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	<title>Ziele Archive - growthvibe.de</title>
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	<description>Wachstum durch Selbstmanagement für Consultants</description>
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	<title>Ziele Archive - growthvibe.de</title>
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		<title>So schaffst du es, die für dich bestmögliche Entscheidung zu treffen (2/2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kevin Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jul 2022 10:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Produktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 9</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>Jede Entscheidung ist mangelhaft. Andernfalls müsste nicht entschieden werden sondern würde Eindeutigkeit herrschen. Georg-Wilhelm Exler Du hast im ersten Teil dieser Artikelserie bereits erfahren, dass die schweren Entscheidungen meist auch langfristige schwer kalkulierbare Folgen haben. Da die Entscheidung aber hier, jetzt, heute und sofort getroffen werden muss, akzeptieren wir meist lieber den Spatz (kleiner kurzfristiger [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 9</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Jede Entscheidung ist mangelhaft. Andernfalls müsste nicht entschieden werden sondern würde Eindeutigkeit herrschen.</p><cite>Georg-Wilhelm Exler</cite></blockquote>



<p>Du hast <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/entscheidungen-1/" target="_blank" rel="noopener">im ersten Teil</a> dieser Artikelserie bereits erfahren, dass die schweren Entscheidungen meist auch langfristige schwer kalkulierbare Folgen haben. Da die Entscheidung aber hier, jetzt, heute und sofort getroffen werden muss, akzeptieren wir meist lieber den Spatz (kleiner kurzfristiger Erfolg) in der Hand anstatt der Taube (großer langfristiger Erfolg) auf dem Dach.</p>
<p>Da auch ein Kompromiss zwar vermeintlich kurzfristig mehr Vorteile bringt, doch nicht das ist was wir langfristig wollen, ist dies ebenfalls keine gute Alternative im Entscheidungsprozess.</p>
<p>Häufig läuft es doch so, dass wir Optionen gegeneinander abwägen, die uns nicht weiterhelfen und Meinungen einholen, die wir nicht brauchen.&nbsp;</p>
<p>Also hilft dir nur, die Qualität deiner Entscheidung zu verbessern. Und im folgenden Teil erfährst du, wie dir das gelingt.</p>
<h1>So kommst zu deiner bestmöglichen Entscheidung</h1>
<p>Das schaffst du in erster Linie, indem du dir zunächst für die wichtigen Entscheidungen ausreichend Zeit nimmst und die Stress- und Störquellen (Ängste, Vermutungen, Meinungen) eliminierst. Mache erst einmal eine Pause, bevor du durch eine überschnelle Reaktion dem erhöhten Bedarf an kurzfristigen Erfolgen unterliegst.</p>
<p>Nimm die Adlerperspektive ein und stelle dir die folgenden Fragen.</p>
<ol>
<li>Wohin kann dich die Entscheidung langfristig führen?</li>
<li>Welche sowohl positiven als auch negativen Konsequenzen kann sie für dich bedeuten?</li>
<li>Welche Chancen kann die richtige Entscheidung für dich bereithalten?</li>
<li>Was erhoffst du dir von der Entscheidung?</li>
<li>Was soll sie lösen?</li>
</ol>
<p>Erst wenn du dir sicher bist, dass eine Entscheidung für dich lohnenswert ist, kannst du mit den folgenden fünf Schritten des Entscheidungsprozesses beginnen.</p>
<h2>1. Ziel definieren</h2>
<p>Um dein Ziel zu definieren, frage dich zunächst, worum es eigentlich wirklich geht. Um zu verdeutlichen, wohin es führt wenn du es nicht machst, möchte ich dir eine kleine Geschichte erzählen.</p>
<p><span style="color: #0000ff;">Stephanie ist gerade mit ihrem Bachelorstudium in BWL fertig und weiß bereits, dass sie ihren Weg in der&nbsp; Beratung fortsetzen möchte. Sie lässt sich allerdings von den hohen Anforderungen der Stellenausschreibungen verunsichern und überlegt sich, ihre Karrierechancen zu erhöhen, indem sie noch ein Masterstudium anhängt.&nbsp;Nun recherchiert sie über Google, sammelt Infomaterial zu diversen Universitäten ein und steht nun vor der Entscheidung welche sie auswählen soll.</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Halt! Stop!</span></p>
<p>Mit dieser Entscheidung ist sie von ihrem ursprünglichen Weg abgekommen. Sie wollte ihre Karrierechancen für den Einstieg in die Beratung erhöhen und hängt bereits bei der Entscheidung zwischen Studiengängen fest. Ist denn das Masterstudium wirklich die beste Option? Ist das Studium vielleicht auch nur eine Taktik um den Sprung ins Arbeitsleben hinauszuzögern?</p>
<p>Die bessere Alternative wäre es an dieser Stelle, entweder mit jemanden zu sprechen, der auf diesem Karriereweg bereits Erfahrungen gesammelt hat, also demnach die Chancen und Möglichkeiten realistisch einschätzen kann. Denn die bessere Möglichkeit kann es auch sein, ein spezielles Trainee-Programm zu beginnen oder anderweitig Praxiserfahrungen zu sammeln.&nbsp;</p>
<p>Falls für diese Option niemand zur Verfügung steht, kann dir die 5-Why-Methode weiterhelfen.</p>
<p>Du schreibst ein Ziel auf und fragst dich, warum du dieses Ziel überhaupt verfolgst. Indem du diesen Vorgang 5x durchführst, gelangst du auf eine viel tiefere Ebene, welche dich vielleicht zu ganz anderen Wahlmöglichkeiten führt.</p>
<h2>2. Beschaffung von Wissen</h2>
<p>Erst wenn du das Ziel konkretisiert hast, kannst du dich an die inhaltliche Arbeit begeben.&nbsp;</p>
<p>Auf jeden Fall startest du mit einer Websuche nach Informationen, um dir einen Überblick zu verschaffen. Die Inhalte stehen meist kostenlos zur Verfügung, weshalb du berücksichtigen solltest, dass dort jeder die Sachverhalte so darstellen kann, wie er es selbst für richtig hält.&nbsp;Nichtsdestotrotz ist die Recherche sinnvoll, um grobe Fehleinschätzungen zu vermeiden.</p>
<p>Diese Form der Recherche Schritt findet meist parallel zum Benennen der Optionen und Kriterien statt. Daher ist die Empfehlung, festzuhalten wo du welche Infos gesammelt hast. Dann hast du jederzeit die Möglichkeit, alles noch einmal nachzulesen.</p>
<p>Sie kann je nach Sachverhalt auch ein guter Startpunkt für eine weitere kostenpflichtige Recherche hochwertiger Inhalte sein (Bücher, bezahlte Artikel, Portale).</p>
<p>Für ein Interview mit einem Experten bildet das erlangte Grundwissen eine ideale Basis, um die richtigen Fragen stellen zu können. Neben der Einbindung qualitativer Experten, kann auch quantitative Forschung betrieben werden (Umfragen, Schwarmwissen).</p>
<h2>3. Entscheidungsmatrix aufbauen</h2>
<p>Die ersten beiden Schritte sind eines der Ergebnisse der Recherche und bedingen sich gegenseitig. Daher kann die Reihenfolge von Fall zu Fall unterschiedlich sein.&nbsp;</p>
<p>Mal sind die Optionen bereits fest vorgegeben, manchmal entstehen sie erst bei der Auswahl der Kriterien oder können währenddessen direkt ausgeschlossen werden.</p>
<h3>3a. Optionen recherchieren</h3>
<p>Zu einer fundierten Recherche gehört es, die relevanten Auswahlmöglichkeiten herauszufiltern. Am Ende des Rechercheprozesses sollten nicht mehr als 5 &#8211; 6 Optionen weiter verfolgt werden. Andernfalls können Ausschlusskriterien für die Vorauswahl festgelegt werden.</p>
<h3>3b. Kriterien vergeben</h3>
<p>Wenn du wenig Erfahrung in dem Kontext der Entscheidung hast, solltest du unbedingt erst die zuvor beschriebene Recherche betreiben und anschließend die Kriterien festlegen.</p>
<p>Damit die Komplexität in Grenzen gehalten und das Ergebnis nicht durch die Gewichtung verwässert wird, sollten 3 &#8211; 6 Kriterien bestimmt werden. Bei 20 Kriterien würden einzelne Merkmale wenig ins Gewicht fallen.</p>
<h3>3c. Gewichtung vornehmen</h3>
<p>Für die Gewichtung hast du zwei Möglichkeiten. Dies habe ich dir einmal exemplarisch anhand eines Gebrauchtwagenvergleiches aufbereitet.</p>
<p>Entweder kannst du die einzelnen Kriterien direkt mit Schulnoten oder einer Skala von 1-10 bewerten und zum Schluss das Ergebnis je Option ermitteln. Dabei trägt jedes Kriterium gleich viel zum Ergebnis bei.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized is-style-default"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Screenshot-2022-07-15-195107.png?resize=354%2C232&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-613" width="354" height="232" srcset="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Screenshot-2022-07-15-195107.png?w=333&amp;ssl=1 333w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Screenshot-2022-07-15-195107.png?resize=300%2C196&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Screenshot-2022-07-15-195107.png?resize=92%2C60&amp;ssl=1 92w" sizes="(max-width: 354px) 100vw, 354px" /></figure>



<p>Bei der einfachen Bewertung in diesem Beispiel kannst du erkennen, dass jedes Kriterium gleichbedeutend ist. Die Kriterien werden je Option direkt bewertet und eingetragen. In Summe gewinnt in diesem Beispiel der Opel Astra das Rennen.</p>
<p>Alternativ dazu kann eine gewichtete Bewertung durchgeführt werden. Hierbei werden die realen Fakten eingetragen und erst anschließend bewertet. Das Besondere dabei ist, dass die zu bewertenden Kriterien noch einmal gewichtet werden. Das kann mit einem Faktor von 1-5 passieren oder so, dass insgesamt 100 % herauskommen. So erhältst du die Möglichkeiten deine eigenen Präferenzen einfließen zu lassen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Screenshot-2022-07-15-195153.png?resize=733%2C249&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-614" width="733" height="249" srcset="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Screenshot-2022-07-15-195153.png?w=636&amp;ssl=1 636w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Screenshot-2022-07-15-195153.png?resize=300%2C102&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Screenshot-2022-07-15-195153.png?resize=177%2C60&amp;ssl=1 177w" sizes="auto, (max-width: 733px) 100vw, 733px" /></figure>



<p>In der obigen Tabelle kannst du erkennen, dass ich je Kriterium einen Faktor von 1-3 verwendet habe. Der Preis und die PS sind mir dabei wichtiger als der Rest. Sie gewichte ich mit einem Faktor von, die Kilometer und das Baujahr mit 2 und die bisherigen Fahrzeughalter mit 1.</p>
<p>Durch die angepasste Gewichtung gewinnt plötzlich der Audi das Rennen. Natürlich solltest du die Gewichtung vergeben, bevor du die Fakten zusammenträgst. Wenn du dich allerdings doch dabei erwischst die Gewichtung so zu manipulieren, dass dein Favorit vorne landet, hast du deine Entscheidung bereits getroffen.</p>
<h2>4. Intuition einfließen lassen</h2>
<p>Im ersten Teil der Serie haben wir festgestellt, dass das Bauchgefühl, also die Intuition, kein guter Ratgeber ist, wenn dir Erfahrungen und Informationen zum Sachverhalt fehlen.</p>
<p>Durch die Entscheidungsmatrix und der intensiven Recherche hast du gewisse Eindrücke gewonnen, die im Unterbewusstsein verarbeitet werden. So hat sich eventuell eine Präferenz herausgestellt, die weiter verfolgt werden kann.&nbsp;</p>
<p>So kannst du jede der Optionen noch einmal einzeln betrachten und nach Gefühl bewerten (gefällt mir sehr gut / gut / ok / nicht gut / gar nicht). Ist eine ganze Gruppe für den Entscheidungsprozess verantwortlich, kann eine entsprechende Abstimmung durchgeführt werden.</p>
<h2>5. Entscheidung treffen</h2>
<p>Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Nach der fundierten Recherche, der Bewertung und deinem Bauchgefühl sollte nun ein Sieger feststehen. Entweder rational nach den festen Kriterien oder du wählst die Option, zu der dein Bauchgefühl tendiert.&nbsp;</p>
<p>Meist führt dieser Prozess dazu, dass sich bereits eine unbewusste Entscheidung herausstellt. Sofern sie das Resultat einer guten Recherche und nicht das Ergebnis von Hektik und Aktionismus ist, ist dagegen nichts einzuwenden. Alternativ kannst du auch noch einmal eine Nacht drüber schlafen.&nbsp;</p>
<p>Im beruflichen Umfeld kann es sinnvoll sein, einige Argumente für die Entscheidung zu dokumentieren. Dabei sollte die Bewertungsmatrix ebenso einfließen wie die Gründe, welche aus dem Bauchgefühl zur Entscheidung beigetragen haben.</p>
<p>Im privaten Umfeld kannst du den Prozess nun für beendet erklären. Allerdings kann ich dir hier auch nur raten, eine Art <strong>Entscheidungstagebuch</strong> zu führen. Ich habe mir dazu eine simple Seite in OneNote erstellt, bei der ich folgende Fragen je größerer Entscheidung festhalte:</p>
<ul>
<li>Was war das Ziel?</li>
<li>Welche Optionen / Kriterien lagen vor?</li>
<li>Wie bin ich vorgegangen?</li>
<li>Wie war das Bauchgefühl vor- und nachher?</li>
<li>Welche Entscheidung wurde warum getroffen?</li>
</ul>
<p>Am Ende ist es wichtig, dass du dich mit der getroffenen Entscheidung wohlfühlst. Wenn du dich nach bestem Wissen und Gewissen für eine Option entschieden ist, dann ist die beste Entscheidung die du treffen konntest. Als solche solltest du sie auch rückwirkend betrachten.</p>
<p>Wenn sie sich doch als Fehlentscheidung herausstellt, dann frage dich selbst, ob du es hättest vorhersehen können. Oftmals hättest du gerade bei diesen sehr komplexen Entscheidungen die Entwicklungen nicht vorsehen können. In den meisten Fällen hilft es demnach nicht, dich selbst zu verurteilen, da du mit den dir zur Verfügung stehenden Mitteln dein bestmögliches gegeben hast. Zumindest wenn du diesen Entscheidungsprozess angewandt hast. Vielmehr kannst du die Entwicklung reflektieren und dir überlegen, was du in Zukunft anders machen kannst &#8211; und dann eine neue Entscheidung treffen.&nbsp;</p>



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<h1>Diese 10 Methoden werten deinen Prozess noch weiter auf</h1>
<p>Manchmal reichen die Recherche, eine Entscheidungsmatrix und etwas Bauchgefühl nicht aus, um dir deiner Entscheidung sicher zu sein. Daher möchte ich dir in Kürze noch 10 Methoden erläutern, mit denen du weitere Impulse in den Entscheidungsprozess einfließe lassen kannst.</p>
<h2>Pro und Contra Liste</h2>
<p>Wir kennen sie alle, bauen sie auch häufig in unserem Kopf auch.&nbsp;</p>
<p>Doch sei ehrlich, wie häufig setzt du dich wirklich hin und schreibst diese Argumente einmal auf? Der Akt des Aufschreibens kann eine große Wirkung entfalten. Er erzeugt Verbindlichkeit und visualisiert dir vor allem die Anzahl der Argumente je Seite.</p>
<p>Die Pro und Contra Liste funktioniert am besten, wenn du dich zwischen 2 Alternativen entscheiden musst (ja oder nein; Option A oder B).</p>
<h2>KO-Liste</h2>
<p>Ähnlich wie in der KO-Phase einer Weltmeisterschaft, kannst du mit der KO-Liste Entscheidungsoptionen gegeneinander antreten lassen &#8211; vom Achtelfinale bis zum Finale. Gerade bei vielen Wahlmöglichkeiten kannst du auf diese Weise die Alternativen schrittweise verringern.</p>
<h2>Mindmap</h2>
<p>Eine Mindmap kann dir einen sehr umfassenden Überblick für eine komplexere Entscheidung geben.</p>
<p>Hier schreibst du die Entscheidungsfrage in die Mitte und lässt die Alternativen davon abzweigen. Zu jeder Alternative kannst du nun deine Gedanken / Pros / Contras hinzuschreiben.</p>
<p>Die Mindmap verleiht dem Kopf-Chaos Struktur und auch hier wird dir der Prozess des Schreibens bereits zu einer Tendenz verhelfen.</p>
<h2>10 / 10 / 10 Methode</h2>
<p>Diese Methode hilft dir, die kurz- und langfristigen Konsequenzen einer Entscheidung abzuschätzen.&nbsp;</p>
<p>Hierbei malst du dir die Folgen deiner Entscheidung aus &#8211; Was wäre wenn du sie triffst und was, wenn du sie nicht triffst?</p>
<p>Nehmen wir ein vorliegendes Angebot für einen Arbeitgeberwechsel als Beispiel. Stelle dir nun folgende 6 Fragen:</p>
<ul>
<li>Was passiert nach 10 Minuten, wenn du das Angebot annimmst?</li>
<li>Was passiert nach 10 Minuten, wenn du das Angebot NICHT annimmst?</li>
<li>Was passiert in 10 Monaten, wenn du das Angebot annimmst?</li>
<li>Was passiert in 10 Monaten, wenn du das Angebot NICHT annimmst?</li>
<li>Was passiert in 10 Jahren, wenn du das Angebot annimmst?</li>
<li>Was passiert in 10 Jahren, wenn du das Angebot NICHT annimmst?</li>
</ul>
<p>Male dir die Konsequenzen möglichst bunt aus. Welche Gefühle begleiten dich? Was könnte alles in diesen Zeiträumen positives und negatives passieren? Welche Auswege gäbe es, um nachzubessern?</p>
<h2>Münzwurf</h2>
<p>Auf der einen Seite kann der Münzwurf unser Gehirn entlasten, indem wir einfache Entscheidungen einfach nicht mehr treffen sondern eine Münze werfen und die Entscheidung dem Zufall überlassen, sofern wir mit beiden Optionen leben können.</p>
<p>Doch hier geht es um etwas anderes. Das Gefühl während des Münzwurfes.</p>
<p>Sobald du die Münze wirfst und sie sich in der Luft dreht, hoffst du vielleicht insgeheim dass es eine der beiden Optionen wird. Sozusagen die letzte Ausfahrt, bevor es konkret wird. Das kann ein toller Beschleuniger sein.&nbsp; Es geht darum, diese unbewusste Entscheidung zu provozieren.</p>
<h2>Scheibchen-Methode</h2>
<p>Bei manchen Entscheidungen fällt es dir schwer einen klaren Sieger zu benennen, weil die Konsequenzen sehr komplex und vielschichtig sind.</p>
<p>Mit der Scheibchen-Methode triffst du nicht die eine große Entscheidung, sondern bereitest dich auf viele Situationen vor. Du teilst deine Entscheidung in viele kleinere Schritte auf und überlegst dir dort, was dann zu tun ist. Wenn xy eintrifft, wie soll ich dann reagieren?</p>
<p>Du nimmst demnach die Komplexität heraus, indem du dir bereits einen Aktionsplan erarbeitest, der bereits viele Facetten deiner Entscheidung berücksichtigt.</p>
<ul>
<li>Wenn ich den Arbeitgeber wechsle und nach 6 Wochen merke, dass die Kollegen unfreundlich sind. Was mache ich dann?</li>
<li>Wenn ich nicht wechsle und das Gespräch mit meinem Chef nach 3 Monaten keine Besserung zeigt, was mache ich dann?</li>
<li>Wenn ich nach 3 Monaten immer noch keine Aufgaben habe, was mache ich dann?</li>
</ul>
<h2>Perspektivwechsel</h2>
<p>Vielleicht hast du meinen Artikel zum <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/reden-ist-silber-einfuehlendes-zuhoeren-ist-gold/" target="_blank" rel="noopener">einfühlenden Zuhören</a> bereits gelesen. Dort habe ich aufgeführt, warum wir anderen so gerne mit Ratschlägen weiterhelfen wollen.</p>
<p>Genau diese Fähigkeit kannst du bei Entscheidungen sinnvoll einsetzen. Es fällt uns häufig leichter anderen einen guten Ratschlag zu geben, da wir dort eher neutral, klarer und emotionslos auf die Situation blicken können.&nbsp;</p>
<p>Frage dich also, was du einem Freund in dieser Situation raten würdest?</p>
<p>Alternativ dazu kannst du dir vorstellen, du würdest 100 Personen davon erzählen, was würden sie dir raten?</p>
<p>Das Drama entsteht meist in unserer eigenen Gedankenspirale. Doch wenn wir anderen davon erzählen oder andere sich in dieser Situation befinden, wirken sie auf uns weniger bedrohlich und wir können klarer denken.</p>
<h2>Best Case / Worst Case</h2>
<p>Im ersten Teil hast du bereits gelesen, dass wir Menschen etwas Negatives immer höher bewerten, als etwas Positives. Genau diesem Gedankenfehler kannst du mit dieser Methode entgegenwirken.</p>
<p>Male dir je Alternative den besten und schlechtesten Ausgang aus, wobei du auch die langfristigen Konsequenzen im Blick halten solltest. Hier geht es um die Chancen und Risiken. Dazu schätzt du die Wahrscheinlichkeit des Eintretens ab.&nbsp;</p>
<p>Bei vielen Alternativen kannst du nun die aussortieren, bei denen der Worst Case wahrscheinlicher als der Best Case ist.&nbsp;</p>
<h2>Sorgenzeit festlegen</h2>
<p>Das Parkinsonsche Gesetz trifft auch bei der Entscheidungszeit zu. Wir grübeln so lange, wie wir uns Zeit uns dafür nehmen. Diesen Kreis kannst du auf zwei Arten Durchbrechen.</p>
<p>Entweder legst du dir ein Datum fest, an dem die Entscheidung feststehen muss oder du richtest dir Zeitfenster ein (jeden Sonntag um 9:00) an denen du Entscheidungen triffst.&nbsp;</p>
<h2>Heuristik</h2>
<p>Heuristiken sind Methoden oder Verfahren, die mit begrenztem Wissen und Zeit zu wahrscheinlich guten Lösungen kommen.&nbsp;Es handelt sich um eine Strategie, die bewusst Informationen ignoriert, um schneller zu einer Entscheidung zu gelangen. Steht wenig Zeit zur Verfügung oder der aufwand soll möglichst gering sein, kann diese Methode eine interessante Option sein.</p>
<p>Du legst gewisse Suchregeln fest, um die Suchrichtung festzulegen und definierst ebenso Stoppregeln und Entscheidungsregeln, wann die finale Entscheidung getroffen werden kann. Dazu kannst du dir eine kleine Checkliste aufbauen oder auch nur ein einziges Kriterium für eine Handlung festlegen. Immer wenn x eintrifft, dann mache y.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fernab von den Hilfsmitteln und Methoden ist mir an dieser Stelle noch einmal wichtig zu sagen, dass es unglaublich wichtig ist, die Entscheidung von dem möglichen Ergebnis zu trennen. Es spricht nichts dagegen mögliche Ergebnisse in den Prozess einfließen zu lassen, doch sollten ebenso fundierte Informationen und Fakten einbezogen werden.</p>
<p>Mache dir bewusst, dass es nicht die perfekte Entscheidung gibt. Die Welt ist viel zu komplex und das Ergebnis daher auch ein lebendiger Prozess, welchen wir selten komplett beeinflussen können. Entscheidungen sollten möglichst emotionslos getroffen und nicht aus Angst vor irgendwelchen Katastrophenszenarien vermieden werden.&nbsp;</p>
<p>Eine gute Entscheidung, welche das übergeordnete Ziel verfolgt, ist das Beste was du erreichen kannst. Beziehe Kopf und Bauch mit in den Prozess ein und wähle eine Option, mit der du dich gut fühlst.</p>
<p>&nbsp;</p>



<p>Was sind deine Erfahrungen? Wendest du auch feste Methoden an oder wie gehst du bei großen Entscheidungen vor? Schreibe es mir in den Kommentaren.</p>



<p></p>



<p>In diesem Sinne: Bleib niemals wie du heute bist!</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="240" height="66" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Unterschrift-neu-e1645277377866.png?resize=240%2C66&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-346"/></figure>
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		<item>
		<title>Darum fallen dir manche Entscheidungen so schwer (1/2)</title>
		<link>https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/entscheidungen-1/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kevin Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2022 16:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Produktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 9</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>Unser Leben ist das Ergebnis unserer Entscheidungen. Stephen R. Covey Raucht dir auch manchmal der Kopf bei großen Entscheidungen? Du denkst ständig darüber nach, schiebst die Entscheidung allerdings immer wieder vor dir her. Oder treibt dich manchmal allein die Frage in den Wahnsinn, was es heute Abend zu essen gibt? Es kursiert im Internet immer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/entscheidungen-1/">Darum fallen dir manche Entscheidungen so schwer (1/2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://growthvibe.de">growthvibe.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 9</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Unser Leben ist das Ergebnis unserer Entscheidungen.</p>
<cite>Stephen R. Covey</cite></blockquote>



<p>Raucht dir auch manchmal der Kopf bei großen Entscheidungen? Du denkst ständig darüber nach, schiebst die Entscheidung allerdings immer wieder vor dir her. Oder treibt dich manchmal allein die Frage in den Wahnsinn, was es heute Abend zu essen gibt?</p>
<p>Es kursiert im Internet immer wieder die Zahl der 20.000 Entscheidungen herum, die wir täglich treffen. Ich habe nie eine Strichliste geführt und möchte das demnach weder bestätigen, noch verneinen. Doch Fakt ist, dass jeder von uns immer wieder an den Punkt gelangt, an dem es uns schwer fällt Entscheidungen zu treffen. Da gibt es viele Entscheidungen, die wir unbewusst oder schnell treffen, wie der Zeitpunkt wann wir aufstehen, was wir anziehen oder was wir frühstücken. Die Liste kann endlos fortgeführt werden.</p>
<p>Ich möchte mich mit dir in dieser zweiteiligen Serie über über die Art und Weise austauschen, wie wir (meist unbewusst) unsere Entscheidungen treffen oder warum wir manchmal auch lieber keine treffen.&nbsp;Das Ziel ist es nicht, Fehlentscheidungen künftig komplett auszuschließen, denn das wäre unrealistisch und auch schade, weil wir aus ihnen viel lernen und wichtige Erfahrungen sammeln können.</p>
<p>Vielmehr geht es im ersten Teil zunächst um eine Hilfestellung, mit der du ein Verständnis für den Entscheidungsprozess erhältst. Wir kategorisieren Entscheidungen und schauen uns an, warum wir bei manchen Entscheidungen einfach nicht zum Ergebnis kommen. Damit du kein schlechtes Gewissen bekommst, zeige ich dir auch, wie wir uns von diversen Einflüssen ganz unbewusst manipulieren lassen.</p>
<p>Im zweiten Teil nähern wir uns dem Ziel, die für dich persönlich bestmögliche Entscheidung zu treffen. Ich zeige dir fünf Schritte, mit deren Hilfe du sowohl mehr Struktur, als auch mehr relevante Informationen in den Entscheidungsprozess einfließen lassen kannst. Um diesen Prozess noch weiter zu unterstützen, gebe ich dir zum Schluss noch 10 hilfreiche Methoden an die Hand.</p>
<h1>Was ist eine Entscheidung?</h1>
<p>Entscheidungen haben ihren Ursprung meist in der Aufgabe, eine Auswahl mit besonderer Bedeutung zwischen mehreren Alternativen zu treffen. Dabei ist es natürlich ein Unterschied, ob wir eine Marmelade im Supermarkt auswählen müssen oder eine Wahl für unseren nächsten Karriereschritt treffen müssen.&nbsp;</p>
<p>Je größer und unkalkulierbarer die Tragweite der Entscheidung ist, desto schwerer fällt sie uns. Dabei ist es erst einmal egal, ob wir unseren Bauch (emotional) oder unseren Kopf (rational) mit der Lösungsfindung beauftragen, die quälenden Gedanken können mühsam und anstrengend sein.</p>
<h2>Welche Entscheidungsarten gibt es?</h2>
<p>Um die Tragweite und unseren Drang zur Vermeidung von Entscheidungen besser einordnen zu können, schauen wir uns zunächst einmal 2 Ansätze an, um Entscheidungen zu klassifizieren.</p>
<p>Im ersten Ansatz werden Entscheidungen je nach Ausmaß der Performance und Kontrolle in 4 Felder eingeteilt. Dabei beschreibt die Höhe der Kontrolle, ob das Ergebnis unmittelbar im Anschluss der Handlung bewertet werden kann oder erst zu einem späteren Zeitpunkt. Die Performance hingegen bezieht sich auf die Bemessung des Erfolges. Ob der Erfolg demnach an absoluten Kriterien ablesbar ist oder ob er in Relation zu weiteren Wettbewerbern steht und somit nicht eindeutig ablesbar ist.</p>
<p>Ich werde die 4 Felder zusätzlich anhand des Beispiels eines Marathons verdeutlichen.&nbsp;</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 280px;">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 22.7379%; height: 24px;"><strong>Feld</strong></td>
<td style="width: 41.7858%; height: 24px;"><strong>Beschreibung</strong></td>
<td style="width: 35.4762%; height: 24px;"><strong>Beispiel einer Entscheidung</strong></td>
</tr>
<tr style="height: 70px;">
<td style="width: 22.7379%; height: 70px;">absolute Performance / niedrige Kontrolle</td>
<td style="width: 41.7858%; height: 70px;">Erledigung von Routineaufgaben, die niemand anderes betreffen und keine Konsequenzen haben</td>
<td style="width: 35.4762%; height: 70px;">Ich gehe heute Abend laufen.</td>
</tr>
<tr style="height: 46px;">
<td style="width: 22.7379%; height: 46px;">absolute Performance / hohe Kontrolle</td>
<td style="width: 41.7858%; height: 46px;">Beeinflussung von Ergebnissen ist nach der Entscheidung noch möglich</td>
<td style="width: 35.4762%; height: 46px;">Ich möchte in 3 Monaten einen Marathon unter 3 Stunden laufen.</td>
</tr>
<tr style="height: 70px;">
<td style="width: 22.7379%; height: 70px;">relative Performance / niedrige Kontrolle</td>
<td style="width: 41.7858%; height: 70px;">Wetten im Wettbewerb, bei denen andere autarke Parteien ebenfalls aktiv sind und in Konkurrenz zueinander stehen</td>
<td style="width: 35.4762%; height: 70px;">Ich möchte den nächsten Marathon unter den besten 20% abschließen.</td>
</tr>
<tr style="height: 70px;">
<td style="width: 22.7379%; height: 70px;">relative Performance / hohe Kontrolle</td>
<td style="width: 41.7858%; height: 70px;">strategische Erfolge anstreben, die voll unter eigener Kontrolle stehen, doch im Wettbewerb zu anderen stehen</td>
<td style="width: 35.4762%; height: 70px;">Ich möchte der beste Marathonläufer in Deutschland sein.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Anhand dieser Kriterien wird schnell sichtbar, dass die Qualität einer Entscheidung umso schwieriger wird, je unspezifischer der Zeitpunkt der Erfolgskontrolle ist und je stärker das Ergebnis von anderen Parteien abhängig ist. Sobald strategische erfolge angestrebt werden, kann eine Fehlentscheidung folgenschwere Konsequenzen haben.&nbsp;</p>
<p>So hat es keine Konsequenzen, wenn du dich entscheidest heute Abend laufen zu gehen. Möchtest du den anstehenden Marathon unter 3 Stunden laufen, hast du noch die Möglichkeit dein Ergebnis zu beeinflussen, indem du dich noch häufig entscheidest laufen zu gehen. Es liegt allein an dir, ob du es erreichst.&nbsp;</p>
<p>Wenn du unter die besten 20% kommen möchtest, dann kommt es sowohl auf deine Performance beim Marathon an, als auch auf die besten 20%. Du kannst noch nicht genau sagen, welche Zeit notwendig ist, kannst es jedoch weiterhin aus eigener Kraft erreichen. Um der beste Marathonläufer in Deutschland zu werden, muss hingegen viel mehr passieren, als ein gutes Training oder ein guter Marathonlauf. Neben jahrelangem Training, vielen guten Wettkämpfen, muss dein Leben darauf abgestimmt werden. Das ist ebenso schwer kalkulierbar, wie die Performance aller anderen deutschen Marathonläufer.&nbsp;</p>
<p>Ich hoffe das verdeutlicht die Klassifizierung innerhalb dieses Modells.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im zweiten Ansatz wurde die Art der Entscheidung anhand der Bedeutung für die Zukunft klassifiziert. Dadurch wird die Einordnung einer Entscheidung deutlich vereinfacht.</p>
<p><strong>Picking:&nbsp;</strong>Situationen, in denen automatisiert entschieden werden kann, da keine Auswirkungen auf die Zukunft existieren</p>
<p>Beispiel: Auswahl der T-Shirt-Farbe, Anzahl der zu kaufenden Bananen</p>
<p><strong>Choosing:&nbsp;</strong>komplexere Entscheidungen, die allerdings wenig Auswirkung auf die Zukunft haben</p>
<p>Beispiel: Wahl des Urlaubsortes, Location der Geburtstagsfeier</p>
<p><strong>Opting:&nbsp;</strong>größere Entscheidungen, die eine hohe Bedeutung für die Zukunft haben</p>
<p>Beispiel: Wahl des Studienganges oder Wohnortes, Kinderwunsch, Selbstständigkeit</p>
<p>Anhand dieser Klassifizierung können wir einfach ablesen, dass erst die Opting-Entscheidungen den Aufwand rechtfertigen, sich wirklich Mühe zur Entscheidungsfindung zu machen.&nbsp;</p>
<h2>Was ist der Unterschied zwischen Bauch- und Kopfentscheidungen?</h2>
<p>Die Frage, was besser oder schlechter ist, möchte ich an dieser Stelle nicht beantworten. Denn unabhängig davon was dir leichter fällt, haben beide Formen ihre Daseinsberechtigung.</p>
<p><strong>Bauchentscheidungen</strong> verfolgen mehr die Intuition eines Menschen. Deren Vorteil liegt in der Schnelligkeit und der geringen Widerstandskraft zur Entscheidung. Du spürst eine Tendenz und entscheidest dich ohne groß darüber nachzudenken. Daher kann es bei kleineren Entscheidungen Energie sparen, intuitiv zu entscheiden.&nbsp;</p>
<p>Der Bauch prüft vergangene Erfahrungen und bewertet diese. Dabei werden jüngere Erfahrungen höher gewichtet als weiter zurückliegende. Die Denkweise in vorgefertigten Mustern verleitet allerdings dazu, wichtige Informationen nicht zu berücksichtigen. Auch die Stimmung und der Ort können die Entscheidung auf Grund der damit einhergehenden Emotionen enorm beeinflussen.</p>
<p><strong>Kopfentscheidungen</strong> sind die analytische und logische Form der Entscheidungsfindung. Hier werden, neben den eigenen Erfahrungen, möglichst alle Informationen berücksichtigt und weitere Informationen durch eine intensive Recherche gesammelt. Wir wägen Pros und Contras gegeneinander ab, gewichten sie und bewerten schließlich das Gesamtbild.&nbsp;</p>
<p>Fehlen uns jedoch wichtige Informationen oder stellt sich die Tragweite als sehr komplex dar, verfangen wir uns in unzähligen Denkvorgängen und kommen zu keinem Ergebnis.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Haben Entscheidungen wenig Bedeutung für die Zukunft, ist das Zustandekommen der Entscheidung mehr eine Typfrage, als eine Frage was besser oder schlechter ist. Bauchentscheidungen sind weder schlechter oder besser, doch auf jeden Fall der schnellere Weg. Kopfentscheidungen sind meist fundierte Entscheidungen, deren Nachteil die hohe Willensstärke auf dem Weg zum Ergebnis und der hohe Zeitaufwand sind.</p>
<p>Für komplexe Entscheidungen sollten Kopf und Bauch daher Hand in Hand gehen.&nbsp;Der Bauch entscheidet zunächst, womit sich der Kopf näher befassen darf. Der Kopf wägt die Auswahlmöglichkeiten gegeneinander ab und der Bauch wählt abschließend zwischen den Alternativen aus.</p>
<h1>Warum fallen uns Entscheidungen oft so schwer?</h1>
<p>Selbstverständlich gibt es hier Antwortmöglichkeiten, die sehr individuell und situationsbedingt ausfallen können. Doch wenn du das Ganze einmal aus einer etwas höheren Ebene betrachtest, findest auch du dich vermutlich in einigen der folgenden Begründungen wieder.</p>
<h2>Grund 1: Lebensentscheidungen lösen Zukunfts- oder Versagensängste aus</h2>
<p>Wenn du vor den wirklich wichtigen Entscheidungen des Lebens stehst, bist du verunsichert und wägst immer wieder dieselben Argumente gegeneinander ab, ohne dass du zu einer Entscheidung kommst.</p>
<p>Das liegt auf der einen Seite daran, dass du erst weit in der Zukunft beurteilen kannst, ob die Wahl richtig oder falsch war. Ob Route A oder B die bessere ist, kannst du spätestens bewerten sobald du eine der beiden gefahren bist. Doch bei der Wahl des Arbeitgebers? Das kann Monate oder Jahre dauern, bis du zumindest weißt, ob die Entscheidung gut oder schlecht war. Ob jedoch die andere Wahlmöglichkeit die bessere gewesen wäre, wirst du nie herausfinden.</p>
<p>Weiter ist das Ergebnis dieser bedeutenden Entscheidungen vielfältig, selten autark und neutral bewertbar. Diese unklare Zukunft wird über einen großen Zeitraum hinweg von vielen weiteren Entscheidungen ebenso bestimmt, wie vom Verhalten Dritter, anderen Wettbewerbern oder äußeren Umständen wie das Wetter, Pandemien oder anderen Zufällen.</p>
<p>Es gibt immer viele weitere Entscheidungen die sich nacheinander aufsummieren. Wir können solche Entscheidungen also nicht bis ins kleinste Detail zu Ende denken. Und genau dieser Prozess quält uns häufig mehr, als die Entscheidung selbst. Wir kennen doch alle das befreiende Gefühl, wenn die Entscheidung endlich getroffen wurde und unser Kopf sich anderen Dingen zuwenden kann.</p>
<h2>Grund 2: Entscheidung für etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen etwas</h2>
<p>Es tut weh, wenn wir Dinge ausschließen müssen. Entscheide ich mich für Arbeitgeber A, dann bedeutet dies auch eine Entscheidung gegen meinen aktuellen Arbeitgeber (was, wenn es doch noch besser wird?) und gegen die anderen Alternativen.</p>
<p>Ähnlich sieht es aus, wenn wir uns gegen eine Party entscheiden, weil wir am nächsten Tag früh raus müssen. Diese Absage schmerzt uns in ähnlichem Maße. Hinzu kommt auch noch das sogenannte FOMO (fear of missing out). Wenn das die beste Party aller Zeiten wird und wir stattdessen zu Hause auf der Couch liegen, dann wäre das doch ein ziemlich dummer Fehler. Oder?</p>
<p>In dieselbe Richtung geht die Verlustaversion. Sie besagt, dass wir Verluste 1,5 bis 2,5 mal stärker gewichten, als Gewinne. 100 Euro zu verlieren schmerzt also mehr, als uns ein Gewinn von 100 € freut. Entscheidungen rufen in uns also das Gefühl hervor, mehr verlieren zu können als zu gewinnen.</p>
<h2>Grund 3: Wir leiden an <span style="color: initial;">Entscheidungsmüdigkeit</span></h2>
<p>Es gibt mittlerweile einige Studien, die beweisen, dass wir Menschen nur eine bestimmte Energiekapazität für Entscheidungen haben. Nach entscheidungsreichen Tagen kann uns abends schon die Frage &#8222;Was kochen wir?&#8220; völlig ans Limit bringen und starke Emotionen hervorrufen. Diesen Zustand nennen wir &#8222;Decision Fatigue&#8220;.</p>
<p>Der mentale Aufwand um Dinge gegeneinander abzuwägen ermüdet uns. Dabei kommt es mehr auf die Quantität als auf die Art der Entscheidung (schwer/leicht, positiv/negativ, groß/klein) an.</p>
<p>Je mehr Entscheidungen wir also treffen, desto weniger weitere Entscheidungen können wir noch treffen.</p>
<p>Wenn wir keine Entscheidung treffen, also in eine Art Entscheidungsdepression verfallen, heißt die Entscheidung entweder automatisch nein oder wird von jemanden anderen getroffen, sodass wir die Konsequenzen akzeptieren müssen.&nbsp;</p>
<h2>Grund 4: Angst vor Fehlentscheidungen</h2>
<p>Und was passiert, wenn du dich falsch entschieden hast? Du musst dir und deinem Umfeld eingestehen, eine Fehlentscheidung getroffen zu haben. Dieses äußerst unangenehme Gefühl wollen wir möglichst vermeiden.</p>
<p>Es ist genau diese Verunsicherung vor der ungewissen Zukunft, die uns lähmt. Wir verbleiben also lieber im Status Quo. Da wissen wir, was uns erwartet. Problem gelöst.</p>
<p>Fehlentscheidungen sind meist keine schlechten Entscheidungen, es fehlte ihnen nur etwas. Wir werden Fehlentscheidungen nicht vermeiden können, aber mit mehr Qualität auf dem Weg zur Entscheidung werden wir zumindest besser damit leben können.</p>
<p>Wie du qualitativ bessere Entscheidungen treffen kannst, erfährst du im nächsten Artikel. Habe bitte noch etwas Geduld.</p>
<h2>Grund 5: Wir kennen uns in dem Bereich der Entscheidung nicht aus</h2>
<p>Ein Kfz-Meister hätte kein Problem mit der Auswahl eines Gebrauchtwagens, wir Normalos allerdings schon.&nbsp;</p>
<p>Wir kommen oftmals bei solchen Entscheidungen zu keinem Ergebnis, bei denen es uns an Fachwissen für die Bewertung der Komplexität fehlt und wir die wichtigen Kriterien nicht überschauen können. Jemand der sich auskennt, weiß worauf er achten muss. Laien hingegen tapern meist völlig ahnungslos im Dunkeln, weil sie alle Informationen für gleich wichtig halten.</p>
<p>Fehlendes Fachwissen lässt den Sachverhalt komplexer erscheinen, als wenn wir uns damit auskennen würden. Wissen sind mit Erfahrungen angereicherte Informationen, welche personengebunden und somit schwer übertragbar sind. Es braucht den direkten Austausch mit Experten oder das Schwarmwissen mit Hilfe von Umfragen, Bewertungen oder Statistiken. Das ist der Vorteil von wissensbasiertem Entscheiden.</p>
<h2>Grund 6: Ziele stehen in Konflikt zueinander</h2>
<p>Angenommen, du möchtest mit deinem Arbeitgeberwechsel unbedingt das maximale Einkommen erzielen, jedoch bei minimaler Arbeitszeit.&nbsp;Wenn du nun die Angebote vergleichst, werden vermutlich die Angebote mit hohem Einkommen nicht diejenigen sein, die dir eine 32-Stunden Woche versprechen.&nbsp;</p>
<p>Du gerätst also in einen Zielkonflikt und musst Möglichkeiten gegeneinander abwägen, die von deinen Zielen abweichen. Dabei werden plötzlich weitere vermeintlich unwichtige Kriterien hinzugezogen oder du passt deine Gewichtung nachträglich an, um zu einem Ergebnis zu kommen.&nbsp;</p>
<p>Dieses einfache Beispiel zeigt, dass das Ziel genau zu definieren ist, bevor wir eine Entscheidung treffen wollen. Auch dazu kommen wir noch.</p>



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<h2>Grund 7: Optionen liegen zu nah beieinander</h2>
<p>Liegen die Optionen zu nah beieinander, fällt es uns schwer einen eindeutigen Favoriten zu bestimmen. Wenn es 3 Gebrauchtwagen in die engere Auswahl geschafft haben und sich nur minimal unterscheiden, gerät der Entscheidungsprozess ins Stocken. Wenn du mit jeder Option gut Leben könntest und zufrieden wärst, beginnt meist das Abwägen von ursprünglich irrelevanten Kriterien, obwohl wir uns eigentlich gar nicht mehr falsch entscheiden können.</p>
<p>Mein Tipp: Spart euch das und würfelt!</p>
<h2>Grund 8: Es gibt zu viele Wahlmöglichkeiten</h2>
<p>Wir können uns wohl drauf einigen, dass heute in vielen Bereichen die Anzahl der Wahlmöglichkeiten weitaus höher ist, als sie es noch vor 25 Jahren war. </p>
<p>Nehmen wir einmal das Beispiel der Auswahl eines Studienganges. Nicht nur, dass sich die Anzahl der Hochschulen vermehrt hat (Universitäten, FH, Business Schools usw.), haben es ebenso auch die Studiengänge oder die Art des Studierens (Vollzeit, Fernstudium, Wochenende, Abends). Und damit es noch komplizierter wird, haben sich auch die Prozesse vereinfacht, um im Ausland studieren zu können. Kein Wunder, wenn jemand nach dem Abitur Schwierigkeiten hat sich zu entscheiden.</p>
<p>Bei den Shoppingmöglichkeit sieht es ähnlich aus. Standen früher nur die Geschäfte im Umkreis des Wohnortes zur Verfügung, können wir heute diverse Shopping-Plattformen nutzen oder auch die Lagerbestände einer Kaufhauskette in anderen Bundesländern einsehen und uns den Artikel bequem zusenden lassen.</p>
<h1>Welche Entscheidungsfehler machen wir unbewusst?</h1>
<p>Während des Entscheidungsprozesses lassen wir uns ganz unbewusst von vielen Dingen beeinflussen. Einige davon möchte ich hier kurz auflisten. Ich wette, einige davon überraschen dich.</p>
<ul>
<li>Stress distanziert uns vor negativen Konsequenzen &#8211; um sie zu vermeiden reagieren wir mit Angriff oder Flucht, anstatt mit einer reflektierten Reaktion auf die zu treffende Entscheidung</li>
<li>Wir entscheiden uns eher für Bekanntes, weshalb wir zu Fehlurteilen verleitet werden (an der Börse schätzen wir bekannte Unternehmen als besser ein, als unbekannte)</li>
<li>Je positiver unsere Stimmung ist, desto schneller akzeptieren wir ein Angebot</li>
<li>Wir verteidigen immer erst gemäß unserer Neigungen den Status Quo, statt uns neutral allen Möglichkeiten zu öffnen</li>
<li>Schlafmangel und Müdigkeit führen zu höheren Risiken und schlechten Entscheidungen</li>
<li>Der Confirmation-Bias besagt, dass wir gezielt nach Argumenten suchen, die unsere Tendenz / Bauchgefühl unterstützen</li>
<li>helles Licht verstärkt die Emotionen, daher werden die besseren Entscheidungen im Dunkeln getroffen</li>
<li>Wurde bereits viel Zeit und Geld in eine Entscheidung investiert, halten wir stärker an ihnen fest</li>
<li>Haben wir durch ähnliche Situationen in der Vergangenheit viel Selbstbewusstsein aufgebaut, ist das Bauchgefühl eher positiv, schlechte Erfahrungen und Ängste führen hingegen zu Fehlervermeidung</li>
<li>Der Anker-Effekt führt dazu, dass im Raum stehende Zahlen das Bild ebenso verzerren, wie eine überhöhte Gewichtung eines Kriteriums anhand einer Expertenmeinung</li>
<li>Personen schließen sich oft der Mehrheit an, anstatt frei zu entscheiden (Stichwort Gruppenzwang)</li>
<li>Wenn Sympathien zum Experten die Neutralität beeinflussen, sprechen wir vom Halo-Effekt</li>
<li>Wir sind glücklicher über ein ausgeschlossenes kleines Risiko, als wenn wir ein großes Risiko stark reduzieren</li>
</ul>
<p> </p>
<p>Die Welt in der wir uns bewegen, ist sehr komplex. Daher fällt es uns extrem schwer, uns bei wichtigen Entscheidungen auf eine Option festzulegen. Versagensängste, Informationsdefizite, Zielkonflikte, Angst vor Fehlentscheidungen, zu viele Wahlmöglichkeiten und Zukunftsängste hemmen uns bei der Auswahl. Und als würde das noch nicht ausreichen, hält unsere Psyche viele weitere Stolpersteine parat, welche uns eine Entscheidung zwar einfacher treffen lassen, doch bedeutet &#8222;einfach&#8220; selten &#8222;gut&#8220;.</p>
<p>Diese Hürden gilt es also zu umgehen oder deren Tragweite zumindest weitgehend zu minimieren. </p>
<p>Genau das erfährst du im zweiten Teil dieser kleinen Artikelserie:</p>



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<figure class="wp-block-image size-full is-style-default"><a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/entscheidungen-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="854" height="319" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Abzweigung.jpg?resize=854%2C319&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-606" srcset="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Abzweigung.jpg?w=854&amp;ssl=1 854w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Abzweigung.jpg?resize=300%2C112&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Abzweigung.jpg?resize=768%2C287&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/07/Abzweigung.jpg?resize=161%2C60&amp;ssl=1 161w" sizes="auto, (max-width: 854px) 100vw, 854px" /></a></figure>
</div>



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<p><a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/entscheidungen-2/" target="_blank" rel="noopener">So schaffst du es, die für dich bestmögliche Entscheidung zu treffen (2/2)</a></p>
</div>
</div>



<p>Bei welcher deiner letzten Entscheidungen bist du in eine dieser Fallen getappt? Wie bist du vorgegangen um zu einem Ergebnis zu kommen? Schreib es mir gerne in die Kommentare!</p>



<p></p>



<p>In diesem Sinne: Bleib niemals wie du heute bist!</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="240" height="66" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Unterschrift-neu-e1645277377866.png?resize=240%2C66&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-346"/></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/entscheidungen-1/">Darum fallen dir manche Entscheidungen so schwer (1/2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://growthvibe.de">growthvibe.de</a>.</p>
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		<title>Darum scheitern Ziele: Die etwas andere Ansicht über Zielvorhaben</title>
		<link>https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/darum-scheitern-ziele/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kevin Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Mar 2022 18:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensziele]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 13</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen. Anton Bruckner Prolog: Sind Ziele gut für mich? Erreichst du alle Ziele, die du dir gesetzt hast? Diäten, Finanzen, Freizeitaktivitäten, Sport, Gewohnheiten, Karriere, Reisen&#8230; Die Liste meiner nicht erreichten oder gar nicht erst begonnenen Ziele ist lang. Irgendwann habe ich mit diesem Mysterium der Ziele [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/darum-scheitern-ziele/">Darum scheitern Ziele: Die etwas andere Ansicht über Zielvorhaben</a> erschien zuerst auf <a href="https://growthvibe.de">growthvibe.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 13</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.</p>
<cite>Anton Bruckner</cite></blockquote>



<h2>Prolog: Sind Ziele gut für mich?</h2>
<p>Erreichst du alle Ziele, die du dir gesetzt hast?</p>
<p>Diäten, Finanzen, Freizeitaktivitäten, Sport, Gewohnheiten, Karriere, Reisen&#8230; Die Liste meiner nicht erreichten oder gar nicht erst begonnenen Ziele ist lang. Irgendwann habe ich mit diesem Mysterium der Ziele aufgehört:  &#8222;Funktioniert für mich eh nicht.&#8220; </p>
<p>Doch es beschäftigte mich weiter. Warum ist das so? Tragen Ziele wirklich zum Erfolg bei? So ganz ohne Ziele zu leben, das entspricht nicht meiner Natur. Manchmal habe ich durchaus Dinge erreicht, die ich mir vorgenommen habe. Hätte ich es auch erreicht, ohne ein Ziel zu haben? Nein, wenn ich auf etwas hinarbeite, was ich erreichen möchte, dann ist es auch ein Ziel. Also funktionieren nur manche Ziele nicht, manch andere schon. Was macht diese Ziele aus?</p>
<h2>Ziele sind nicht per se zielführend!</h2>
<p>Wenn du dir für dich sinnvolle und vernünftige Ziele setzt, dann heißt das noch lange nicht, dass du sie automatisch gerne verfolgst. Und nein, nur weil ich SMART formuliere, dass ich 7,5 kg (messbar + anspruchsvoll) in den 12 Wochen (realistisch) bis zu meinem nächsten Geburtstag (terminiert) durch 2x pro Woche joggen abnehmen (spezifisch) möchte, hilft mir das nicht, wenn es Winter ist und ich mich zum Joggen in der Kälte und Nässe nicht motivieren kann.</p>
<p>Wenn du dein Herz nicht mitnimmst, dann wird es sehr anstrengend und ist vermutlich schon zum Scheitern verurteilt. Noch schneller passiert es natürlich mit Zielen, die dir von anderen Personen vorgeschrieben werden. Ziele werden also nicht automatisch erreicht, nur weil sie SMART sind.</p>
<p>Doch bevor ich dir einen Weg mit größeren Erfolgschancen erläutere, schauen wir uns erst einmal an, was ein Ziel genau ist und worin sich einzelne Ziele unterscheiden. Anschließend beschreibe ich dir, wie du die für dich passenden Ziele herausfindest und so ausarbeitest, dass du sie auch erreichst. Das wird den Großteil der Zielarbeit darstellen. Die abschließende Umsetzung ist dann nur noch Formsache, ein paar Tipps gebe ich dir trotzdem mit auf den Weg.</p>
<h2>Die verschiedenen Zielformen unterscheiden</h2>
<h3>Das sind die Zielformen</h3>
<p>Ein Ziel muss aus eigener Kraft erreicht werden können, durch Einsatzbereitschaft und Energieeinsatz. Wer hingegen seine Ziele an andere richtet und das baldige Eintreten ohne eigenes Zutun herbeisehnt, spricht von Wünschen. </p>
<p>Dr. Harlich Stavemann unterschiedet zwei grundsätzliche Zielformen: qualitative Ziele und quantitative Ziele. Die qualitativen Ziele sind in der Art und Weise begründet, wie ein Mensch leben möchte. Darunter fallen moralische Ziele, wie die eigene Lebensphilosophie, Wertvorstellungen oder seine eigenen (religiösen) Glaubensregeln. Sie können auch die innere Haltung und den Umgang mit anderen Menschen beschreiben.</p>
<p>Im weiteren Verlauf soll es weniger um Verhaltensziele gehen, sondern um die quantitativen Ziele, den Handlungszielen. Sie beschreiben, was jemand wie intensiv oder häufig vor hat.</p>
<table style="height: 130px; width: 97.7337%; border-collapse: collapse; background-color: #8faadc; border-color: #ffffff;">
<tbody>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 20%; height: 26px;"><strong>Langfristziele</strong></td>
<td style="width: 499.765%; height: 26px;">Vorhaben, die wir auf lange Sicht, über viele Jahre hinweg erreichen möchten. Diese Ziele werden auch Endziele genannt.</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 20%; height: 26px;"><strong>Etappenziele</strong></td>
<td style="width: 499.765%; height: 26px;">Etappenziele unterteilen ein Langfristziel in Unterziele, indem sie zum Endziel führen. Ein Etappenziel kann ein Kurzfrist-, Zeitpunkt- oder Zeitraumziel sein.</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 20%; height: 26px;"><strong>Kurzfristziele</strong></td>
<td style="width: 499.765%; height: 26px;">Vorhaben und Handlungen, die heute umgesetzt werden können, wie Tagesziele oder spontane Vorhaben.</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 20%; height: 26px;"><strong>Zeitpunktziele</strong></td>
<td style="width: 499.765%; height: 26px;">Wenn das Ziel an einem bestimmten Punkt abgeschlossen sein wird, sprechen wir  von Zeitpunktzielen.</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 20%; height: 26px;"><strong>Zeitraumziele</strong></td>
<td style="width: 499.765%; height: 26px;">Zeitraumziele werden nie erreicht, sondern eine Zeit lang verfolgt.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Darum funktionieren SMARTe Ziele meistens nicht</h3>
<p>Diese Unterscheidung zeigt auf, warum die SMART-Formel für das obige Beispiel &#8222;abnehmen&#8220; nicht funktioniert. Durch die SMART-Formel machen wir aus einem Zeitraumziel, da über einen Zeitraum hinweg mehr Sport gemacht werden soll, ein Zeitpunktziel (am nächsten Geburtstag). Die SMART-Formel rückt das Ergebnis der Abnahme in den Fokus. Dies ist jedoch nur der Effekt, das Ziel ist das regelmäßige joggen und die gesündere Ernährung.</p>
<p>Und was passiert, wenn das Ziel erst eine Woche später erreicht wird? Genau: NICHTS! Anders wäre der Fall, wenn wir am 01.10. des Jahres einen Marathon laufen möchten. Dann findet die Zielerreichung auch genau an diesem Tag statt.</p>
<p>Ich sehe es eher negativ, künstliche Deadlines für Zeitraumziele zu setzen, nur weil eine Formel das so besagt. Schlimmstenfalls werden wir durch diesen Tag x zusätzlich gehemmt und scheitern noch schneller.</p>
<h3>Auf die Handlung innerhalb der Ziele kommt es an</h3>
<p>Halten wir fest: die Zielform und das gewünschte Ergebnis bestimmen, wie wir das Ziel formulieren. Kurzfristziele beschreiben die Handlung selbst, Zeitpunktziele können mit Hilfe der SMART-Formel beschrieben werden, sofern es einen wirklich konkreten Zeitpunkt für die Zielerreichung gibt. Zeitraumziele beschreiben wiederum ausschließlich die Handlungen, die innerhalb einer festgelegten Zeit idealerweise regelmäßig durchgeführt werden sollen. </p>
<p>Im Kontext des Selbstmanagements fokussieren wir uns nun im nächsten Abschnitt auf die Langfrist- und Etappenziele. </p>
<h2>So erreichst du deine Langfristziele</h2>
<p>Wenn es nicht auf die Zielformulierung ankommt, worauf dann?</p>
<p>Das Eingangszitat beschreibt es bereits: das Fundament. </p>
<p>Bevor du aktiv den ersten Handlungsschritt machen kannst, solltest du zunächst diverse Überlegungen und Vorarbeiten durchführen. Je sicherer du bist, dass es das richtige Ziel für dich zu diesem Zeitpunkt ist, umso einfacher wird dir die Umsetzung fallen. Wenn du anschließend die Etappenziele und Handlungsschritte planst, hast du schon einen Großteil der Vorarbeit geschafft. </p>
<h3>Schließe negative Konsequenzen und Zielprobleme aus</h3>
<h4>Kläre dein Warum für jedes deiner Ziele</h4>
<p>Es gibt viele Gründe, warum wir an Zielen scheitern. Als erstes gilt es das <strong>Warum</strong> zu klären. Das Warum hält dich bei der Stange und hilft dir, dich für dein Ziel zu motivieren.</p>
<ul>
<li>Kannst du das Ziel durch eigene Handlungen erreichen?</li>
<li>Was lohnt sich am Ziel?</li>
<li>Welche Motivation verfolgst du? </li>
<li>Was bedeutet es für dich, wenn du das Ziel erreicht hast?</li>
<li>Was wird sich dadurch in deinem Leben positiv verändern?</li>
<li>Was erfüllt sich durch die Zielerreichung für dich?</li>
</ul>
<h4>Ermittle mögliche negative Konsequenzen der Ziele</h4>
<p>So hast du dir schon vergegenwärtig, dass sich die Zielverfolgung für dich persönlich auch lohnt. Der nächste Schritt besteht darin, dich mit den möglichen <strong>negativen Konsequenzen</strong> auseinanderzusetzen.</p>
<ul>
<li>Entspricht das Ziel deinen Werten?</li>
<li>Steht das Ziel im Konflikt mit anderen Zielen?</li>
<li>Willst du persönlich das Ziel erreichen oder ist es das Ziel von jemand anderes?</li>
<li>Hast du ausreichend Zeit und Energie, um das Ziel zu verfolgen?</li>
<li>Gibt es Situationen in deinem Leben, in denen du das Ziel nicht willst?</li>
<li>Hat die Zielverfolgung negative Konsequenzen auf dein soziales Umfeld?</li>
<li>Entstehen für dich wirtschaftliche Konsequenzen?</li>
<li>Ist das Ziel für dich wirklich realistisch erreichbar?</li>
<li>Welche Nachteile kann der Weg für dich haben?</li>
</ul>
<h4>Ist es der richtige Zeitpunkt für DEIN Ziel?</h4>
<p>Mit diesen Fragen bekommst du einen Eindruck, welche negativen Konsequenzen die Zielverfolgung für dich haben kann. Wenn dir jetzt klar wird, dass du nicht bereit bist, den Preis zu zahlen, hast du nun zumindest eine Erkenntnis gewonnen. Kannst du die Konsequenzen alle akzeptieren oder ist ein anderer Zeitpunkt besser? Ich möchte dir an dieser Stelle nicht die Aufschieberitis schmackhaft machen. Das klassische &#8222;Wenn ich in Rente bin, dann mache ich die Weltreise&#8220; zählt nicht. Gibt es einen wirklichen Grund, der den ersten Schritt verhindert? Sind es unwiderlegbare Gründe oder lose Begründungen? </p>
<p>Doch sollte die Antwort ein &#8222;nein, jetzt noch nicht&#8220; sein, dann gilt es nun die ersten kleineren Handlungsziele aufzustellen. Nur weil jetzt noch irgendetwas fehlt, ist es kein Grund alles zu verwerfen.  Dann ist die Vorarbeit zur Startlinie dein erstes Etappenziel. Welche Ressourcen (Zeit, Geld, Fähigkeiten) benötigst du? Wie kannst du die fehlenden Ressourcen bekommen? Willst du das Ziel jetzt oder zu einem anderen Zeitpunkt weiterverfolgen, kannst du nun zum nächsten Schritt übergehen &#8211; deine Erfolgsstory.</p>
<h2>Formuliere deine Ziel-Erfolgsstory schon vorher</h2>
<p>Je konkreter du dir den Weg zum Ziel ausmalst, umso größer die Erfolgswahrscheinlichkeit. Hast du dir schon einmal vor einem Gespräch oder einem wichtigen Ereignis überlegt, wie es wohl sein wird? Das verstehen wir unter Visionierung. Doch möchte ich dir hier eine ganz bestimmte Form der Visionierung mitgeben: Die Heldenreise.</p>
<h3>Der Aufbau der Heldenreise</h3>
<p>In der Heldenreise geht es um einen Prozess, in welchem der Protagonist eine Entwicklung aus der Komfortzone heraus zu einem Helden durchlebt. Joseph Campbell beschreibt diese Heldenreise anhand 9 Stadien des Protagonisten:</p>
<h4>Schritt 1: Status quo</h4>
<p>Der Protagonist befindet sich in seiner gewohnten Welt. Er kennt sie in- und auswendig, die Handlungen sind vorhersehbar, strahlen Sicherheit aus und folgen einer gewohnten Routine. Er hat es sich also in seiner Komfortzone kuschelig eingerichtet.</p>
<p>Doch es gibt innerhalb der Komfortzone diese kleinen unbefriedigten Bedürfnisse. Träume, Unzufriedenheit, Mangel &#8211; es gibt Dinge, die besser sein könnten. Denn Unzufriedenheit ist immer der erste Schritt zum Erfolg! Sie sind noch leise, aber melden sich ab und zu. </p>
<h4>Schritt 2: Ruf zum Abenteuer</h4>
<p>Mit der Zeit werden die Rufe häufiger und lauter. Dem Protagonisten wird klar, dass er &#8222;irgendwann&#8220; seine Komfortzone verlassen muss. Er realisiert, dass die Rufe nicht mehr abklingen werden. Es entstehen konkrete Sehnsüchte und vage Pläne. </p>
<h4>Schritt 3: Verweigerung des Rufs</h4>
<p>Der Protagonist spürt den Ruf, doch er traut sich (noch) nicht. Er verwendet diverse Ausreden und Entschuldigungen warum es jetzt nicht geht. Und er persönlich kann das sowieso nicht. Das bevorstehende Abenteuer hält viele Herausforderungen bereit, die viel Energie kosten und sein ganzes Leben auf den Kopf stellen können. Das ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Die Unsicherheit führt dazu, dass er in eine Schockstarre verfällt und seine liebgewonnene Komfortzone nicht verlassen möchte.</p>
<h4>Schritt 4: Begegnung mit dem Mentor</h4>
<p>Der Mentor ist jemand, der in einem bestimmten Bereich bereits Erfahrungen gesammelt hat und mehr weiß als der Protagonist. Der Mentor ist ein Wissensträger, dem der Protagonist Fragen stellen kann. Dessen Informationen sind vom größten Wert für die Entwicklung des Protagonisten und führen dazu, dass er sich auf seine Berufung fokussieren kann und nicht mehr auf die Angst. Doch ist der Mentor auch derjenige, der dem Protagonisten eventuell einen kleinen Schubser in die richtige Richtung gibt. </p>
<h4>Schritt 5: Überschreiten der ersten Schwelle</h4>
<p>Dann kommt schließlich der Moment, in dem der Protagonist etwas tut, was ihn nicht mehr umkehren lässt. Die Gedanken der Veränderungen, die möglichen Konzepte sind nun real geworden. Die Reise hat begonnen, der erste aktive Schritt ist gegangen.</p>
<h4>Schritt 6: Bewährungsproben, Verbündete und Feinde</h4>
<p>Zu Beginn der Reise lernt der Protagonist Verbündete kennen. Menschen, die einen Teil des Weges mit ihm gehen, ihm helfen, Tipps geben oder ihm Regeln und Orte für seine Reise erklären.</p>
<p>Er trifft auch auf Feinde, die sich durch seine Reise bedroht fühlen, weil er deren Platz einnehmen möchte, sie sich mit der Veränderung nicht arrangieren können oder sein Ausbruch negative Konsequenzen für sie hat. Es kommt zu Konfrontationen, in denen der Protagonist gezwungen ist zu kämpfen und zu sagen was er denkt.</p>
<p>Er durchschaut seine Widersacher immer mehr und versteht seine inneren Feinde: Passivität, Unfähigkeit, Gutgläubigkeit.</p>
<h4>Schritt 7: Entscheidungskampf</h4>
<p>So schlägt er sich immer weiter bis zum großen Showdown durch. Der Moment, vor dem der Protagonist die größte Angst hat. Hier wird er sich am meisten verändern. Die große Belohnung erfordert einen hohen Einsatz und Schmerz.</p>
<h4>Schritt 8: Belohnung</h4>
<p>Der Protagonist stirbt und wird als Held wiedergeboren, dessen Gewinn erzeugt Freude, Jubel, Dankbarkeit und Glück. Dieser Held fühlt sich unbesiegbar und möchte sich am liebsten voller Ekstase direkt in das nächste Abenteuer stürzen. Doch es beginnt zunächst die Reise zu sich selbst. Der Blick zurück zeigt ihm, was er alles schaffen kann. Er hat Selbstvertrauen gewonnen und denkt über die nächsten Abenteuer nach.</p>
<h4>Schritt 9: Rückkehr und Verwandlung</h4>
<p>Der Held kehrt zu seinem Ursprung zurück. Auf der Reise wurden viele Veränderungen angestoßen, sodass er nun reifer und weiser auftritt. Er spürt eine tiefe Verbundenheit mit sich selbst und integriert das Erlernte in seinen Alltag &#8211; sein Leben ist ab sofort besser als es jemals war.</p>
<h3>Die Heldenreise am Beispiel von &#8222;Der Hobbit&#8220;</h3>
<p>Um die Heldenreise an einem Praxisbeispiel zu verdeutlichen, möchte ich die Heldenreise von Bilbo Beutlin aus &#8222;Der Hobbit&#8220; aufgreifen, natürlich in sehr komprimierter Form.</p>
<p>Bilbo lebt glücklich und zufrieden im Auenland und scheut jegliche Veränderung. Die Mahlzeiten und seine Pfeife sind alles was er benötigt (1). Plötzlich erscheinen 13 Zwerge und Gandalf der Zauberer vor seiner Tür. Sie bitten ihn auf ein Abenteuer mitzukommen, um einen Schatz vom Drachen Smaug zu stehlen (2). Doch Hobbits meiden Abenteuer und er bleibt aus Angst allein in seinem Haus zurück (3).</p>
<p>Er rekapituliert die Worte Gandalfs (4) und entschließt sich doch, den Zwergen und Gandalf zu folgen (5). Einige Zwerge geraten in die Hände von Trollen, woraufhin Bilbo seinem ersten Kampf gegenübersteht. In Gewisser weise wird auch das dort gefundene Schwert ein Verbündeter von Bilbo (6).</p>
<p>Auf der weiteren Reise erscheinen viele Verbündete und Feinde, bis die Gefährten schließlich in der Höhle ankommen und Bilbo alleine losgeschickt wird, den Schatz unter dem Drachen Smaug zu stehlen. Das Aufwachen und der Tod Smaugs führen schließlich zur großen Schlacht (7).</p>
<p>Bepackt mit einem Schatz, dem Ring und vielen Erfahrungen kehrt Bilbo zurück ins Auenland (8). Dort versucht Bilbo wieder das ruhige Leben zu genießen und sein Buch zu schreiben (9).</p>
<h3>So formulierst du deine Ziel-Heldenreise</h3>
<p>Kleine Frage vorab: Was macht es mit dir, das zu lesen?</p>
<p>Du hast Recht! Als du dich näher mit dem Ziel, deinem Warum und den negativen Konsequenzen befasst hast, bist du schon die ersten vier Schritte der Heldenreise gegangen. Du hast deinen Ruf lauter werden lassen und bist deiner Schockstarre aus dem Weg gegangen, indem du dich bereits mit der Unsicherheit auseinandergesetzt hast. Du warst dein eigener Mentor. Sehr gut! Du kannst natürlich auch meinen Text oder mich als Mentor betrachten. Auf jeden Fall stehst du bereits an der ersten Schwelle, wir bleiben aber noch etwas auf der Stufe 4.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="718" height="480" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/03/Krieger.jpg?resize=718%2C480&#038;ssl=1" alt="Der Krieger im Sonnenuntergang" class="wp-image-444" srcset="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/03/Krieger.jpg?w=718&amp;ssl=1 718w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/03/Krieger.jpg?resize=300%2C201&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/03/Krieger.jpg?resize=90%2C60&amp;ssl=1 90w" sizes="auto, (max-width: 718px) 100vw, 718px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/mohamed_hassan-5229782/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3696073">mohamed Hassan</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3696073">Pixabay</a>: Krieger</figcaption></figure>



<p>Wir werden jetzt gemeinsam mit kleinen Fragen deine Heldenreise ausarbeiten. Du kannst sie auch gerne als Geschichte schreiben. Wichtig ist, dass du sowohl das Ziel, als auch die konkreten Antworten niederschreibst. Sie werden dir später noch von großem Nutzen sein.</p>
<table style="height: 155px; width: 100%; border-collapse: collapse; border-color: #000000;">
<tbody>
<tr style="height: 25px;">
<td style="width: 29.6428%; height: 25px;">4: Begegnung mit dem Mentor</td>
<td style="width: 70.3572%; height: 25px;">
<p>Konkretisierung des Ziels:</p>
<ul>
<li>Beschreibe die Ausgangssituation: Wo befindest du dich aktuell?</li>
<li>Nenne 5 Vorteile des Ist-Zustandes: Was ist das Beste, wenn alles so bleibt wie es ist?</li>
<li>Kriterien aufstellen: Woran wirst du erkennen, dass du dein Ziel erreicht hast?</li>
<li>Verbündete suchen: Wer kann dich auf deiner Reise unterstützen?</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 29.6428%; height: 26px;">5: Überschreiten der ersten Schwelle</td>
<td style="width: 70.3572%; height: 26px;">
<p>Die ersten Kurzfristziele aufstellen:</p>
<ul>
<li>Was ist der erste kleine Schritt, den du machen kannst?</li>
<li>Was genau machst du bei diesem Schritt?</li>
<li>Wie wirst du dich dabei fühlen?&nbsp;</li>
<li>Was denkst du darüber?</li>
<li>Wie machst du weiter?</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 29.6428%; height: 26px;">6: Bewährungsproben, Verbündete und Feinde</td>
<td style="width: 70.3572%; height: 26px;">
<p>Hindernisse präzisieren:</p>
<ul>
<li>Kann es Hindernisse geben?</li>
<li>Wie wirst du dich verhalten, wenn sie auftauchen?</li>
<li>Was wirst du tun, damit dich das Hindernis nicht stoppt?</li>
<li>Wie kannst du dir selber helfen?</li>
<li>Kann dir jemand anderes helfen?</li>
<li>Wie wirst du sicherstellen, dass du nicht vorher aufhörst?</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 29.6428%; height: 26px;">7: Entscheidungskampf</td>
<td style="width: 70.3572%; height: 26px;">
<p>Kenne deinen Endgegner:</p>
<ul>
<li>Was wird die größte Herausforderung?</li>
<li>Wovor hast du am meisten Angst?</li>
<li>Wie wird es sich anfühlen, wenn du dort angekommen bist?</li>
<li>Was hast du bis dahin bereits geschafft?</li>
<li>Was wirst du tun, damit dich das Hindernis nicht stoppt?</li>
<li>Wie kannst du dir selber helfen?</li>
<li>Kann dir jemand anderes helfen?</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 29.6428%; height: 26px;">8: Belohnung</td>
<td style="width: 70.3572%; height: 26px;">
<p>Erfolge feiern:</p>
<ul>
<li>Wie wirst du dich fühlen, wenn du gewonnen hast?</li>
<li>Womit wirst du dich belohnen, wenn du es geschafft hast?</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr style="height: 26px;">
<td style="width: 29.6428%; height: 26px;">9: Rückkehr und Verwandlung</td>
<td style="width: 70.3572%; height: 26px;">
<p>Das Leben danach:</p>
<ul>
<li>Wie wird dein Alltag danach aussehen?</li>
<li>Was wirst du mit den Erfahrungen anfangen?</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Die notwendigen Aktionsschritte zur Zielerreichung definieren</h3>
<h4>Planung vs. Flexibilität</h4>
<p>Ich bin kein Freund davon, einen detaillierten Plan auszuarbeiten. Das heißt, ich verzichte an dieser Stelle darauf, mir einen festen Zeitplan zu erarbeiten und haarklein festzuhalten, was wann in welcher Reihenfolge getan werden muss. Wenn es dir Sicherheit gibt, kannst du es gerne machen. Der Weg ist für mich das Ziel. Für mich sind Ziele dazu da, in Handlung zu kommen und eine grobe Richtung zu haben. Das verringert zumindest die Unsicherheit und erleichtert dir die ersten Schritte.</p>
<p>Sei dir sicher, es wird ganz bestimmt noch weitere Hindernisse geben. Ob sich dein Plan verzögert, weitere Handlungsschritte dazwischengeschoben oder vorgezogen werden müssen oder einfach der Alltag dazwischen kommt. Das kannst du alles nicht planen .Daher hilft es, sich ein Maß an Flexibilität zu bewahren.&nbsp;</p>
<h4>Erstelle eine Aufgabenliste</h4>
<p>In Form eines Brainstormings kannst du dir nun eine Liste an Aufgaben erarbeiten, die du zur Zielerreichung abarbeiten musst. Die oben definierten Hindernisse und Lösungen kannst du ebenfalls mit in die Aufgabenliste aufnehmen, sollten konkrete Handlungen daraus abgeleitet werden können.&nbsp;</p>
<p>Arbeite die zeitlich zuerst zu erledigenden Aufgaben schon etwas detaillierter aus. Alle&nbsp;restlichen Aufgaben konkretisierst du, wenn sie an der Reihe sind. Du erledigst eine Aufgabe und suchst dir die nächste Aufgabe heraus. Habe jedoch immer auch die anderen Aufgaben im Blick. Sind sie noch notwendig? Sollte stattdessen lieber ein alternativer Lösungsweg genommen werden? Fehlen noch Aufgaben? Lass die Aufgabenliste leben, behalte du jedoch stets die Kontrolle und lass dich nicht von künstlichen Deadlines unter Druck setzen. Niemand verbietet dir die Anpassung deines eigenen Drehbuches!</p>
<h2>Mit diesen Umsetzungstipps leichter Ziele erreichen</h2>
<p>Jetzt bist du schon weit gekommen. Du kannst jetzt anfangen. Da du dich nun so intensiv mit dem Vorhaben befasst hast, kannst du es kaum erwarten loszulegen. Nutze dieses Gefühl und fange an!</p>
<p>Für die Umsetzung gibt es zum Schluss noch 10 Tipps:</p>
<h3>Führe Ideenlisten</h3>
<p>Ich habe immer eine Liste von Reisezielen, Karrierezielen und diversen persönlichen Zielen. Diese sind allerdings lediglich im Ideen-Status. Erst wenn der Ruf zu einem dieser Ziele lauter wird, steige ich in die konkrete Ausarbeitung ein.</p>
<h3>Ziele kommunizieren</h3>
<p>Erzähle deinem Umfeld von deinen Zielen. Hier kannst du mehrfach von profitieren. Vielleicht haben Menschen in deinem Umfeld wertvolle Tipps für dich? Vielleicht wollen sie dich unterstützen? John Strelecky hat diese Menschen &#8222;Reisebegleiter&#8220; genannt. Na das passt doch zu deiner Heldenreise.</p>
<p>Allerdings wirst du auch auf Menschen stoßen, die dir das nicht zutrauen. Mach dir bewusst, dass diese Menschen ihre eigenen persönlichen Grenzen so eng um ihre kleine Komfortzone gebaut haben, dass sie niemanden Erfolg zutrauen, weil sie selbst Meilenweit davon entfernt sind. Wachse an diesen Menschen, indem du das Gesagte nicht auf dich beziehst. Sie haben vor langer Zeit nein zu sich selbst gesagt und projizieren das auf dich. Diese Worte haben nichts mit dir zu tun.</p>
<p>Und ja, es werden solche Menschen mit der Zeit nicht mehr zu deinem Umfeld gehören. Mit wem möchtest du dich eher umgeben? Jemand der dich unterstützt, der sagt: &#8222;Wow, finde ich klasse was du vorhast. Erzähl mir davon. Ich habe etwas ähnliches auch schon gemacht&#8220;. Oder mit jemanden, der sagt: &#8222;Das willst du machen? Klappt doch nie. Das machen schon genügend andere. Warum also du? Sonst würde es ja jeder machen&#8220;. Die Grenzen und Glaubenssätze anderer sind nicht deine. Lächle, mach dein Ding, lass dich nicht aufhalten. Irgendwann kannst du ihnen die kühnste Form der Rache präsentieren: Zeig ihnen, dass sie falsch lagen.</p>
<h3>Vorbilder suchen</h3>
<p>Hier kannst du reale Persönlichkeiten zum Vorbild nehmen oder fiktive. Wenn dir etwas nicht gelingt, dann frage dich &#8222;Was würde xy in der Situation machen?&#8220; Egal ob Bill Gates, Michael Jordan, Pipi Langstrumpf, Superman oder Nelson Mandela. Sie würden eine Lösung finden. Versetz dich in deren Köpfe. Sie würden nicht aufgeben!</p>
<h3>Lerne dich kennen</h3>
<p>Versuche dich stetig besser kennen zu lernen und an dir zu arbeiten. Hast du immer gut reagiert? Was kannst du in Zukunft besser machen? Durch Selbstreflexion kannst du dich für die Zukunft besser aufstellen. Sei dabei zwar kritisch, aber be- und verurteile dich dabei nicht.</p>
<h3>Ziele schriftlich festhalten</h3>
<p>Es hat immer etwas verbindliches, wenn du dir ein Blatt Papier oder Notizbuch nimmst und dein Ziel schriftlich formulierst. Sieh es als Vertrag mit dir selbst.&nbsp;</p>
<h3>Handlungsschritte rückwärts planen</h3>
<p>Wenn du dein Ziel betrachtest, gibt es Etappenziele, die du dafür erledigen musst. Schaue dir anschließend diese Etappenziele an, um abzuleiten was du dafür erledigen musst. So kannst du das Ziel hierarchisch von oben nach unten verfeinern.</p>
<h3>Dranbleiben</h3>
<p>Lass dich nicht von Fehlern aus der Bahn werfen. Du wusstest vorher, dass nicht alles perfekt laufen wird. Wenn etwas schief geht, dann hast du etwas gelernt. Fehler sind besondere Lernprozesse, keine Hindernisse. Und im Notfall liest du dir deine Heldenreise durch, das wird dich wieder motivieren.</p>
<p>Thomas Edison sagte bei der Erfindung der Glühbirne, dass er nicht 10.000 gescheitert ist. Er hat lediglich 10.000 Varianten entdeckt, die nicht funktionieren.</p>
<p>Verstecke dich auch nicht hinter der Geschäftigkeit des Alltages. Wenn du ein Ziel festgelegt hast, dann räume diesem Ziel ausreichend Zeit ein. Vereinbare einen regelmäßigen Termin mit dir und deinem Ziel.</p>
<h3>Verschließe die Augen nicht vor Hindernissen</h3>
<p>Wenn dir etwas auffällt, was nicht so läuft wie es sein sollte, dann handle zeitnah. Je länger du wartest, desto größer wird das Problem.&nbsp;</p>
<h3>Lösungswege abwägen</h3>
<p>Es gibt immer mehrere Wege zum Ziel. Möchtest du einen eigenen Weg ausarbeiten oder lieber den Weg eines anderen kopieren, der das Ziel bereits geschafft hat?</p>
<p>Suche nicht nach Abkürzungen! Es geht bei einer Reise nicht darum, zu einem Ziel gebeamt zu werden. Denn die Autofahrt kann schon neue Erfahrungen und Eindrücke mit sich bringen. Du lernst mehr, wenn du die Abkürzungen weg lässt. Denn am Ende geht es bei <span style="font-size: 14pt;"><strong><span style="color: #3464b2;">G</span>rowth<span style="color: #3464b2;">V</span>ibe</strong></span> nur darum: Wachse an und mit deinen Aufgaben! Der Erfolg liegt in der Handlung, nicht im Ergebnis.</p>
<p>Was hat dir als Kind beim Bau deiner Sandburg am meisten gefallen? Die fertige Burg deinen Eltern zu zeigen oder das bauen selbst? Du wirst dich an die Schritte und überwundenen Hürden erinnern, nicht an die eine Minute beim Zieleinlauf.&nbsp;</p>
<h3>Tagebucheintrag in der Zukunft</h3>
<p>Ein Teil der Visualisierung kann es sein, einen Tagebucheintrag der Zukunft zu schreiben. Nimm dir einen Tag, der nach der Zielerreichung liegt liegt. Tu so, als wäre dieser Tag heute. Wie fühlst du dich? Was machst du heute? Wie geht es deinem Umfeld?</p>
<h2>Du schaffst es!</h2>



<p>Zum Schluss möchte ich dir noch mitgeben, dass du deine Ziele ganz bestimmt erreichen wirst. Du kannst viel mehr als du dir selbst zutraust. Ich glaube an dich, also mach du es auch.</p>
<p>Ich habe dir eine etwas andere Methode mit der Heldenreise an die Hand gegeben. So kannst du Emotionen mit dem Ziel verbinden und erschaffst eine größere Widerstandsfähigkeit. Letztendlich entscheidet nicht die Art der Zielformulierung, ob du das Ziel erreichst. Sondern wie sehr du es wirklich willst und wie gut du es geschafft hast, dich mit deiner eigenen Angst und Unsicherheit auseinander zu setzen.</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="240" height="66" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Unterschrift-neu-e1645277377866.png?resize=240%2C66&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-346"/></figure>



<p>In diesem Sinne: Bleib niemals wie du heute bist!</p>



<p>Welche Erfahrungen hast du mit Zielen gemacht? Was sind deine Tricks? Teile mir das doch gerne über die Kommentare oder einer persönlichen Nachricht mit. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/darum-scheitern-ziele/">Darum scheitern Ziele: Die etwas andere Ansicht über Zielvorhaben</a> erschien zuerst auf <a href="https://growthvibe.de">growthvibe.de</a>.</p>
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		<title>Motivation: Verstehe zuerst deinen inneren Antrieb</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kevin Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Feb 2022 21:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensziele]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstreflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 9</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist das der Glaube an die eigene Kraft. Marie von Ebner-Eschbach Prolog: Die Relevanz von Motivation Weisst du, warum du manchmal Höchstleistungen ablieferst und warum es manchmal einfach nicht gelingen will? Wir kennen alle das Gefühl, dass es manchmal Aufgaben oder Situationen gibt, da brennen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 9</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist das der Glaube an die eigene Kraft.</p><cite>Marie von Ebner-Eschbach</cite></blockquote>



<h2>Prolog: Die Relevanz von Motivation</h2>



<p>Weisst du, warum du manchmal Höchstleistungen ablieferst und warum es manchmal einfach nicht gelingen will?</p>



<p>Wir kennen alle das Gefühl, dass es manchmal Aufgaben oder Situationen gibt, da brennen wir für. Wir arbeiten stundenlang konzentriert daran und blenden alles um uns herum aus, vergessen sogar einen Schluck zu trinken. Und wenn wir ehrlich sind, nach Arbeit fühlt sich das nicht an.</p>



<p>Dann gibt es wiederum Momente und Aufgaben, da will uns gar nichts gelingen, die Konzentration wandert ständig in Richtung Facebook, den Mails, den Arbeitskollegen, Instagram oder wir lenken uns mit eher weniger anspruchsvollen Aufgaben ab. Doch warum will sich kein produktiver Arbeitsfluss einstellen?</p>



<p>In diesem Rätsel möchte ich heute etwas Licht bringen: Wir gehen der Motivation auf den Grund!</p>



<p>Zunächst werde ich dir anhand einer selbst kreierten Darstellung erläutern, was Motivation überhaupt ist und wo sie her kommt. Anschließend werden wir die eng damit verbundenen Aspekte etwas genauer betrachten &#8211; die Lebensziele, Werte und Stärken. Danach werde ich dir die beiden wohl bekanntesten Motivationstheorien beschreiben: die Maslowsche Bedürfnispyramide und die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg. Mit dem ganzen Wissen zeige ich dir ein paar Tipps, wie du dich selbst motivieren kannst. Auch hier gibt es zum Schluss wieder einen kleinen Ausblick auf das was euch zu diesem Thema in der kommenden Zeit noch erwartet. </p>



<h2>Was ist Motivation?</h2>



<h3>Die Definition von Motivation</h3>



<p>Mit Motivation wird der innere Antrieb von Menschen beschrieben, zielgerichtet und zielstrebig einer Tätigkeit nachzugehen. Dabei wird eine hohe Wirksamkeit angestrebt, durch die die Tätigkeit so lange aufrecht gehalten wird, bis das Ziel erreicht ist.</p>



<p>Motivierte Menschen setzen die eigene Wahrnehmung, Gedanken, Emotionen und Fertigkeiten in koordinierter Weise ein, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Die optimistische Wirksamkeitserwartung geht so weit, dass unwichtige Ablenkungen ausgeblendet werden und die Aufmerksamkeit ausschließlich auf das Ergebnis kanalisiert wird.</p>



<h3>Das Motivations-Modell</h3>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-4 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>In der Motivationspsychologie werden personenbezogene von situationsbezogenen Einflüssen unterschieden, welche der Motivation zu Grunde liegen und eine Voraussetzung für diesen Motor darstellen.</p>
<p>Zu den personenbezogenen Einflüssen werden universelle Verhaltenstendenzen und Bedürfnisse gezählt. Eine Verhaltenstendenz ist beispielsweise das Streben nach Wirksamkeit, zu den Bedürfnissen kommen wir später noch (Stichwort: Maslow).</p>
<p>Darüber hinaus werden persönliche implizite Motive von expliziten Motiven unterschieden. Die impliziten Motive sind das was uns alle voneinander unterscheidet &#8211; körperliche Eigenschaften, Fähigkeiten, Persönlichkeit, Entwicklung, Verhaltensstile. Darin ist dein ganz persönliches Warum verankert!</p>
<p>Die expliziten Motive werden von Zielsetzungen zusammengefasst, die in sozialer Bindung, Leistung oder Macht begründet sind. Von dir selbst, von anderen oder Gruppen angestoßen, geben sie der Handlung eine Richtung und einen Anlass, um die vorhandenen Ressourcen zu bündeln.</p>
<p>Situationsbezogene Faktoren sind die Gelegenheiten oder der Anreiz. Also der zeitliche Anstoß für die Tätigkeit.</p>
</div>



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<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motive.jpg?resize=429%2C793&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-329" width="429" height="793" srcset="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motive.jpg?resize=554%2C1024&amp;ssl=1 554w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motive.jpg?resize=162%2C300&amp;ssl=1 162w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motive.jpg?resize=768%2C1420&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motive.jpg?resize=32%2C60&amp;ssl=1 32w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motive.jpg?w=782&amp;ssl=1 782w" sizes="auto, (max-width: 429px) 100vw, 429px" /><figcaption>eigene Darstellung: Motivations-Modell</figcaption></figure>
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<p>Wenn du implizit hochmotiviert bist, dann braucht es schließlich auch die Gelegenheit, um deine Motivation auszuleben. Wenn personenbezogene und situationsbezogene Motive aufeinandertreffen, beginnst du zu handeln. Je höher deine Erwartung an das Ergebnis sind, desto höher auch der Tatendrang. Wenn du das Ergebnis schließlich erreicht hast, hattest du Erfolg &#8211; es erfolgt daraus die Zielerreichung, sowie ggf. eine positive Selbst- oder Fremdbewertung oder ein materieller Vorteil.</p>



<h2>Deine Lebensziele herausfinden &#8211; wofür brennst du?</h2>



<p>Der erste Schritt in Richtung Selbstmanagement ist es, deine eigene Grundausrichtung zu erörtern. Bevor eine Veränderung umgesetzt werden kann, sollten zunächst deine eigenen Rahmenbedingungen festgelegt werden &#8211; deinen Lebenszielen. Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist schwer zu beantworten. Gibt es überhaupt einen Sinn? Auf die Frage werden wir in einem späteren Artikel zu sprechen kommen. Es geht vielmehr darum, für dich selbst zu klären, warum der bisherige Lebensweg eingeschlagen wurde und was du als wichtig empfindest. In Anlehnung an den Artikel zur <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/ohne-selbstreflexion-wirst-du-nicht-wachsen/">Selbstreflexion</a> kannst du dir auch an dieser Stelle mit Fragen helfen:</p>
<ol style="list-style-type: upper-roman;">
<li>Was ist dir im Leben wirklich wichtig?</li>
<li>Was kannst du gut oder machst du gerne?</li>
<li>Wer willst du in Zukunft sein?</li>
<li>Warum machst du das, was du gerade machst?</li>
<li>Wofür ist es gut, was du gerade machst?</li>
</ol>
<p>Die Fragen sollen dazu anregen, über den Status quo nachzudenken, den bisherigen Lebensweg zu hinterfragen und Verständnis dafür aufzubauen. Sie können auch helfen, Fehlentwicklungen zu erkennen und auszugleichen. Doch in erster Linie kannst du damit eine erste Indikation deines Warums ableiten.</p>



<h2>Was macht dich aus?</h2>



<p>Nun wenden wir uns etwas näher deinen impliziten Motiven zu. Nochmal zur Wiederholung, wir sprechen hier von deinen körperlichen Eigenschaften, Fähigkeiten, Persönlichkeit, Entwicklung und dem Verhaltensstil. Die körperlichen Eigenschaften, deine Entwicklung und den Verhaltensstil sparen wir uns an dieser Stelle, da sie selbsterklärend sind. Mir geht es zunächst um deine Persönlichkeit und Fähigkeiten.</p>



<h3>Wie findest du deine Persönlichkeit heraus?</h3>



<p>Hierzu kann ich dir als ersten Anhaltspunkt Persönlichkeitstests empfehlen. Diese möchte ich an dieser Stelle nur kurz anreißen, dazu gibt es später mehr. So gibt es das DISG-Modell (Dominant, Initiativ, Stetig, Gewissenhaft), mit dem du deine Verhaltenstendenzen herausfinden kannst. </p>



<p>Wer es etwas feiner haben möchte, kann sich mit dem sogenannten Myers-Briggs-Typenindikator (MBTI) befassen. Hier werden aus den Kategorien Motivation, Aufmerksamkeit, Entscheidung, Lebensstil jeweils zwei gegensätzliche Ausprägungen abgewogen. Insgesamt ergeben sich daraus 16 verschiedene Kombinationen, zu denen es jeweils spezifische Erläuterungen und Handlungsempfehlungen gibt.</p>



<h3>Werte beeinflussen deine Persönlichkeit!</h3>



<p>Neben deinen Persönlichkeitseigenschaften trägst du noch Werte in dir, die aus deiner Sicht eine erstrebenswerte Eigenschaft oder Verhaltensweise darstellen. Wir sprechen an dieser Stelle also von charakterlichen Eigenschaften, die du selbst für wichtig erachtest und demnach auch selbst leben möchtest. Werte sind beispielsweise Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Harmonie, Kreativität, Macht, Abenteuer, Sicherheit, Spaß . . . </p>



<p>Nehmen wir den Wert Ehrlichkeit. Angenommen, dir ist Ehrlichkeit sehr wichtig und im Privaten lebst du diesen auch. Im Job allerdings entstehen ständig Konflikte wenn du Sachverhalte offen ansprichst. Dazu wird auch noch von dir verlangt, dem Kunden &#8222;kleine Lügen&#8220; aufzutischen, weil dieser ansonsten viele Gründe zur Beunruhigung hätte. Was denkst du, wie motiviert wärst du in einem solchen Arbeitsumfeld? Es geht bei den Werten also darum, sie auch im beruflichen Umfeld leben zu können, da ansonsten die Unzufriedenheit weiter ansteigt.</p>



<h3>Welche Fähigkeiten zeichnen dich aus?</h3>



<p>Es gibt sicherlich Dinge die dir ganz einfach von der Hand gehen. Wofür beneiden dich andere? Du hast doch auch schon den Satz gehört &#8222;Wow, wie einfach das bei dir aussieht, ich könnte das nicht!&#8220;. Manchmal liegen die eigenen Stärken auf der Hand, doch die besonderen Fähigkeiten sind für uns so selbstverständlich, dass wir sie gar nicht wahrnehmen. </p>



<p>Mir wird nachgesagt, ich könne komplexe Sachverhalte sehr gut aufnehmen und anderen simpel erklären. Ich selbst nehme das gar nicht wahr, sondern höre mir einfach etwas an und rede dann einfach. Hast du schon ähnliche Dinge über dich gehört? </p>



<p>Fokussiere dich auf deine Stärken und setze diese bestmöglich ein, denn dadurch kannst du dein Wohlbefinden und Glücksgefühl steigern. Dann fällt dir deine Arbeit leichter und du erzielst schneller Erfolge. Es geht hier explizit nicht darum, was du gerne machst, sondern was du gut kannst. Ich spiele beispielsweise gerne Fußball, habe es jedoch nie über die Kreisliga hinausgeschafft. Daher ist das ganz bestimmt keine meiner Stärken, dennoch ein Hobby (gewesen).</p>



<h2>Zwei Modelle zur Erklärung der universellen Bedürfnisse</h2>
<p>Jetzt bist du dir selbst schon ein ganzes Stück näher gekommen. Du hast gelernt, was es braucht, um motiviert zu sein. Durch den Exkurs zu deinen Lebenszielen, deiner Persönlichkeit und Stärken, kannst du vielleicht etwas besser einordnen, warum du bei manchen Tätigkeiten motivierter bist, als bei anderen. Um das Ganze noch griffiger zu machen, stelle ich dir nun zwei Modelle vor, die dir zum einen diese universellen Bedürfnisse des Menschen näher bringen und zum anderen das Herzberg-Modell, mit welchem du Faktoren der Unzufriedenheit und Zufriedenheit einordnen kannst. Auch wenn sie aus den 1950er Jahren sind, sind sie heute noch anwendbar.</p>
<h3>Wonach wir Menschen streben &#8211; Die Bedürfnispyramide nach Maslow</h3>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motivation-Maslow.jpg?resize=712%2C519&#038;ssl=1" alt="Bedürfnispyramide nach Maslow" class="wp-image-331" width="712" height="519" srcset="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motivation-Maslow.jpg?w=814&amp;ssl=1 814w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motivation-Maslow.jpg?resize=300%2C219&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motivation-Maslow.jpg?resize=768%2C560&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motivation-Maslow.jpg?resize=82%2C60&amp;ssl=1 82w" sizes="auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px" /><figcaption>Bedürfnispyramide nach Maslow</figcaption></figure>



<h4>Kernaussage der Bedürfnispyramide</h4>



<p>Die Bedürfnispyramide nach Maslow zeigt auf, wie die Bedürfnisse des Menschen einzuordnen sind. Die Bedürfnisse der aktuellen Ebene müssen erst befriedigt sein, bevor die darüberliegende Ebene handlungsrelevant wird. Das heißt gleichzeitig, dass alle Bedürfnisse der darunterliegenden Ebenen bereits ausreichend befriedigt sind. Menschen befassen sich demnach erst mit sozialen Bedürfnissen, wenn sowohl die physischen als auch die Sicherheitsbedürfnisse befriedigt sind. Erst wenn diese sozialen Bedürfnisse in ausreichendem Maße gedeckt sind, streben Menschen nach Selbstachtung und Anerkennung auf der nächsten Ebene. </p>



<h4>Die einzelnen Ebenen der Bedürfnispyramide</h4>



<p>Die physischen Bedürfnisse bestehen aus den existenziellen Grundbedürfnissen wie Nahrung, Kleidung oder einer Unterkunft, ohne die ein Mensch nicht dauerhaft existieren kann. Auf der nächsten Ebene wird das Erreichte abgesichert, der Status bewahrt und sich vor negativen Überraschungen geschützt. </p>



<p>Auf den beiden unteren Ebenen wurde das eigene Verhalten noch durch Isolation bestimmt, anschließend kommen soziale Aktivitäten hinzu. Jetzt wird die Angst vor Veränderung abgelegt und der Kontakt zu anderen Menschen gesucht. Wer sich sicher ist, in Zukunft weiter existieren zu können, der strebt Liebesbeziehungen und Freundschaften an oder sucht die Zugehörigkeit zu Gruppen, wie Sportvereine oder anderen Interessensgruppen. </p>



<p>Mit der Zeit reicht die simple Zugehörigkeit zu einer Gruppe nicht mehr aus, der Wunsch nach Wertschätzung verstärkt sich zunehmend. Der Mensch baut durch Kompetenzen und Leistung sein Selbstvertrauen auf, womit das Verlangen nach Würdigung durch das Umfeld einher geht. Manche Menschen benötigen einen gewissen Status oder Luxus, um sich selbst und anderen den Erfolg zu präsentieren. </p>



<p>Wer sich selbst achtet und sich seiner Kompetenzen bewusst ist, befasst sich anschließend mit der Selbstverwirklichung. Auf der höchsten Ebene bilden sich die Menschen weiter, um Lebensziele zu verwirklichen, entwickeln neue oder stärken bestehende Fähigkeiten und probieren neue Dinge aus. </p>



<h4>Die Sicherstellung der Bedürfnisse im Schnelldurchlauf</h4>



<p>Erkennt ihr eine Parallele? Klingelt es beim Wort &#8222;Isolation&#8220;? Richtig, im Jahr 2020 haben wir alle diese Bedürfnispyramide im Schnelldurchlauf durchschritten. </p>



<p>Bei Bekanntwerden der Tragweite des Virus sind alle Menschen auf die unterste Ebene zurück, Stichwort „Hamsterkäufe“ und Isolation im Lockdown. Mit der Zeit wurde der Umgang mit dem Virus erlernt, die allgemeingültigen Sicherheitsmaßnahmen haben sich gefestigt, die Menschen waren in der Lage die Gefahr und das eigene Überleben realistisch einzuschätzen, das Sicherheitsbedürfnis war demnach gedeckt. </p>



<p>Darauf folgten die Rufe nach sozialen Beziehungen, wie Familienbesuche, Präsenzarbeit, Treffen mit Freunden. Auch der Drang zur Gruppenzugehörigkeit wuchs stetig, wie es bei Jugendgruppen, Fußballvereinen oder Arbeitnehmern aus dem Homeoffice zu beobachten war. Schließlich folgte die Sicherstellung der Individualbedürfnisse. </p>



<p>Urlaube als Ausdruck des Luxus, Menschen verlangen nach sozialer und monetärer Anerkennung durch die bisweilen ertragenen Einschränkungen und Rücksichtnahme und bereits Geimpfte verlangen Freiheit durch ihren Status. </p>



<p>Schließlich haben sich Menschen herauskristallisiert, die die Krise genutzt haben, um sich selbst zu verwirklichen, indem sie sich beruflich verändert, sich mit neuen Hobbys beschäftigt oder fortgebildet haben.</p>



<h4>Zusammenfassung</h4>



<p>Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Bedürfnispyramide die Grundbedürfnisse des Menschen hierarchisch darstellt. Wir befinden uns so lange auf einer Ebene, bis diese Bedürfnisse in ausreichendem Maße gedeckt sind. </p>



<p>Anschließend begeben wir uns auf die nächste Ebene. Das ist genau der Zeitpunkt, indem wir uns neue Ziele setzen und motiviert sind. Denn befriedigte Bedürfnisse motivieren nicht, nur die unbefriedigten.</p>



<h2>Wer nicht zufrieden ist, ist nicht automatisch unzufrieden &#8211; Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg</h2>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1002" height="290" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motivation-Herzberg.jpg?resize=1002%2C290&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-332" srcset="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motivation-Herzberg.jpg?w=1002&amp;ssl=1 1002w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motivation-Herzberg.jpg?resize=300%2C87&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motivation-Herzberg.jpg?resize=768%2C222&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Motivation-Herzberg.jpg?resize=207%2C60&amp;ssl=1 207w" sizes="auto, (max-width: 1002px) 100vw, 1002px" /><figcaption>Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg</figcaption></figure>



<h3>Die Erläuterung des Modells</h3>



<p>Zur Einordnung der möglichen Ursachen, bietet sich die Zwei-Faktoren-Theorie von Frederick Herzberg an. Dort wird zwischen den sogenannten Hygienefaktoren und Motivatoren unterschieden. </p>



<p>Die Hygienefaktoren vereint, dass sie aus dem Bereich der Unternehmenspolitik kommen und entscheiden, ob ein Mitarbeiter unzufrieden oder nicht unzufrieden ist. Die Entlohnung, Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitsbedingungen, die Beziehung zu Vorgesetzten, all diese Faktoren können dazu führen, dass ein Mitarbeiter unzufrieden ist, führen jedoch nicht automatisch zur Zufriedenheit. </p>



<p>Denn diese wird durch die Motivatoren beeinflusst, welche dem Kontext des Arbeitsinhaltes entstammen. Dazu zählen die Möglichkeit der Weiterentwicklung, Wertschätzung, der Grad der Verantwortung, Erfolgserlebnisse und die Bewertung der eigenen Tätigkeit im Hinblick auf ihre Sinnhaftigkeit. Also all das, worum es auch im Selbstmanagement geht. </p>



<h4>Die Kernaussagen des Modells</h4>



<p>Anhand dieser beiden Ebenen kann festgehalten werden, dass es für den einzelnen Arbeitnehmer schwer ist, die Unternehmenspolitik dahingehend zu beeinflussen, dass sich die eigenen Arbeitsbedingungen positiver darstellen. Das Ziel ist es also nicht, Unzufriedenheit zu vermeiden, sondern ein hohes Maß an Zufriedenheit zu erreichen. Es gilt den eigenen Arbeitsbereich und die Tätigkeiten so zu gestalten, dass sich daraus eine hohe Motivation entwickeln kann. </p>



<p>Hier möchte ich das Gehalt als Beispiel anbringen. Wer hat es noch nicht gehört: &#8222;Geld motiviert nicht!&#8220;. Diesem Modell nach können wir dem zustimmen. Mehr Gehalt motiviert keineswegs, es kann aber dazu führen, dass die Unzufriedenheit abgebaut wird. Wenn das Gehaltsniveau so niedrig ist, dass du dich stark unterbezahlt führst, dann steigt auch deine Unzufriedenheit. </p>



<h2>Wie du deine Motivatoren verstehen und nutzen kannst</h2>
<h3>Die impliziten Motivatoren</h3>



<p>Du hast bis hierhin viel über deine impliziten Motivationsfaktoren herausgefunden. Die intrinsische Motivation, also alles was von dir selbst ausgeht, ist der stärkste Antrieb. Wenn deine Aufgaben mit deinen Werten, Stärken, deiner Persönlichkeit und deinem Entwicklungsstand übereinstimmen, hast du erst einmal beste Voraussetzungen. </p>



<p>Sind jetzt allerdings die expliziten Motive wie der Erhalt von Macht, die Zielsetzung oder soziale Bindung nicht mit deinen impliziten Motiven konträr, kann das eine hemmende Wirkung, eine verminderte Handlungseffizienz oder gar negative Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden zur Folge haben. Wenn du dich das nächste Mal in einem Motivationsloch befindest, dann kannst du hier einmal tiefer reinspüren.</p>



<h3>Mit Motivation Zufriedenheit erlangen</h3>



<p>Das Herzberg-Modell hat gezeigt, dass es im beruflichen Kontext Motivatoren gibt, die ein hohes Maß an Zufriedenheit hervorrufen können. Wer selbstbestimmt arbeiten und Verantwortung übernehmen kann, der ist auch zufriedener im Job. </p>



<p>Wenn du in deinem beruflichen Alltag die Richtung selbst vorgeben und mitgestalten kannst, bist du auch motiviert. Ganz wichtig sind dabei sinnhafte Tätigkeiten, welche sich dadurch auszeichnen, dass sie zum großen Ganzen beitragen und einen tieferen Zweck erfüllen. Wenn du also einem Kunden mit deiner Arbeit weiterhilfst und dein Unternehmen auch noch davon profitiert, erfüllt deine Aufgabe einen wichtigen Zweck. </p>



<p>Hast du schon einmal voller Eifer eine Dokumentation erstellt? Ich noch nie! Der sinnerfüllte Akt hat bereits stattgefunden, die Show ist vorbei. Mit der Dokumentation geht es nur noch darum, dieses sinnstiftende Erlebnis niederzuschreiben, daher fehlt es dir an dieser Stelle auch an Motivation.</p>



<h3>Motivation durch sinnhafte Tätigkeiten und implizite Motivatoren</h3>



<p>Es geht beim Thema Motivation also darum, dass die Tätigkeiten auf der einen Seite mit deinen impliziten Motiven übereinstimmen müssen und dass sie auf der anderen Seite selbstbestimmt und sinnhaft sind. </p>



<p>Wenn du nun deinen Arbeitsalltag betrachtest, welche Aufgaben gehören dazu? Welche nicht? Wenn du gerade unzufrieden bist, dann kannst du natürlich mit deinem Arbeitgeber über die sogenannten Hygienefaktoren sprechen. Wir haben gelernt, dass Faktoren, welche zu Unzufriedenheit führen, nicht von dir allein abgebaut werden können. Versuche also eher, dich mit sinnhaften Tätigkeiten zu beschäftigen. Gibt es Fortbildungsmöglichkeiten, die dich ansprechen? Kannst du mehr Verantwortung übernehmen? Oder kannst du mehr Aufgaben in deinen Alltag integrieren, die dich und das Unternehmen weiterbringen und für die du große Wertschätzung erfährst? Dann versuche dir dadurch ein höheres Maß an Zufriedenheit und Motivation zu erarbeiten.</p>



<h2>Ein kleiner Ausblick in die Zukunft</h2>



<p>An deinen ganz persönlichen Lebenszielen und Motivatoren solltest du deine Arbeit ausrichten. Ich werde dir bei <span style="font-size: 14pt;"><strong><span style="color: #3464b2;">G</span>rowth<span style="color: #3464b2;">V</span>ibe</strong></span> zu diesem Themengebiet viele weitere Hilfestellungen anbieten, damit du mehr über dich selbst herausfinden kannst und mehr Tätigkeiten in deinen Berufsalltag integrieren kannst, die dich anspornen und zu dir passen. Dabei werden wir natürlich weiter das Thema Motivation vertiefen und uns tiefer mit deinen Werten, Stärken und Zielen befassen und darüber sprechen, wie du aus diesen Erkenntnissen deine Berufung finden kannst. Du wirst auch herausfinden, wo der Ursprung der Persönlichkeitsmodelle liegt und was du konkret mit ihnen anfangen kannst. Vor allem zu deinen Lebenszielen und deinem Warum werden wir einige spannende Gedankenspiele durchführen. Ich freue mich darauf, du auch?</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Unterschrift-neu.png?resize=240%2C65&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-346" width="240" height="65"/></figure>



<p>In diesem Sinne: Bleib niemals wie du heute bist!</p>



<p>Konntest du mit den Inhalten etwas anfangen? Was hat dir am besten gefallen? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/verstehe-zuerst-deinen-inneren-antrieb/">Motivation: Verstehe zuerst deinen inneren Antrieb</a> erschien zuerst auf <a href="https://growthvibe.de">growthvibe.de</a>.</p>
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