Neben deinen Fixkosten hast du natürlich auch Ausgaben, die zwar nie regelmäßig auf den Cent genau auftauchen, aber doch regelmäßig anfallen. Darunter fallen Lebensmittel, Tankquittungen, Drogerieprodukte, regelmäßige Kantinenbesuche usw. Auch die sonstigen Freizeitausgaben und Einmalkäufe sind noch aufzulisten, jedoch bitte anders kategorisieren. Darunter fallen Klamotten, Restaurantbesuche, Haushaltsprodukte, diverse Käufe bei Amazon, Bücher usw. </p>
<p>Am besten führst du hier für 1-3 Monate ein Haushaltstagebuch. Sei hier ebenfalls ruhig großzügig in der Aufsummierung.</p>
<h3>Sparbetrag festlegen</h3>
<p>Jetzt wird es interessant. Was bleibt übrig, wenn du diese monatlichen Ausgaben von deinen Nettoeinnahmen abziehst? Von dieser Summe kannst du dir jetzt noch einen Teil für Urlaub oder Fortbildungen abziehen, wir nennen sie mal &#8222;kurzfristiger Sparanteil&#8220;. Der wird natürlich größer, wenn du beispielsweise für ein Auto sparst oder ähnliches.</p>
<p>Der Rest ist dein langfristiger Sparanteil. Mit diesem füllst du zunächst deine &#8222;Reserve&#8220; auf, sodass du dort je nach Risikoaversität 3-6 Nettogehälter liegen hast. Ist das erreicht, investierst du das Geld. Dazu habe ich dir beriets im genannten Artikel etwas geschrieben. Stichwort Zinseszinseffekt!</p>
<h3>Zusammenfassung</h3>
<p>Du hast also, neben deinem Gehaltskonto, 5 Töpfe, in die dein Gehalt fließt:</p>
<p>Fixkosten / Einkaufen / Freizeitausgaben / kurzfr. Sparanteil / Investition + Reserve</p>
<p>In der unteren Tabelle siehst du meine persönliche Aufteilung. Das soll jetzt keine Maßgabe für dich sein. Das hängt natürlich stark von der Lebenssituation, dem Lebensstil und den persönlichen Prioritäten ab.</p>
<table style="height: 131px; width: 61.7857%; border-collapse: collapse; background-color: #d1d1d1;">
<tbody>
<tr style="height: 27px;">
<td style="width: 47.0238%; height: 27px;"><strong>Fixkosten:</strong> <span style="font-size: 10pt;">Miete, Strom, Versicherungen . . .</span></td>
<td style="width: 14.7619%; height: 27px; text-align: center;">40 %</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 47.0238%; height: 26px;"><strong>Einkaufen:</strong> <span style="font-size: 10pt;">Lebensmittel, Drogerie, Mittagessen . . .</span></td>
<td style="width: 14.7619%; height: 26px; text-align: center;">15 %</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 47.0238%; height: 26px;"><strong>Freizeitausgaben:</strong> <span style="font-size: 10pt;">Klamotten, Bücher, Restaurant, Kino . . .</span></td>
<td style="width: 14.7619%; height: 26px; text-align: center;">10 %</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 47.0238%; height: 26px;"><strong>kurzfr. Sparanteil:</strong> <span style="font-size: 10pt;">Urlaub, Fortbildung, Auto . . .</span></td>
<td style="width: 14.7619%; height: 26px; text-align: center;">10 %</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 47.0238%; height: 26px;"><strong>Investition:</strong> <span style="font-size: 10pt;">Reserve, Börse</span></td>
<td style="width: 14.7619%; height: 26px; text-align: center;">25 %</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Wenn du das mal etwas länger betreibst, wirst du sehen, dass mit jeder Gehaltserhöhung der Sparanteil größer wird. Die Fixkosten sind nämlich bereits fix und mehr isst du auch nicht, nur weil du mehr verdienst. Also wächst der Sparanteil weiter an.</p>
<h2>So verwaltest du deine 5 Töpfe</h2>
<p>Natürlich wirst du diese Budgets nicht in Excel verwalten. Ich erkläre dir jetzt, was du stattdessen dafür benötigst: <strong>Ein 5-Konten-System</strong>!</p>
<p>Bitte schaue hier auch auf die Kosten. Und scheue dich nicht vor einem Wechsel der Hausbank. Mittlerweile gibt es automatische Kontowechsel-Assistenten. Und da du ja bereits all deine Lastschriften aufgelistet hast, ist die Vorarbeit dazu bereits erledigt. Der einmalige Aufwand ist es Wert, wenn du damit jährlich Geld sparen kannst.</p>
<h3>Diese Konten benötigst du</h3>
<h4>Das Gehaltskonto mit Tagesgeldkonto</h4>
<p>Natürlich benötigst du ein Konto, auf welchem deine Einnahmen fließen. <strong>Gehaltskonten</strong> bieten einige Banken noch gebührenfrei an. Wichtig ist, dass du Überweisungen und Daueraufträge ohne Zusatzkosten durchführen kannst. Von diesem Gehaltskonto lässt du auch sämtliche Fixkosten abbuchen. Diese sind gut planbar und müssen innerhalb eines Monats nicht weiter berücksichtigt und verfolgt werden.</p>
<p>Idealerweise kannst du dort auch ein kostenloses <strong>Tagesgeldkonto</strong> für deine Reserve führen. Ich habe diesen Reserve-Betrag zu Beginn auf einem separaten Konto bei einer anderen Bank geführt. Das war für mich noch einmal mental einfacher, diesen Betrag nicht ständig in der Kontoübersicht zu sehen. Da ich ab und zu doch einmal Geld hin- und hergeschoben habe. </p>
<h4>Das Einkaufskonto mit Kreditkarte und Tagesgeldkonto</h4>
<p>Die Budgets für deine Einkäufe und Freizeitausgaben würde ich separat vom Gehaltskonto verwalten. Sonst verlierst du den Überblick über deine Budgets. Für ein kostenloses Konto, welches keine Gehaltseingänge verzeichnet, muss man schon etwas mehr suchen. Doch auch das ist nicht unmöglich!</p>
<p>Online bezahle ich heutzutage meistens mit der <strong>Kreditkarte</strong>. Ob du diese nun bei der Bank hast, wo du auch dieses Einkaufskonto führst oder woanders und das Einkaufskonto nur als Verrechnungskonto angibst, das ist letztendlich eher eine Frage der Übersichtlichkeit.</p>
<p>Du überweist also das Budget für deine Einkäufe und Freizeitausgaben auf das <strong>zusätzliche Girokonto</strong>, sodass dort ausschließlich die Ausgaben des täglichen Bedarfes abgezogen werden. Es ist dann auch egal, ob du mal mehr für Lebensmittel ausgibst oder für deine Freizeit. Hauptsache du bleibst insgesamt im Budgetrahmen. </p>
<p>Ein weiteres <strong>Tagesgeldkonto</strong> benötigst du für deine größeren Ausgaben. Du möchtest ja nicht an deine Reserve gehen, um den Urlaub zu bezahlen, oder? Richte dir also ein weiteres Tagesgeldkonto zu diesem Girokonto ein. Auch hierauf kannst du den für dich passenden Anteil überweisen.</p>
<h4>Das Depot</h4>
<p>Um Investitionen an der Börse machen zu können, benötigst du ein <strong>Depot</strong>. Es gibt diverse Seiten im Internet, auf denen sogenannte Broker gegenübergestellt werden. Achte bitte auch hier auf die Kosten für Einmalkäufe und Sparpläne. Vor allem ETF-Sparpläne sollten kostenlos sein.</p>
<p>Diese Depots beinhalten meistens eigene Verrechnungskonten. Dort kannst du also ganz einfach 1x beim Gehaltseingang deine Sparrate überweisen und von dort die Sparpläne bedienen.</p>
<h3>Die Monatliche Verwaltung der 5 Töpfe</h3>
<p>Kommen wir nun zu dem spannenden Teil der Automatisierung. Was sich bisher vielleicht komplex angehört hat, löst sich nun in eine einfache Struktur auf.</p>
<h4>So organisierst du deine Geldflüsse</h4>
<p>Dein Gehalt kommt vermutlich monatlich zu einem bestimmten Zeitpunkt auf deinem Konto. Zu diesem Zeitpunkt (evtl. mit 1 Tag Verzug) solltest du auch deine Daueraufträge anstoßen. Wenn also dein Gehalt immer am Monatsende bei dir ankommt, dann kannst du auch am 30./31. die Budgets verteilen. Du überweist dir also spätestens zum 01. jeden Monats das Geld für deine Einkäufe und Freizeit und die Sparpläne. Die Daueraufträge für die Reserve und dem kurzfristigen Sparanteil kannst du auch mit etwas Verzug laufen lassen. Also beispielsweise am 05.</p>
<p>Ist das alles einmal eingerichtet, musst du dich monatlich um nichts mehr kümmern. Du hast einen Überblick über deine Einkäufe, die Fixkosten sind sowieso über das Gehaltskonto gedeckt. Und auch deine Investitionen werden automatisch getätigt. Einfach, oder?</p>
<h4>Die Sicherheitsmechanismen</h4>
<p>Zunächst einmal sollten deine Budgets zwar als Richtlinie zu betrachten sein, dich aber nicht bei der kleinsten Überschreitung unter Stress setzen. Daher habe ich ein paar Sicherheitsmechanismen vorgesehen. Auf den beiden Girokonten würde ich immer mindestens 20 % der Monatsausgaben einmalig als zusätzlichen Puffer liegen lassen. Wenn du also 500 € für das Einkaufen und deine Freizeit benötigst, würde ich dort einmalig ungefähr 100 € als Sicherheit bereithalten. So kannst du auch mal dein Budget der 500 € überschreiten, ohne direkt in den Dispo zu rutschen.</p>
<p>Als weitere Sicherheit würde ich, wie bereits mehrmals erwähnt, die Budgets etwas gröber fassen. Sowohl dein zu verteilendes Nettoeinkommen etwas nach unten abrunden, als auch deine Budgets für Fixkosten und Einkäufe etwas nach oben setzen. Denn es ist immer besser etwas übrig zu haben, als mehr zu benötigen. Logisch, oder? Zumal du dir ja nicht centgenau 15% von 2.167,89 € deines Nettogehaltes überweist. </p>
<p>Auf deinem Verrechnungskonto des Depots solltest du ebenfalls mindestens die Sparraten bereithalten, die zum Monatsanfang abgebucht werden. So stellst du sicher, dass sich die Sparplanausführung nicht mit dem Geldeingang überschneiden.</p>
<h3>Die Kontrolle 1x im Quartal</h3>
<p>Komplett alleine laufen lassen, kannst du es dann doch nicht. Ich kontrolliere 1x alle 3 Monate sämtliche Konten. Dabei kontrolliere ich zunächst, ob die Budgets ausgereicht haben. Du solltest also immer noch mindestens deine 20% Puffer auf den beiden Girokonten haben. Berücksichtige dabei natürlich, dass deine Fixkosten auch Ausgaben beinhalten, die vielleicht nicht monatlich abgebucht werden. Hat sich denn an den Fixkosten oder deiner Gehaltssituation verändert? Dann solltest du einmal deine Budgets dahingehend prüfen.</p>
<p>Alles was darüber liegt verteile ich wieder. Denn sowohl deine Fixkosten, als auch deine monatlichen Ausgaben sind bereits budgetiert und werden sich in den nächsten Monaten nicht weiter erhöhen. Du benötigst das Geld dort also nicht. Du hast demnach mehr gespart, als du wolltest. Gut gemacht!</p>
<p>Ich verteile das Geld anschließend zu 70 % auf mein Depot und zu 30% auf das Tagesgeldkonto für den nächsten Urlaub. Natürlich kannst du mit diesem Überschuss auch shoppen gehen. Ich persönlich ziehe den langfristigen Erfolg immer dem kurzfristigen Konsum vor. Daher investiere ich das Geld immer oder lege es in meiner Weiterbildung an. </p>
<h3>Verteilung der zusätzlichen Einkünfte</h3>
<p>Leider viel zu selten, aber ab und zu kommt es vor, dass wir außerordentliche Einkünfte haben. Das kann die Steuer-, Strom- oder Nebenkostenrückzahlung sein, ebenso wie eine Bonuszahlung des Arbeitgebers. Was fangen wir damit an?</p>
<p>Hier halte ich es wie mit den Überschüssen der Girokonten. 70 % werden investiert, der Rest wird für den Urlaub oder Fortbildung zurückgelegt. Ich wohne allein zur Miete, muss also für niemand anderen sorgen. Auch teure Hausreparaturen werden nicht auftreten. Daher kann ich das so machen. Es gibt dennoch einige, die eine andere Verteilung vornehmen. Selbstverständlich spricht nichts dagegen, für einen Teil des Geldes shoppen zu gehen, mit den Kindern in den Freizeitpark zu fahren oder eine Anschaffung für die eigenen 4 Wände vorzunehmen.</p>
<p>Verprasse das Geld nicht wahllos, gönn dir aber auch gerne etwas. Du hast es dir verdient. Ich bin kein Fan davon, wie ein bettelarmer Mönch zu leben, nur um als gebrechlicher Rentner die Weltreise machen zu können. Hab Spaß, genieße dein Leben. Doch finde die Waage zwischen Spiel, Spaß, Spannung und deiner finanziellen Absicherung im Alter.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Diese Anleitung hilft dir hoffentlich dabei, deine Finanzen zu regeln. Es ist zu Beginn aufwendig, die Budgets festzulegen und sich ggf mit den (neuen) Konten auseinandersetzen zu müssen. Glaub mir aber, es ist unglaublich entspannend, zu wissen, dass du bis zum Monatsende noch Geld haben wirst und trotzdem für die Zukunft sparen konntest. Wie befriedigend es auch ist, wenn du alle 3 Monate deine Konten prüfst und Geld überweisen kannst, welches du nicht ausgegeben hast. Der aufwand lohnt sich, wenn sich das System einmal eingependelt hat,</p>
<p>Fehlen dir noch Infos dazu? War etwas unklar beschrieben? Dann kommentiere diesen Beitrag gerne. Ich freue mich auf den Austausch!</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-default"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="240" height="66" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Unterschrift-neu-e1645277377866.png?resize=240%2C66&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-346"/></figure>



<p>In diesem Sinne: Bleib niemals wie du heute bist!</p>
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		<title>Wann hast du dir das letzte Mal Gedanken über Geld gemacht?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kevin Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2022 07:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 10</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt. Henry Ford Prolog: Geld ist mehr als ein simples Tauschmittel Macht Geld glücklich? Ist Reichtum ein erstrebenswertes Ziel? Was bedeutet Geld für dich? Welche Rolle spielt Geld in deinem Leben? Das Thema Geld wird sehr kontrovers diskutiert. Und manchmal [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 10</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.</p><cite>Henry Ford</cite></blockquote>



<h2>Prolog: Geld ist mehr als ein simples Tauschmittel</h2>
<p>Macht Geld glücklich?</p>
<p>Ist Reichtum ein erstrebenswertes Ziel?</p>
<p>Was bedeutet Geld für dich?</p>
<p>Welche Rolle spielt Geld in deinem Leben?</p>
<p>Das Thema Geld wird sehr kontrovers diskutiert. Und manchmal auch komplett verschwiegen. Mich fasziniert das Thema schon seit längerem. Warum denken wir sehr häufig über Geld und unsere finanzielle Situation nach, sprechen aber mit niemanden darüber?</p>
<p>Geld ist allgegenwärtig. Unser Arbeitgeber zeigt uns (unter anderem) seine Wertschätzung anhand des Gehaltes, welches er uns für unsere eingesetzte Zeit bezahlt. Wir richten danach unseren Lebensstandard aus, benötigen es um unsere Wünsche zu ermöglichen und bezahlen unsere Lebensmittel. Geld ist unser ständiger Begleiter im Alltag. Die Glücksforschung hat sogar den Einfluss des Geldes auf unser Glücksempfinden ermittelt.</p>
<h2>So kannst du strukturiert deinen Lebensabend absichern</h2>
<p>Das sind alles spannende Themen, die ich mit dir zu einem späteren Zeitpunkt anpacken möchte. Über schneller, höher, weiter und die Sinnhaftigkeit sprechen wir noch, versprochen. Mir geht hier erst einmal darum, dich dazu zu bewegen, dir zumindest keine Sorgen mehr über Geld machen zu müssen. Auch Geld hat mit Entscheidungen und Ungewissheit zu tun. Daher lade ich dich ein, dass wir dir zunächst zu einem langfristigen Gefühl von Sicherheit in deinem Finanzmanagement verhelfen, nämlich anhand deines späteren Rentenvermögens. <strong>Es geht hier ausschließlich um eine strukturiertes Vorgehen, keine heißen Tipps, Empfehlungen oder Werbemöglichkeiten &#8211; das können andere viel besser als ich. </strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="511" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Rentenluecke.jpg?resize=1024%2C511&#038;ssl=1" alt="Eigene Darstellung: Der Weg zum Rentenziel" class="wp-image-410" srcset="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Rentenluecke.jpg?resize=1024%2C511&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Rentenluecke.jpg?resize=300%2C150&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Rentenluecke.jpg?resize=768%2C383&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Rentenluecke.jpg?resize=120%2C60&amp;ssl=1 120w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Rentenluecke.jpg?w=1098&amp;ssl=1 1098w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Eigene Darstellung: Der Weg zum Rentenziel</figcaption></figure>



<p>Im ersten Schritt ermitteln wir dazu deine Rentenlücke, denn vermutlich wird uns die gesetzliche Rente allein nicht unseren Lebensstandard im Alter sichern können. Daher nutzen wir die sogenannte Rentenlücke, um eine Summe zu ermitteln, welche du bis zum Renteneintritt ansparen müsstest, um deinen heutigen Lebensstandard aufrecht halten zu können. Von dort aus können wir eine theoretische Sparrate ableiten, welche wir von heute bis zum Renteneintritt monatlich zum Vermögensaufbau aufwenden sollten. Um diese auf deine jetzigen Verhältnisse ansetzen zu können, schauen wir uns natürlich auch deine aktuelle finanzielle Situation an.</p>
<h3><span style="color: #0000ff;">Das ist Max, unser fiktives Beispiel</span></h3>
<p><span style="color: #0000ff;">Ich werde das Ganze am Beispiel von Max Mustermann veranschaulichen. Eine Übersicht aller Parameter und Ergebnisse findest du am Schluss des Artikels.</span></p>
<p><span style="color: #0000ff;">Max ist 40 Jahre, alleinstehend und wohnt bewusst zur Miete. Als Berater verdient er ein ordentliches Gehalt von netto 3.500 €, womit er bereits 50.000 € angespart hat. Er hat noch eine betriebliche Altersvorsoge und Riesterrente, wodurch er zum Renteneintritt mit zusätzlichen rund 400 € rechnen kann. Laut Rentenbescheid wird er zum Renteneintritt mit 67 Jahren eine gesetzliche Rente von 1.850 € erhalten. Max ist optimistisch, dass er mindestens 90 Jahre alt wird.</span></p>
<h3>Den Blick in deine Zukunft wagen: deine Rente</h3>
<p>Starten wir zuerst mit einem Blick in deine Zukunft. Ich gehe davon aus, dass du zum Renteneintritt deinen Lebensstandard halten möchtest. Also wieviel Geld benötigst du aktuell zum Leben? Summiere dazu Miete, Fixkosten, Lebensmittel zusammen. Laufende Kredite (auch für die Immobilie) und Versicherungen die der Altersvorsorge zuzuordnen sind, lassen wir außen vor.</p>
<p><em>Für die Berechnung der Rentenlücke und deines dafür benötigten Ziel-Sparbetrages kannst du natürlich einen Zinseszinsrechner verwenden, Excel oder du nutzt einen vorgefertigten Rechner.</em></p>
<p><em>Hier ein paar Beispiele:</em></p>
<ul>
<li><em><a href="https://www.ihre-rentenluecke.de/#start" target="_blank" rel="noopener">Ihre Rentenluecke</a></em></li>
<li><em><a href="https://www.finanzfluss.de/rechner/rentenluecke-berechnen/" target="_blank" rel="noopener">Finanzfluss</a></em></li>
<li><em><a href="https://finance.academy/rentenrechner/" target="_blank" rel="noopener">Finance Academy | Nils Steinkopff</a></em></li>
</ul>
<p><em>Ich verwende den Rentenrechner per Excel von der Finance Academy, da ich dort sowohl bisher erspartes Kapital mit einrechnen kann, als auch mögliche Rentenerhöhungen und Wertsteigerungen innerhalb der Rentenphase berücksichtigt werden.</em></p>
<p><span style="color: #0000ff;">Max möchte flexibel wohnen bleiben und wird demnach auch zum Renteneintritt in einer Mietwohnung wohnen. Er schätzt, dass er nach heutiger Kaufkraft eine Rente von rund 2.500 € benötigt. Wenn wir eine Inflationsrate (die durchschnittliche jährliche Teuerungsrate aller Güter) von 1,7 % ansetzen, dann benötigt er zum Renteneintritt knapp 4.000 € monatlich, um seinen heutigen Lebensstandard zu erhalten, im Alter von 92 Jahren werden es sogar 5.900 € sein.</span></p>
<h3>Was du heute für deine Wunschrente zusätzlich sparen musst: der monatliche Sparbetrag</h3>
<h4>Die Berechnung der Zielsumme</h4>
<p>Damit du dir errechnen (lassen) kannst, wie viel du heute sparen müsstest, um während der Rentenphase deine monatliche Wunschrente sicherzustellen, müssen wir nun den soeben ermittelten Betrag mit deiner künftigen Rente (inkl. Rentenerhöhung) verrechnen. Das Ergebnis daraus ist zunächst einmal deine Rentenlücke. Das Geld, welches du zwar später ungefähr benötigst, doch aktuell durch deine Rentenansprüche nicht gedeckt werden kann. Dies ist demnach das was du während deines Erwerbslebens noch ansparen müsstest. Doch schauen wir uns erst einmal die Rentenlücke von Max an.</p>
<p><span style="color: #0000ff;">Zum Renteneintritt wird Max gemäß der Rentensteigerungen fast 3.000 € Rente brutto erhalten, womit er inkl. der 400 € aus der privaten Altersvorsorge nach Steuerabzug auf eine Rente von 2.700 € kommt. Wir erkennen demnach, dass er monatlich fast 1.300 € weniger erhält, als er benötigt. Auf die 25 Jahre als Rentner hochgerechnet, kommt Max auf eine Summe, inkl. Inflation, von rund 545.000 €, wenn er das komplette Kapital bei Renteneintritt zur Verfügung haben möchte. Sollte ein Teil investiert bleiben und weiter Rendite erzielen, dann sind es 320.000 €. Diese gilt es vorher zu erwirtschaften.</span></p>
<p>Mich persönlich hat diese Summe zunächst schockiert. Doch je mehr Zeit du noch bis zum Renteneintritt zum sparen hast, desto einfacher wird der Weg dorthin. Wenn du dein Geld nicht auf ein Sparbuch legst, sondern investierst, hilft dir der sogenannte Zinseszinseffekt dabei, dein Vermögen zu mehren. Unter investieren verstehe ich, dein Geld auf dem Finanzmarkt in Form von Aktien anzulegen. Das ist leichter als du denkst. Ohne großen Pflegeaufwand und tiefe Aktienkenntnisse kannst du auf 6% Rendite jährlich kommen. Das ist natürlich weitaus besser, als das Geld zinslos auf dem Konto liegen zu haben. Anlagetipps werde ich dir hier nicht geben. Informiere dich bitte selbst darüber und lasse niemanden anderen deine Entscheidungen treffen. </p>
<h4>Das Rechenbeispiel mit Zinsenzinseffekt</h4>
<p>Hier ein Rechenbeispiel für den Zinsenzinseffekt, mit Einzahlungen von 100 € monatlich über 5 Jahre und 20 Jahre hinweg, mit einem jährlichen Zins von 6 % pro Jahr. <span style="color: #999999; font-size: 10pt;">(ermittelt mit <a style="color: #999999;" href="https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php" target="_blank" rel="noopener">Zinsrechner</a>)</span></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 80%; height: 240px;">
<tbody>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 5.90792%; height: 26px;">Jahr</td>
<td style="width: 23.6203%; height: 26px;">Guthaben Jahresbeginn</td>
<td style="width: 13.6845%; height: 26px;">Einzahlungen</td>
<td style="width: 13.473%; height: 26px;">Zinsgutschrift</td>
<td style="width: 22.2972%; height: 26px;">guthaben Jahresende</td>
</tr>
<tr style="height: 27px;">
<td style="width: 5.90792%; height: 27px;">1</td>
<td style="width: 23.6203%; height: 27px; text-align: right;">0 €</td>
<td style="width: 13.6845%; height: 27px; text-align: right;">1.200 €</td>
<td style="width: 13.473%; height: 27px; text-align: right;">39,00 €</td>
<td style="width: 22.2972%; height: 27px; text-align: right;">1.239,00 €</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 5.90792%; height: 26px;">2</td>
<td style="width: 23.6203%; height: 26px; text-align: right;">1.239,00 €</td>
<td style="width: 13.6845%; height: 26px; text-align: right;">1.200 €</td>
<td style="width: 13.473%; height: 26px; text-align: right;">113,34 €</td>
<td style="width: 22.2972%; height: 26px; text-align: right;">2.552,34 €</td>
</tr>
<tr style="height: 31px;">
<td style="width: 5.90792%; height: 31px;">3</td>
<td style="width: 23.6203%; height: 31px; text-align: right;">2.552,34 €</td>
<td style="width: 13.6845%; height: 31px; text-align: right;">1.200 €</td>
<td style="width: 13.473%; height: 31px; text-align: right;">192,14 €</td>
<td style="width: 22.2972%; height: 31px; text-align: right;">3.944,48 €</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 5.90792%; height: 26px;">4</td>
<td style="width: 23.6203%; height: 26px; text-align: right;">3.944,48 €</td>
<td style="width: 13.6845%; height: 26px; text-align: right;">1.200 €</td>
<td style="width: 13.473%; height: 26px; text-align: right;">275,67 €</td>
<td style="width: 22.2972%; height: 26px; text-align: right;">5.420,15 €</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 5.90792%; height: 26px;">5</td>
<td style="width: 23.6203%; height: 26px; text-align: right;">5.420,15 €</td>
<td style="width: 13.6845%; height: 26px; text-align: right;">1.200 €</td>
<td style="width: 13.473%; height: 26px; text-align: right;">364,21 €</td>
<td style="width: 22.2972%; height: 26px; text-align: right;">6.984,36 €</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 5.90792%; height: 26px;"> </td>
<td style="width: 23.6203%; text-align: right; height: 26px;"><strong>Gesamt</strong></td>
<td style="width: 13.6845%; text-align: right; height: 26px;"><strong>6.000 €</strong></td>
<td style="width: 13.473%; text-align: right; height: 26px;"> </td>
<td style="width: 22.2972%; text-align: right; height: 26px;"><strong>6.984,36 €</strong></td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 5.90792%; height: 26px;">20</td>
<td style="width: 23.6203%; height: 26px; text-align: right;">41.828,63 €</td>
<td style="width: 13.6845%; height: 26px; text-align: right;">1.200 €</td>
<td style="width: 13.473%; height: 26px; text-align: right;">2.548,72 €</td>
<td style="width: 22.2972%; height: 26px; text-align: right;">45.577,35 €</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 5.90792%; height: 26px;"> </td>
<td style="width: 23.6203%; text-align: right; height: 26px;"><strong>Gesamt</strong></td>
<td style="width: 13.6845%; text-align: right; height: 26px;"><strong>24.000 €</strong></td>
<td style="width: 13.473%; text-align: right; height: 26px;"> </td>
<td style="width: 22.2972%; text-align: right; height: 26px;"><strong>45.577,35 €</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Du siehst also, dass du durch den Zinseszinseffekt nach 5 Jahren bereits fast 1.000 € Zinsen erhalten hast, welche im Folgejahr natürlich wieder komplett Rendite erwirtschaften. Nach 20 Jahren erhältst du demnach bereits jährlich doppelt so viel Zinsen, wie du einzahlst und hast dein eingezahltes Kapital fast verdoppelt. Merke dir also: je eher du anfängst und dabei bleibst, umso schneller kommst du deinem Ziel entgegen.</p>
<p><span style="color: #0000ff;">Da Max bereits 50.000 € angespart hat, welche sofort Rendite erzielen, müsste er bis zur Rente knapp 260 € monatlich investieren, damit er seinen Lebensstandard beibehalten kann. Das hört sich doch schon realistischer an, oder?</span></p>
<table style="height: 254px; width: 71.9009%; border-collapse: collapse; border-color: #0073ff;"><caption>Übersicht: Finanz-Setting von Max Mustermann</caption>
<tbody>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 23.6116%; height: 26px;">Alter</td>
<td style="width: 14.1553%; height: 26px; text-align: center;">40 Jahre</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 23.6116%; height: 26px;">Renteneintritt in Jahren </td>
<td style="width: 14.1553%; height: 26px; text-align: center;">27 Jahre</td>
</tr>
<tr style="height: 20px;">
<td style="width: 23.6116%; height: 20px;">Rentenbezug in Jahren</td>
<td style="width: 14.1553%; height: 20px; text-align: center;">25 Jahre</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 23.6116%; height: 26px;">Wunschrentenhöhe</td>
<td style="width: 14.1553%; height: 26px; text-align: right;">2.500 €</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 23.6116%; height: 26px;">Wunschrente zu Rentenbeginn</td>
<td style="width: 14.1553%; text-align: right; height: 26px;">~ 4.000 €</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 23.6116%; height: 26px;">gesetzliche Rente + priv. Altersvorsorge</td>
<td style="width: 14.1553%; height: 26px; text-align: right;">1.850 € + 400 €</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 23.6116%; height: 26px;">Nettorente zu Rentenbeginn</td>
<td style="width: 14.1553%; text-align: right; height: 26px;">2.700 €</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 23.6116%; height: 26px;">Rentenlücke pro Monat</td>
<td style="width: 14.1553%; height: 26px; text-align: right;">1.300 €</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 23.6116%; height: 26px;">Finanzlücke zum Renteneintritt</td>
<td style="width: 14.1553%; height: 26px; text-align: right;">320.000 €</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 23.6116%; height: 26px;">monatliche Sparrate</td>
<td style="width: 14.1553%; height: 26px; text-align: right;">260 €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Kritik und Unwägbarkeiten an dieser Modellrechnung</h3>
<p>Mit Modellrechnungen ist es immer so eine Sache. Selbstverständlich kannst du heute nicht einschätzen, wie sich dein Gehalt entwickeln wird, wie sich die Steuergesetze entwickeln oder wie sich die Inflation verhält. Schon gar nicht können wir den Finanzmarkt der Zukunft einschätzen.</p>
<p>Daher müssen wir für die Modellrechnung eine Mischung zwischen Werten aus der Vergangenheit und Bauchgefühl ansetzen. Und genau dadurch wird das Modell vage. Daher würde ich die ermittelten Werte weniger als konstante Größe betrachten. Vielmehr soll sie dir helfen, ein Gefühl für deine Finanzplanung und deine spätere Rente zu bekommen. Ich hoffe du hast gemerkt, dass es sehr wichtig ist, sich darüber einmal Gedanken zu machen und sich mit Hilfe einiger Rahmenparameter ein Gefühl dafür zu verschaffen. </p>
<p>Ich habe mir damals 3 Szenarien errechnet. Meine eigene Einschätzung, eine optimistische und eine pessimistische. Da es finanziell möglich war, habe ich mich eher an die pessimistische Modellrechnung orientiert. Lieber das Ziel früher erreicht haben, als länger zu brauchen.</p>
<p>Doch sicher ist auf jeden Fall, dass du deine Finanzen am besten selbst in die Hand nimmst. Mache dir ein Bild deiner Finanzen und hoffe nicht nur, dass alles schon gut werden wird. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass auch du nachhelfen musst, um deinen Lebensstandard zu erhalten.</p>
<p>Hier noch ein paar Ideen von mir, wo du dich informieren kannst, um Grundlagenwissen aufzubauen.</p>
<ul>
<li>Internet + Podcasts: Finanzfluss, Finanztip, Finanzrocker, Finanzwesir, Madame Moneypenny</li>
<li>Bücher: Gerd Kommer: Souverän investieren; Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können</li>
</ul>
<h3><span style="color: revert; font-size: revert; font-weight: revert;">Das kannst du monatlich sparen: der Finanz-Check</span></h3>
<p>Doch schauen wir nun, wie du diesen ermittelten monatlichen Sparbetrag mit deiner aktuellen finanziellen Situation in Verbindung setzen kannst. Denn bevor du mit dem sparen und investieren beginnen kannst, solltest du natürlich einmal schauen, was dir dafür aktuell monatlich zur Verfügung steht.</p>
<p>Dafür kannst du dir zunächst einmal eine einfache Exceltabelle erstellen. </p>
<h4>Auflistung der Einnahmen</h4>
<p>Notiere zunächst deine Einnahmen. Neben dem Gehalt gehören auch Kindergeld, Unterhalt oder sonstige regelmäßigen Einkünfte dazu. Falls du einen variablen Gehaltsanteil hast, würde ich an deiner Stelle den Durchschnitt der letzten 6 Monate heranziehen und eventuell noch etwas abrunden. Das Kartenhaus soll ja auch in Monaten bestehen bleiben, in denen du im Urlaub bist oder mal einen unproduktiven Monat hast.</p>
<h4>Auflistung der Fixkosten</h4>
<p>Deinen Einnahmen stellst du anschließend die fixen Ausgaben gegenüber, also alles was regelmäßig vom Konto abgeht: Miete, Strom, Versicherungen, Handy + Internet, Fitnessstudio, Abos (Prime, Netflix, Spotify), Mitgliedsbeiträge und Kreditrückzahlungen. Darüber hinaus würde ich auch regelmäßige Beträge hinzurechnen, die nicht monatlich bezahlt werden. Dazu zählen die GEZ-Gebühren, Kfz-Steuer und auch beispielsweise die Kfz-Versicherung, welche du eventuell halbjährlich zahlst. Die GEZ-Gebühren werden alle 3 Monate bezahlt, also teilst du diesen Beitrag durch 3. Um wirklich sicher zu gehen, kannst du auch Kosten hinzurechnen, welche regelmäßig anfallen, ohne dass ein festes Abo besteht. Das Einlagern der Autoreifen, die Zahnreinigung 2x pro Jahr oder ähnliches.</p>
<h4>Auflistung der variablen Kosten</h4>
<p>Nachdem deine Fixkosten ermittelt wurden, betrachtest du deine monatlichen Ausgaben, die variablen Kosten. Hierfür kann ich ein Haushaltsbuch empfehlen. Dazu gibt es auch gut funktionierende Apps. Je genauer du es führst, umso genauer kannst du deine Finanzplanung aufsetzen. Daher würde ich das Haushaltsbuch zu Beginn mindestens 2 Monate konsequent führen. Es schadet nicht, zwischendurch mal wieder einen Monat zum Quercheck vorzusehen.</p>
<p>Hier sammelst du alles was du im Monat sonst ausgibst. Deine Lebensmittel, Drogerieprodukte, Tankquittungen. Ich habe diese Dinge in einer App anders kategorisiert, als beispielsweise die Einkäufe von Büchern, meine Käufe der Amazon-Kaufsucht, Klamotten, Restaurantbesuche oder solche Dinge, da diese in Summe zwar regelmäßig, aber nicht planbar vorkommen. Du kannst deine Liste natürlich auch einmal zum Anstoß nehmen, die Ausnahmen auf Sinnhaftigkeit zu prüfen, also die Notwendigkeit der ganzen Abos und Versicherungen einmal auf den Prüfstand stellen. </p>
<p>Auch wenn du im Jahr vielleicht 2.000 € für einen Urlaub oder Fortbildungen ausgibst, sind das Posten, die du unabhängig der Börse ansparen solltest. </p>
<p>Nun kannst du dir ein Budget für Produkte des täglichen Bedarfs setzen und eines für diese ganzen Sonderkäufe. Sei bitte auch hier großzügig mit den Budgets und setze diese nicht zu knapp. Wenn du auf 470 € kommst, dann gehe ruhig auf 500 € oder 525 €, je nach deiner eigenen Risikobetrachtung. Wie du diese ganzen Budgets verwalten kannst, zeige ich dir in einem Folgeartikel. Ich habe über ein Tagesgeldkonto, Gehaltskonto, Kredite und Depots gesprochen. Da tauchen wir noch tiefer rein.</p>
<h4>Deine persönliche monatliche Sparsumme</h4>
<p>Wenn du das alles einmal von deinem Nettogehalt abziehst, was bleibt übrig?</p>
<p>Das ist der Betrag, den du theoretisch für deinen Vermögensaufbau zur Verfügung hast. Bei Normalverdienern sollte dieser Betrag mindestens 10 % des Gehaltes ausmachen. Bei Gutverdienern wird dieser in der Regel höher liegen, da die Kosten im Verhältnis zu den Einnahmen niedriger sind. </p>
<p>Doch Vorsicht, ein paar Sachen gibt es noch zu beachten, bevor du investieren kannst.</p>
<h2>Jetzt musst du nur noch anfangen: der Vermögensaufbau</h2>
<p>In der Finanzbranche gibt es noch ein paar Weisheiten, welche ich dir noch mitgeben möchte. Alle sind für sich diskutabel, mache dir aber bitte dein eigenes Bild und treffe aktiv eine Entscheidung dafür oder dagegen.</p>
<h3>Baue dir eine eiserne Reserve auf</h3>
<p>Im Laufe der Zeit gibt es immer einmal unvorhergesehene Kosten, die du zusätzlich zu tragen hast. Die defekte Waschmaschine, Kfz-Reparaturen, die Operation des Haustieres, Reparaturen am Haus. Diese Kosten sollten dich nicht dazu zwingen, dass du einen Kredit aufnehmen oder dich an deinen Investitionen bedienen musst. Vielleicht wirst du auch arbeitslos und musst ein paar Monate überbrücken. Das Geld ist ausschließlich zur Finanzierung dieser Sonderkosten zu verwenden. Weihnachtsgeschenke oder der Urlaub gehören explizit nicht dazu.</p>
<p>Daher hat sich eine Faustregel etabliert, nach der du zumindest 3 Netto-Monatsgehälter beiseite legen solltest. Damit ist ein Tagesgeldkonto gemeint, wo das Geld schnell verfügbar und unabhängig konjunktureller Schwankungen liegt. Da für Familien, Selbstständige oder Immobilienbesitzer auch höhere Summen zusammenkommen können, sollten diese gar 6 Monatsgehälter zurücklegen. </p>
<p>Die Höhe der Summe muss jeder für sich selbst festlegen, indem Risikoaversität und Sicherheitsempfinden gegeneinander abgewägt werden. Doch ich hoffe wir sind uns einig, dass Kredite oder dein Depot tabu sind, um dir eine Waschmaschine zu kaufen.</p>
<h3>Bevor du investierst, löse deine Konsumschulden (Kredite) auf</h3>
<p>Wie schon angedeutet, sind sogenannte Konsumentenkredite keine erstrebenswerte Finanzierungsmöglichkeit. Die zu bezahlenden Zinsen kannst du umgehen, wenn du das Geld direkt zur Verfügung hast. Darüber hinaus engen sie natürlich deinen Spielraum ein, wenn du tatsächlich einmal einen Kredit nehmen musst. Löse also zunächst deine Konsumkredite ab und investiere erst dann.</p>
<p>Ich habe früher einmal einen Gebrauchtwagen auf Kredit gekauft. Das Fahrzeug war bereits verschrottet und ich musste immer noch Kreditraten abzahlen. Das ist ärgerlich und sollte vermieden werden.</p>
<h3>Investiere nur das Geld, welches du in den nächsten 10 Jahren nicht benötigst</h3>
<p>An der Börse ist es auf Grund der Vergangenheit bewiesen, dass das Risiko eines Verlustes minimiert ist, wenn du mindestens 10 Jahre investiert bist. Solltest du zu einem schlechten Zeitpunkt investiert haben und zu einem schlechten Zeitpunkt verkaufen, sind es maximal 15 Jahre. Das ist die Mindestlaufzeit der Investitionen, damit du sicherlich keinen Verlust davon trägst.</p>
<p>Solltest du in 5 Jahren eine Immobilie oder ein neues Auto kaufen wollen, solltest du dir ganz genau überlegen, ob du das Geld dafür vorher investierst. Wenn zu diesem Zeitpunkt in 5 Jahren die Börse gerade eine Krise durchläuft, dann kann es sein, dass du weniger Geld entnehmen kannst, als du eingezahlt hast. </p>
<h2>Starte heute mit dem Vermögensaufbau</h2>
<p>Wenn du das alles berücksichtigst, hast du nun eine Summe ermittelt, die du bedenkenlos für deine Altersvorsorge investieren und dort liegen lassen kannst &#8211; so lang es geht.</p>
<p>Es gibt die Möglichkeit, dir einen sogenannten Sparplan anzulegen. Hier kannst du dir direkt zum Monatsanfang die Sparrate für einen ETF (Finanzprodukt, mit welchem du bei niedrigen Kosten maximal breit und weltweit investieren kannst) abbuchen und automatisch investieren lassen kannst. So kommst du gar nicht mehr auf den Gedanken, dir im Laufe des Monats andere Verwendungen für das Geld auszudenken. </p>
<p>Wenn du investierst, kann ich dich nur noch einmal anhalten, dich selbst schlau zu machen. Berücksichtige dabei immer auch die Kosten und das Risiko. Entscheidest du dich statt der Investition in einen ETF für Einzelaktionen, dann sei dir bewusst, dass es mehr Zeit für den Wissensaufbau, die Planung und Pflege des Portfolios bedarf. Wenn ich von investieren spreche, dann meine ich damit die langfristige Anlage in dasselbe Produkt. Wenn du jeden Trend mitgehen möchtest, also mal bei Bitcoin einsteigst, weil es alle tun, dann wieder in irgendwelche Trendaktien und weiter zu kleinen Themen-ETF&#8217;s, dann ist das für mich keine langfristige Geldanlage. Solltest du dich damit auskennen, nur zu. Wenn nicht, dann gleicht das mehr der Zockerei als dem Vermögensaufbau. </p>
<h2>Der Ausblick auf die Zukunft</h2>



<p>Wie du gemerkt hast, distanziere ich mich von Empfehlungen irgendwelcher Finanzprodukte oder Anlagestrategien. Im Kontext des Selbstmanagements geht es mir darum, dass deine Finanzen geordnet werden und kein Grund zur Sorge darstellen. Mit <span style="font-size: 14pt;"><strong><span style="color: #3464b2;">G</span>rowth<span style="color: #3464b2;">V</span>ibe</strong></span> geht es mir vielmehr um das Mindset dahinter. Ich möchte, dass du das Geld als etwas positives ansiehst, mit dem man etwas schaffen kann. Gleichzeitig kann es dir auch die Freiheit geben, zu verfolgen was dich erfüllt. Daher werden wir uns mehr mit dem Geld als Status, Tauschmittel und dem Ansporn dahinter befassen. </p>
<p>Doch wie du das hier beschriebene umsetzen kannst, beschreibe ich dir <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/anleitung-finanzen-ein-kinderspiel/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>!</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="240" height="66" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Unterschrift-neu-e1645277377866.png?resize=240%2C66&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-346"/></figure>



<p>In diesem Sinne: Bleib niemals wie du heute bist!</p>



<p>Hast du dich schon einmal mit deiner Rente befasst? Was waren deine Erkenntnisse? Teile mir das doch gerne über die Kommentare oder einer persönlichen Nachricht mit. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/gedanken-ueber-geld/">Wann hast du dir das letzte Mal Gedanken über Geld gemacht?</a> erschien zuerst auf <a href="https://growthvibe.de">growthvibe.de</a>.</p>
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