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	<title>Emotionen Archive - growthvibe.de</title>
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	<title>Emotionen Archive - growthvibe.de</title>
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		<title>17.10.2023: Entdecke dein Inneres</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kevin Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2023 06:03:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p><span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> &#60; 1</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minute</span></span>Entdecke dein Inneres! 🔎 In der Hektik unserer Alltags ignorieren wir viel zu oft, was in uns vorgeht. Wir spüren höchstens ein Kribbeln oder Unwohlsein, gehen dem allerdings nicht weiter nach oder unterdrücken es sogar. Daher möchte ich dich einladen, deine Psyche mit Hilfe des Films &#8222;Alles steht Kopf&#8220; aus einer anderen Perspektive zu betrachten. [&#8230;]</p>
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<p><strong>Entdecke dein Inneres!</strong> 🔎<br /><br />In der Hektik unserer Alltags ignorieren wir viel zu oft, was in uns vorgeht. Wir spüren höchstens ein Kribbeln oder Unwohlsein, gehen dem allerdings nicht weiter nach oder unterdrücken es sogar.<br /><br />Daher möchte ich dich einladen, deine Psyche mit Hilfe des Films &#8222;Alles steht Kopf&#8220; aus einer anderen Perspektive zu betrachten. In dieser fesselnden Animation verwandelt sich das menschliche Gehirn zu einer farbenfrohen und unterhaltsamen Bühne.<br /><br />Disney zeigt uns, wie die 5 Basisemotionen Freude, Kummer, Zorn, Ekel und Angst die aufwachsende Riley im Alltag begleiten. Sie interagieren in einer Schaltzentrale im Gehirn von Riley miteinander und steuern auf diese Weise ihr Verhalten und Entscheidungen.<br /><br />Der Film lehrt uns nicht nur die Wichtigkeit unserer Emotionen und was passiert, wenn diese mal nicht ausgeglichen agieren können.<br /><br />Er zeigt uns in einer bunten Welt, wie Erinnerungen entstehen und wie bestimmte Erfahrungen unsere Identität formen. Wenn diese besonderen Erfahrungen nachts vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis wandern, nähren sie die Interessen und Talente von Riley.<br /><br />In einer Art, wie nur Disney es kann, lernen wir zum Schluss, dass alle Emotionen wichtig sind und manchmal keine Freude entstehen kann, wenn nicht vorher der Kummer zum Vorschein kommen darf.<br /><br />💡 Dieser Film ist mehr als nur Unterhaltung. Er zeigt uns mit anschaulichen bunten Bildern, wie unsere innere Welt funktioniert. Jede Erinnerung, jede Emotion ist wie ein Pinselstrich auf dem Gemälde unserer Persönlichkeit.<br /><br />Hast du den Film schon gesehen?<br />Mich interessiert auch, wie deine Kinder den Film erlebt haben.<br /><br /><a class="app-aware-link " href="https://www.linkedin.com/feed/hashtag/?keywords=emotionen&amp;highlightedUpdateUrns=urn%3Ali%3Aactivity%3A7119932553897078784" data-test-app-aware-link=""><span class="visually-hidden">Hashtag</span><span aria-hidden="true">#</span>Emotionen</a> <a class="app-aware-link " href="https://www.linkedin.com/feed/hashtag/?keywords=selbstreflexion&amp;highlightedUpdateUrns=urn%3Ali%3Aactivity%3A7119932553897078784" data-test-app-aware-link=""><span class="visually-hidden">Hashtag</span><span aria-hidden="true">#</span>Selbstreflexion</a> <a class="app-aware-link " href="https://www.linkedin.com/feed/hashtag/?keywords=psychologie&amp;highlightedUpdateUrns=urn%3Ali%3Aactivity%3A7119932553897078784" data-test-app-aware-link=""><span class="visually-hidden">Hashtag</span><span aria-hidden="true">#</span>Psychologie</a><br /><a class="app-aware-link " href="https://www.linkedin.com/feed/hashtag/?keywords=selbstmanagement&amp;highlightedUpdateUrns=urn%3Ali%3Aactivity%3A7119932553897078784" data-test-app-aware-link=""><span class="visually-hidden">Hashtag</span><span aria-hidden="true">#</span>Selbstmanagement</a> <a class="app-aware-link " href="https://www.linkedin.com/feed/hashtag/?keywords=wachstum&amp;highlightedUpdateUrns=urn%3Ali%3Aactivity%3A7119932553897078784" data-test-app-aware-link=""><span class="visually-hidden">Hashtag</span><span aria-hidden="true">#</span>Wachstum</a> <a class="app-aware-link " href="https://www.linkedin.com/feed/hashtag/?keywords=growthvibe&amp;highlightedUpdateUrns=urn%3Ali%3Aactivity%3A7119932553897078784" data-test-app-aware-link=""><span class="visually-hidden">Hashtag</span><span aria-hidden="true">#</span>GrowthVibe</a></p>



<p></p>



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		<title>Was Stress in uns anrichten kann (Stress 2/3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kevin Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2022 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Stressmanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 12</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>Magengeschwüre bekommt man nicht von dem was man isst, man bekommt sie von dem, wovon man aufgefressen wird. Lady Mary Wortley Montagu Prolog: Zweiter Teil der Artikelserie zum Thema Stress Kommen wir nun zum zweiten Teil der Artikelserie zum Thema Stress. Im ersten Teil haben wir uns sehr detailliert damit befasst, was Stress eigentlich ist, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 12</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Magengeschwüre bekommt man nicht von dem was man isst, man bekommt sie von dem, wovon man aufgefressen wird.</p><cite>Lady Mary Wortley Montagu</cite></blockquote>



<h2>Prolog: Zweiter Teil der Artikelserie zum Thema Stress</h2>
<p>Kommen wir nun zum zweiten Teil der Artikelserie zum Thema Stress. Im <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/stress-1/(öffnet%20in neuem Tab)" target="_blank" rel="noopener">ersten Teil</a> haben wir uns sehr detailliert damit befasst, was Stress eigentlich ist, welche Stressoren es gibt und wie unser Körper darauf reagiert. Wir haben auch darüber gesprochen, dass Stress nicht immer schlecht ist. Er kann uns in herausfordernden Situationen leistungssteigernd unterstützen.</p>
<p>In diesem Teil werden wir uns mehr auf den Distress fokussieren. Warum Stress negative Folgen hat und welche auftreten können. Dabei schauen wir auf die physische, emotionale und die Verhaltensebene. Zuerst suchen wir nach einer Erklärung, warum wir heutzutage mehr mit Stress zu kämpfen haben, als es noch vor 50 Jahren der Fall war.</p>
<h2>Schneller, höher, weiter . . . Der Nährboden von Stress</h2>
<h3>Stress ist omnipräsent</h3>
<p>Bitte schau einmal in dein Umfeld: Freunde, Familienmitglieder, Arbeitskollegen, Nachbarn. Gibt es dort noch Menschen, die in den letzten Wochen nicht einmal von sich behauptet haben, gestresst zu sein? Jetzt kann man natürlich sagen, dass der Begriff einfach inflationär verwendet wird. Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Ich denke schon, dass wir uns alle in der heutigen Welt ein wenig getrieben fühlen. Es muss immer höher, schneller, weiter gehen, ständig auf der Eile zum nächsten Termin, zur nächsten Aktivität. Was gestern noch ausreichend war, muss heute übertroffen werden. Immer mehr Leistung, wachsende Ansprüche an uns selbst, größere Herausforderungen, Optimierungen und Hektik ziehen sich durch unseren Alltag.</p>
<h3>Kannst du auch einmal nichts tun?</h3>
<p>Schau einmal auf deine letzte Woche zurück. Gab es da tagsüber auch nur 15 Minuten, in denen du einfach nichts gemacht hast? Keine Aktivität, kein Smartphone, kein TV, kein Buch, keine Musik, keine neuen Impulse. Ich kann mich da selbst nicht von frei sprechen. Sofort nach dem aufstehen beginnen die Aktivitäten, ein Meeting jagt das nächste, die Freizeit ist mit Haushalt, Sport oder anderen Terminen vollgestopft. Abends im Bett kommen wir dann zur Ruhe und können erstmals die Inhalte und Eindrücke des Tages verarbeiten, bis wir dann irgendwann einschlafen.&nbsp;</p>
<p>Wie sieht / sah das bei euren Großeltern aus? Die konnten stundenlang auf dem Balkon, der Terrasse oder auf einer Parkbank sitzen und einfach nichts tun. Das Smartphone war bei ihnen noch kein angewachsenes Körperteil. Ich behaupte, dass sie weniger gestresst waren als wir. Heutzutage kann fast niemand mehr in einem Stau, an der Kasse oder in einer Warteschlange stehen, ohne das Smartphone zur Hand zu nehmen. Selbst während des Essens, während Gesprächen und der Arbeit nehmen wir es viel zu oft zur Hand.&nbsp;</p>
<h3>Unser Lebensstil fördert Stress</h3>
<p>Wir haben uns einen Lebensstil angeeignet, der nicht mehr der Natur unseres Körpers entspricht. Wir ernähren uns ungesünder und unnatürlicher (Fast Food, Fertigprodukte) und&nbsp;überlasten unser Nervensystem durch die ständigen Reize aus dem Smartphone und TV und werden noch ganz nebenbei mit unzähligen blinkenden lauten Werbebotschaften penetriert. Vor lauter Arbeits- und Alltagsstress befriedigen wir auch unsere sozialen Bedürfnisse nur noch unzureichend. Dass der Platz am Schreibtisch ebenso wenig zur Bewegung einlädt, wie das Auto, welches wir bereits für die kleinsten Strecken nutzen, unterstreicht den unnatürlichen Lebensstil.</p>
<p>Mich wundert es nicht, dass unser Nervensystem damit völlig überfordert ist. Vor lauter Geschäftigkeit haben wir verlernt, in dieser zivilisierten und technologisierten Welt angemessene Verhaltensweisen zu erlernen, die unserem Körper, der Psyche und dem emotionalen System Zeit zur Erholung, sowie einen Ausgleich von diesen ganzen Reizen verschaffen. Das Problem ist demnach nicht die Stressreaktion selbst. Denn diese schreit uns förmlich an, dass etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Und wozu das führt, besprechen wir jetzt.</p>
<h2>Die Folgen von Stress</h2>
<p>Du weißt bereits, dass wir uns nur noch selten in wirklich lebensbedrohlichen Situationen befinden. Vielmehr sind es die kleinen andauernden Stressoren, die unser Nervensystem aus dem Gleichgewicht bringen. Wenn das sympathische Nervensystem dauerhaft aktiv ist, ohne vom parasympathischen System&nbsp; reguliert und ausbalanciert zu werden, hat das diverse Konsequenzen. Daher rekapitulieren wir noch kurz einmal die Reaktion des sympathischen Nervensystems. Es setzt zunächst Adrenalin und Noradrenalin frei, was in den Organen zu einer Erhöhung der Herzschlagfrequenz führt, einer gesteigerten Sauerstoffaufnahme, der Hemmung von Darm-, Harn- und Entgiftungsfunktionen und einer höheren Schweißproduktion. Da dieser Prozess sehr energieraubend ist, benötigt der Körper anschließend unbedingt eine Erholungsphase und eine angemessene Nahrungsaufnahme, welche durch das anschließend aktivierte parasympathische System begünstigt wird. Und hier wird bereits deutlich, was es heißt, wenn wir uns ständig im Stressmodus befinden: erhöhter Herzschlag, Hemmung diverser Körperfunktionen und ein erhöhter Energiebedarf&#8230; Doch schauen wir es uns genauer an!</p>
<h3>Kurz- und langfristige Folgen</h3>
<p>Bleibt unser sympathisches Nervensystem andauernd aktiv, kann das negative Folgen haben. Dabei unterscheiden wir zwischen kurz- und langfristigen Folgen. Sie alle resultieren aus der anhaltenden Aktivität des Sympathikus. Die physischen Folgen sind deutlich spürbar. Bei den emotionalen Folgen und denen auf der Verhaltensebene müssen wir uns etwas genauer reflektieren, unsere Gefühlswelt, Gedanken und Verhaltensweisen wahrnehmen.</p>
<h4>kurzfristige Folgen</h4>
<p>Auf physischer Ebene können Kopfschmerzen und Verspannungen (Schulter, Rücken) auftreten, der Magen kann übersäuern oder es können Verdauungsbeschwerden auftreten. Auf der Gefühlsebene können diverse Folgen erlebt werden. Die innere Anspannung, Nervosität, Unkonzentriertheit, Überempfindlichkeit, Energieverlust, geringere Lern- und Gedächtnisfähigkeit, Unsicherheit, Interessensverlust und Überforderung. In der Interaktion mit anderen Menschen kann es zu einer erhöhten Gereiztheit und Aggressivität kommen, welche in stressverstärkende Konflikte münden können. Auch ein erhöhter Medikamenten-, Nikotin- oder Alkoholkonsum sind der Verhaltensebene zuzuordnen.&nbsp; Unsere schlechtere sensorische oder motorische Koordination kann ebenfalls eine Folge von Stress sein.</p>
<p>Wenn beim auftreten dieser Folgen nicht zeitnah eine Erholungsphase einsetzt, können daraus langfristige stärkere Folgen entstehen. Nicht zu vernachlässigen ist dabei, dass diese ganzen aufgezählten Folgen sich auch gegenseitig beeinflussen und verstärken können.&nbsp;</p>
<h4>langfristige Folgen</h4>
<p>Die stetig erhöhte Herzfrequenz kann schließlich zu Herz-Kreislaufstörungen (Bluthochdruck, Herzinfarkt) führen. So kann es auf der physischen Ebene auch zu Migräne, Diabetes oder Magengeschwüren führen. Die genannten kurzfristigen Folgen auf emotionaler Ebene können in einem Gefühl der Hilfslosigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen, sexuelle Funktionsstörungen, Angstzustände oder zu einer Depression führen. Wer dauerhaftem Stress ausgesetzt ist, wird sich langfristig auch sozial isolieren. Darunter leidet die Partnerschaft ebenso wie es auch auf der Arbeit zu Fehlzeiten und Konflikten kommen kann. Es entsteht demnach allgemein eine soziale Unbeliebtheit.&nbsp;</p>
<p>Je weiter dieser Prozess fortgeschritten ist, desto schwerer wird es, dort wieder herauszukommen.</p>
<h2>Symptome und Entstehung des Burnouts</h2>
<p>Nicht nur &#8222;Stress&#8220; ist für viele ein oft verwendeter, doch relativ schwammiger Begriff. Der Burnout wird ebenso im selben Kontext verwendet und als Endstadium oder schlimmste Version von Stressreaktionen betrachtet. Der Burnout besitzt kein klares Krankheitsbild, sodass dieser an festen Parametern identifiziert werden könnte. Ich möchte an dieser Stelle insgesamt etwas mehr für Klarheit sorgen und sowohl den Begriff genauer definieren, als auch die Kennzeichen und Symptome aufführen, in der wir die bereits skizzierten kurz- und langfristigen Folgen im Kontext der Burnout-Diagnose noch weiter unterteilen.</p>
<h3>Was bedeutet Burnout?</h3>
<h4>Übersetzung von Burnout = ausbrennen?</h4>
<p>Befassen wir uns nun einmal mit dem Begriff des Burnouts. In der Literatur wird er mit &#8222;ausbrennen&#8220; übersetzt. Ein Haus kann beispielsweise ausbrennen. Dabei gibt es ein Initialereignis, welches ein starkes Feuer verursacht. Das Bild passt meiner Meinung nach nicht zum Krankheitsbild des Burnouts, da es auf einen lang andauernden Prozess zurückzuführen ist. Andererseits käme die Kernsanierung eines ausgebrannten Hauses der Regeneration eines Burnouts nahe.</p>
<h4>Übersetzung von&nbsp;Burnout = durchbrennen?</h4>
<p>Noch unpassender ist der Begriff des Durchbrennens. Auch eine Sicherung brennt auf Grund eines plötzlich auftretenden Ereignisses durch und führt zum sofortigen Stillstand. Wird die Sicherung ausgetauscht, läuft alles wie gewohnt. Alles sehr konträr zum Burnout.</p>
<h4>Übersetzung von&nbsp;Burnout = abbrennen?</h4>
<p>Am nächsten kommt da der Begriff des Abbrennens, wie es eine Kerze macht. Sie hat eine gewisse Kapazität und brennt immer weiter runter, bis sie komplett abgebrannt ist und das Feuer erlischt. Nur wird die Kerze nie wieder brennen können, für immer Vergangenheit. Das trifft ebenfalls nicht auf den Burnout zu.</p>
<h3>Begriffssklärung des Burnouts</h3>
<p>Also entfernen wir uns von der freien Übersetzung und machen ein neues Bild auf. Der Burnout ist ein Resultat einer lang andauernden überhöhten Energieabgabe mit zu geringem Nachschub, sodass die Wirkung für die Zielerreichung letztendlich nicht ausreicht und das System zum Erliegen kommt. Stellen wir uns also ein zu 100% solarbetriebenes Haus vor. Im Sommer funktioniert es einwandfrei. Wenn der Winter naht, sind die Energiespeicher voll, doch die Sonnenstunden verringern sich zunehmend.</p>
<p>Und genau dann benötigen wir mehr Energie, da wir mehr Licht benötigen, wenn wir uns länger im Haus aufhalten. Je weiter der Winter voranschreitet, desto weiter leeren sich die Energiespeicher und desto weniger Sonnenstunden zur Regeneration haben wir. Um Strom zu sparen, werden gewisse Stromfresser abgeschaltet und irgendwelche Auswege gesucht, um den Prozess in die Länge zu ziehen. Doch ohne Sonnenlicht erhalten wir nicht die volle Leistung zurück. Der Burnout ist der Zustand, wenn die Energiespeicher und Sonnenstunden den Energiebedarf nicht mehr decken können und die Stromversorgung endet. Nun braucht es viel Zeit, bis die Energiespeicher wieder aufgefüllt und wir unser Leben wie gewohnt weiterleben können.</p>
<h3>Die Phasen eines Burnouts</h3>
<p>In der Literatur gibt&nbsp; es diverse Phasenmodelle. Letztendlich ist es ein Teufelskreis aus vermehrter Anstrengung, Enttäuschung, fehlender Regeneration und seelischer Belastung. Einem Burnout geht kein Initialerlebnis voraus, sondern ist es eine Summierung diverser kleinerer dauerhafter Stressoren. Ich möchte den Verlauf in 4 Stadien unterteilen, auch wenn die Übergänge der Stadien fließend und nicht genau voneinander zu unterteilen sind.</p>
<h4>Stadium 1: Stressauslöser</h4>
<ul>
<li>erhöhter Energieeinsatz: Hyperaktivität, freiwillige Mehrarbeit, Begeisterung, Gefühl der Unentbehrlichkeit</li>
<li>andauernder Berufsstress: hohes Arbeitspensum, Zeitdruck, lange Reisezeiten</li>
<li>hohe emotionale Anforderungen: soziale Konflikte, geringe Wertschätzung, schlechtes Betriebsklima</li>
</ul>
<h4>Stadium 2: Warnsymptome</h4>
<ul>
<li>Erschöpfung: Müdigkeit, Aufmerksamkeitsstörungen, Anspannung, Unfähigkeit zur Erholung, Energiemangel, Anzeichen von Antriebslosigkeit</li>
<li>Emotionalität: Überforderung, Nervosität, Überempfindlichkeit</li>
<li>Leistungsabfall: geringere Erinnerungsfähigkeit, steigende Fehlerhäufigkeit, geringere Produktivität, geringere Flexibilität</li>
<li>Eigenwahrnehmung: keine Zeit für andere Dinge haben, Verdrängung von Misserfolgen</li>
</ul>
<h4>Stadium 3: reduziertes Engagement und emotionale Reaktionen</h4>
<ul>
<li>Engagement: Verlust des Idealismus, Zynismus, Widerwille, nicht-Einhaltung der Arbeitszeiten, Negativismus, Leere, Widerstand gegen Veränderung, Entscheidungsunfähigkeit, Desorganisation</li>
<li>soziale Konflikte: Erhöhung der Distanz, Schuldzuweisungen, Empathieverlust, Verständnislosigkeit, Aggression, Reizbarkeit, Intoleranz</li>
<li>Emotionalität: Selbstmitleid, Angst, Hilflosigkeit, Traurigkeit, Frustration, Niedergeschlagenheit</li>
<li>veränderte Essgewohnheiten</li>
<li>physische Erschöpfung</li>
</ul>
<h4>Stadium 4: Verzweiflung</h4>
<ul>
<li>Psychosomatische Reaktionen: Schlafstörungen, Atembeschwerden, nervöse Ticks, erhöhter Blutdruck, Kopfschmerzen</li>
<li>Emotionalität: Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, existenzielle Verzweiflung</li>
<li>vermehrter Konsum suchtfördernder Substanzen</li>
<li>sozialer Rückzug</li>
<li>negative Lebenseinstellung und Resignation</li>
<li>Suizidabsichten</li>
</ul>
<p>Wir können also festhalten, dass andauernder Stress zunehmend schlimmere Symptome hervorruft. Der Körper schreit immer lauter nach Aufmerksamkeit und will uns sagen, dass wir uns selbst schaden. Je länger wir die Symptome nicht berücksichtigen umso stärker fallen die funktionellen und emotionalen Entgleisungen aus. Dabei hilft es nicht, wenn wir uns an die Stressbelastung gewöhnen, denn die innerliche Stressreaktion besteht weiterhin, auch wenn wir uns selbst vormachen, dass Stress nichts Neues ist.</p>
<h4>Welche Phasen hast du schon erlebt?</h4>
<p>Hast du dir in einer stressigen Phase auch einmal gesagt, dass es in 4 Wochen bis xy wieder bergauf geht? Ich werde bei solchen Sätzen mittlerweile umso hellhöriger. Denn meistens ist es ja so, dass die aktuell bestehenden Aufgaben vielleicht in 4 Wochen alle erledigt sein könnten. Doch in der Gleichung fehlt, dass auch bestimmt wieder neue Aufgaben hinzukommen werden und diese die stressige Phase ausdehnen. Im Idealfall wird es vielleicht so sein, dass in 4 Wochen ein wichtiger Meilenstein erreicht wird und tatsächlich etwas Luft rausgenommen wird. Doch die Reduktion der Wochenarbeitsstunden von 55 auf 40 ist noch lange keine Erholung, sondern nur ein weniger anstrengender Zustand.</p>
<p>Nach einer solchen Phase braucht es zwingend wirkliche Erholung. Kein Wochenende ohne Arbeit, sondern eine längere Zeit der Erholung mit viel Entspannung, den Kopf von der Arbeit frei machen und geringe Anstrengung des Körpers. Wer in seinem Urlaub die Alpen überquert, hat wenig für seine Erholung getan, sondern wird den Prozess eher verschlechtert haben.</p>
<h3>Ist jeder gleich gefährdet?</h3>
<p>Es wird zwischen 3 Stresstypen unterschieden, die ich kurz aufführen möchte. Dabei geht es eher um charakterliche Eigenschaften, die gewisse Stressreaktionen zur Folge haben. Trotz dieser Kategorisierung kommt es nach wie vor auf die Rahmenbedingungen, die erlernten Stressreaktionen und individuellen Bewertungen der Stressoren an.</p>
<h4>Stresstyp A: &#8222;Sympathikus&#8220;</h4>
<p>Bei <strong>Stresstyp A</strong> erzeugt der Sympathikus eine verstärkte Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin. Diese Personen leiden unter verstärkten Reaktionen auf das sympathische Nervensystem, wie erhöhter Blutdruck, gesteigerte Herzaktivität und einer höheren Schweißabsonderung. Durch den schnelleren Abbau der Energiereserven entsteht eine geringere Insulinfreisetzung und der Blutzuckerspiegel steigt an. Meist sind dies dominante, ehrgeizige, aggressive, aufbrausende Menschen. Sie sprechen laut und schnell, haben ständig Zeitdruck und regen sich häufig auf. Auf Grund ihres hohen Engagements fühlen sie sich für alles verantwortlich, scheitern jedoch irgendwann an Selbstüberschätzung und Selbstüberforderung. Sie haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Herzinfarkt und leiden häufiger unter Bluthochdruck.</p>
<h4>Stresstyp B: &#8222;Resilienz&#8220;</h4>
<p>Der <strong>Stresstyp B</strong> hat hingegen einen positiven Umgang mit Stress erlernt. Trotz hohem Engagement hat er die Fähigkeit zur Erholung und Entspannung. Sie wirken nach außen sehr ausgeglichen, ruhig und selbstsicher. Sie verhalten sich meist beherrscht und verlieren nie die Fassung. Sympathikus und Parasympathikus sind in Balance zueinander, sodass eine Burnoutgefahr relativ gering ist.</p>
<h4>Stresstyp C: Parasympathikus</h4>
<p>Bei <strong>Stresstyp C</strong> ist eine erhöhte Reaktion des parasympathischen Nervensystems zu beobachten. Dadurch haben sie häufig kalte Hände, niedrigen Blutdruck und leiden unter einer verstärkten Aktivität des Magen-Darm-Traktes. Auf Grund der geringeren Aktivität des Immunsystems sind sie anfällig für Erkältungen oder Schnupfen, da die Abwehrreaktionen und Antikörperbildung gehemmt sind. Diese Menschen sind eher passiv, ängstlich und weichen Konflikten aus, indem sie sich zurückziehen und negative Gefühle in sich hineinfressen. Dadurch fühlen sie sich oft hilflos und hoffnungslos. Nach außen bleiben sie jedoch weiter freundlich und hilfsbereit, ohne eigene Ansprüche zu erheben. Sie neigen zu depressivem Verhalten und haben ein erhöhtes Risiko&nbsp;zu Infektionskrankheiten, Magen- oder Darmgeschwüren und Krebskrankheiten.</p>



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<h2>Wie hängen unsere Emotionen mit dem Stress zusammen?</h2>
<p>An anderer Stelle haben wir uns schon einmal mit <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/kannst-du-angemessen-mit-deinen-emotionen-umgehen/(öffnet%20in neuem Tab)" target="_blank" rel="noopener">Emotionen</a> beschäftigt. Dort haben wir festgehalten, dass eine Emotion eine gedankenbasierte Empfindung ist, welche sich auf ein Objekt oder einen Gegenstand bezieht und eine darauf basierende Handlungsbereitschaft hervorruft. Und genau das ist es auch, was einer Stressreaktion vorausgeht.&nbsp;</p>
<p>Wir reagieren auf etwas, was Emotionen (Gefühle ebenso wie körperliche und gedankliche Reaktionen) in uns auslöst. Starke Emotionen lösen demnach eine Stressreaktion in uns aus. Wir sollten lernen, mit diesen Emotionen umzugehen und diese auch zu kommunizieren. Ebenso, was wir genau von unserem Gegenüber brauchen (Ratschlag oder Zuhören). Denn wer sich unverstanden fühlt, fühlt sich irgendwann auch einsam, was ein weiterer Stressor ist.</p>
<p>Dem Thema der Grundemotionen werden wir allerdings noch einen eigenen Beitrag widmen. Dennoch schauen wir uns einmal 4 stressrelevante Emotionen genauer an.&nbsp;</p>
<h3>Emotion Wut</h3>
<p>Wut ist eine Art stressige Kampfreaktion und demnach die am wenigsten gesellschaftskonforme Emotion. Sie wurde uns in der Gesellschaft abtrainiert, da es sich nicht gehört laut zu schreien oder Sachen durch die Gegend zu werfen. Doch leider ist auch genau das Problem dabei. Wir unterdrücken sie, bis sie dann in Extremform aus uns raus platzt.&nbsp;</p>
<p>Letztendlich ist Wut eine sehr starke Form, seinen Unmut oder eine Form der Ohnmacht zum Ausdruck zu bringen. Es hilft also, sich mit dem Ursprung der Wut auseinanderzusetzen. Grundsätzlich sollte Wut nicht zum Schaden anderer führen oder gar dazu dienen, geliebte Menschen aus dem nahen Umfeld als Ventil zu nutzen. Das Ziel ist es, die Kontrolle über die Emotion, Psyche, Körper und Situation zu bewahren, was nur funktioniert, wenn die Ursache bekannt ist. Wir benötigen also gewissen Reflexionsfähigkeiten und das Wissen über Stresssignale. Dabei kann es helfen in Form einer Ich-Botschaft eine Änderung der Situation zu kommunizieren. Sie wirkt deeskalierend und lädt den Gesprächspartner ein, an der Änderun der Situation mitzuwirken.</p>
<h3>Emotion Trauer</h3>
<p>Trauer in seiner extremsten Form ist ein sehr starker Stressor. Sie tritt beispielsweise beim Tod eines geliebten Menschen oder bei einer Trennung auf, wobei jeweils schnelle und heftige langanhaltende Reaktionen auftreten.&nbsp;</p>
<p>Bei der Trauer ist es meist so, dass eine sehr tiefe ungewollte Veränderung gewohnter Strukturen, Rituale und Lebensgewohnheiten stattfindet. Es geht bei der Trauer darum, sich Zeit für die eigene Anpassungsreaktion zu nehmen, doch sich selbst auch klarzuwerden, dass es nie wieder werden kann wie es einmal war und die Vergangenheit auch nicht mehr rückgängig oder verändert werden kann. Es hilft also, nach vorne zu blicken und das &#8222;neue&#8220; Leben zu beginnen.</p>
<h3>Emotion Freude</h3>
<p>Du fragst dich sicher, warum Freude im Zusammenhang mit Stress aufgezählt wird. Die normale gesunde Freude ist hiermit auch nicht gemeint. Wenn du dich über etwas freust, dann ist das wunderbar und absolut nicht stressfördernd. Doch gibt es Dinge, die wir einmal auf Grund von Freude begonnen haben, die sich dann aber zu einer Art Extremform entwickelt haben, der sogenannten stressinduzierten Freude (Euphorie). Als Beispiel möchte ich hier die Adrenalin-Kicks, wie Bungee-Jumping oder andere Formen der Überwindung von Todesangst nennen.&nbsp;</p>
<p>Du erinnerst dich, dass bei einer Stressreaktion als erstes Adrenalin ausgestoßen wird. Wer diesen Vorgang bewusst hervorruft, erhöht die Gefahr von chronischem Stress. Denn dieser Adrenalinstoß muss nach und nach in immer kürzeren Zyklen und mit riskanteren Formen erzeugt werden. Dennoch gelten hier dieselben Erholungsmechanismen, wie sie bei jeder anderen Stressreaktion auch vorliegen.</p>
<h3>Emotion Angst</h3>
<h4>Angst ist der häufigste Auslöser von Stress</h4>
<p>Kommen wir nun zu der wohl häufigsten Stressursache. Die Angst tritt immer als Überlebensprogramm des limbischen Systems auf, wenn wir eine Situation auf Grundlage unserer Erfahrungen nicht einschätzen können und sie als sehr herausfordernd einschätzen. Sie warnt uns vor Gefahren und möchte unser Überleben sichern. Wenn eine Gefahr nicht verarbeitet werden kann, dann reagieren wir mit Angriff, Flucht und Erstarrung.&nbsp;</p>
<p>Angriff bedeutet, dass wir den Angreifer oder auch andere Personen anschreien oder gar seelischen und körperlichen Schaden zufügen wollen.</p>
<p>Eine Fluchtreaktion dient ausschließlich dem Ziel, der Situation schnellstmöglich zu entkommen. Bei einem Überfall kann das helfen. In unserem Alltag kann es ebenso helfen, um Abstand zu einer Situation zu gewinnen. Vor unseren Aufgaben und Mails können wir leider nicht weglaufen, versuchen es aber trotzdem. Du hast doch sicherlich auch schon in stressigen Phasen plötzlich die Hausarbeit erledigt oder dich mit anderen weniger anspruchsvollen Aufgaben abgelenkt. Am schlimmsten ist, wenn wir Kompensationsmechanismen nutzen (Alkohol, Nikotin, Medikamente, Shopping), um der Situation zu entfliehen.</p>
<p>Doch die schlimmste Angstreaktion ist die Erstarrung, indem du dich vor lauter Angst nur noch verkriechen möchtest und nichts mehr tun kannst. Die Erstarrung kann ein Vorbote einer Depression sein und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es wird umso schwerer, aus einer solchen passiven Reaktion wieder herauszukommen, je länger sie andauert.</p>
<h4>Der Umgang mit der Angst</h4>
<p>Es gibt 3 Möglichkeiten, um die inneren Ängste anzunehmen und zu relativieren. Wenn du dir selbst vor Augen führst, ob du eine ähnliche Situation bereits gemeistert hast, kann das die Reaktion abmildern. Du besinnst dich auf deine eigenen Kompetenzen und beruhigst dich damit selbst, indem du die Herausforderung positiver annehmen kannst.</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit ist die Unterstützung durch andere. Wenn jemand aus der Familie / Freunde / Arbeitskollegen dir Hilfestellung geben können oder ihr die Situation gemeinsam bewältigen könnt, dann wird die Last auf mehrere Schultern verteilt und beruhigt die eigenen Ängste.</p>
<p>Die dritte Möglichkeit ist mehr eine positive Haltung anstatt eine konkrete Handlung. Wer Vertrauen in die Zukunft hat und dem Leben positiv gegenübersteht, wird sich selbst beruhigen und den Druck aus der Situation nehmen können. Auch wenn es jetzt anstrengend wird, der Ausgang ungewiss ist, ich werde es überleben und am Ende wird immer alles gut.</p>
<h4>Angst ist ein schlechtes Druckmittel</h4>
<p>Zudem sollte Angst nicht genutzt werden, um anderen unsere Sorgen aufzudrücken oder ihnen Leid zuzufügen (&#8222;Ich mache mir Sorgen über dich.&#8220;). Auf dem ersten Blick ist dieser Satz nett gemeint, doch ist ihr Ursprung meist eine eher unbegründete Form der Angst. Sie kann dem Sorgen-Empfänger eine zusätzliche Last aufbürden, indem er sich gedrängt fühlt, sich selbst auf Grund der Sorgen zu verändern. Ebenso können Ängste zur emotionalen Erpressung als heftiger Stressor fungieren. (&#8222;Wenn du xxxx nicht tust, dann rufst du Trauer bei xy hervor.&#8220;) Dadurch werden Abhängigkeiten geschaffen, die weder existieren, noch förderlich sind.</p>
<p>Angstzustände sollten auf Grund der Reizüberflutung und dem automatischen Überlebensprogramm ständig hinterfragt werden, da sie aus einer großen Unsicherheit und Unwissen resultieren. Meist sind die Überlebensprogramme übertriebene Reaktionen destruktiven Verhaltens.</p>
<h2>Zusammenfassung und Ausblick</h2>
<p>Damit haben wir den zweiten Teil der Serie geschafft.&nbsp;</p>
<p>Stress ist ein viel verwendetes Wort. Wir haben gelernt, dass es bei unserem Lebenswandel auch kein Wunder ist, dass sich der Großteil von uns in irgendeiner Form gestresst fühlt. In besonders herausfordernden und / oder lang anhaltenden Stresssituationen können neben den kurzfristigen Folgen auch längerfristige Folgen beobachtet werden, wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Migräne, Magengeschwüre oder Angstzustände. Andauernder Stress kann schließlich in einem Burnout münden, welcher in schlimmster Form in sehr ausgeprägter Verzweiflung zum Suizid führen kann. Eng mit den Stressreaktionen verbunden sind die stressfördernden Emotionen, wie Freude, Wut, Trauer und Angst. Vor allem Ängste lassen unsere automatischen Überlebensprogramme anspringen und wir reagieren mit Angriff, Flucht oder Erstarrung.&nbsp;</p>
<p>Der letzte Teil beinhaltet schließlich die Maßnahmen und Formen der Prävention von Stress. Wir schauen uns die Möglichkeiten an, wie wir unsere Wahrnehmung verändern können und den Informationsstress reduzieren können. Zum Schluss schauen wir uns an, was sich hinter den Begriffen der Resilienz, Coping und Salutogenese versteckt.&nbsp;</p>



<p>In diesem Sinne: Bleib niemals wie du heute bist!</p>



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<p></p>



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<p class="has-medium-font-size"><strong><a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/stress-1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Teil 1: Worauf reagieren wir in stressigen Situationen?</a></strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Was ist Stress?</li><li>Welche Stressoren gibt es?</li><li>Was passiert im Körper?</li><li>Ist Stress immer schlecht?</li></ul>
</div>
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<figure class="wp-block-image size-full is-resized is-style-default"><a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/stress-3/" target="_blank" rel="noopener"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/04/Stress-Entspannung.jpg?resize=171%2C114&#038;ssl=1" alt="Wie du angemessen mit Stress umgehen kannst" class="wp-image-522" width="171" height="114" srcset="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/04/Stress-Entspannung.jpg?w=719&amp;ssl=1 719w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/04/Stress-Entspannung.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/04/Stress-Entspannung.jpg?resize=90%2C60&amp;ssl=1 90w" sizes="auto, (max-width: 171px) 100vw, 171px" /></a></figure>
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<p class="has-medium-font-size"><strong><a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/stress-3/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Teil 3: Wie du angemessen mit Stress umgehen kannst</a></strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Selbstwahrnehmung </li><li>Selbstbestimmung</li><li>Bewältigung von Stressreizen</li><li>Aufbau einer Widerstandsfähigkeit</li></ul>
</div>
</div>
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		<title>Kannst du angemessen mit deinen Emotionen umgehen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kevin Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Feb 2022 13:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbewusstheit]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Kompetenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 12</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit. Viktor E. Frankl Prolog: Warum ist emotionale Intelligenz wichtig? Kennst du die Situation, wenn du einen harten Arbeitstag hattest, viel diskutiert hast, schwierige Entscheidungen treffen musstest und sitzt nun [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 12</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.</p>
<cite>Viktor E. Frankl</cite></blockquote>



<h2>Prolog: Warum ist emotionale Intelligenz wichtig?</h2>
<p>Kennst du die Situation, wenn du einen harten Arbeitstag hattest, viel diskutiert hast, schwierige Entscheidungen treffen musstest und sitzt nun endlich im Auto. Du möchtest einfach nur noch nach Hause, etwas leckeres essen, den TV anschalten, ein Buch lesen und vor allem den Kopf ausschalten. Und dann passiert es: Dir nimmt jemand die Vorfahrt.</p>
<p>Wie reagierst du? Besonnen? Hupen? Völlige Eskalation? Ich beobachte bei mir selbst, dass meine Zündschnur umso kürzer wird, je länger und härter mein Tag war. Aber ich arbeite daran. . . wirklich!</p>
<p>Genau von dieser Art von Reizen spricht Viktor E. Frankl. Ein Reiz entsteht im Außen, durch die Umwelt oder andere Menschen. Zwischen dem Auftreten eines Reizes gibt es einen kleinen Zeitraum, in welchem sich jeder Mensch entscheiden kann, wie er darauf regiert. Es ist nicht die Situation selbst, die Wut oder andere negative Gefühle hervorruft, sondern die eigene Bewertung des Reizes und die, meist automatisch, darauffolgende Reaktion. Menschen können sich diesen freien Willen bewusst machen und den Zeitraum zwischen Reiz und Reaktion stetig vergrößern. Je mehr Zeit dazwischen liegt, desto reflektierter fällt die Reaktion aus.</p>
<p>In unserem Beispiel nimmst du zunächst die Situation wahr und dann betätigst du vielleicht reflexartig die Hupe. Kannst du den Zeitraum zwischen Reiz und Reaktion vergrößern, entsteht vielleicht auch die Erkenntnis, dass die Situation durch das Hupen weder rückgängig noch erträglicher gemacht wird. Bist du jedoch entspannt und hörst dein Lieblingslied, dann ist dir das vielleicht völlig egal. Du bewertest demnach die Situation anders und reagierst somit auch anders.&nbsp;</p>



<h2>Die emotionale Intelligenz</h2>
<p>Dies ist nur ein Beispiel, in welchem wir unseren Emotionen scheinbar willenlos ausgesetzt sind. Dieser ganze Themenbereich wird als emotionale Intelligenz bezeichnet. Sie deckt Fähigkeiten von der Selbstbewusstheit über die Empathie und sozialer Kompetenz bis hin zur Kommunikation ab. Nachdem wir den Begriff der emotionalen Intelligenz etwas näher betrachtet haben, möchte ich mit dir noch etwas tiefer in die soziale Kompetenz und den empathischen Fähigkeiten eintauchen. Darauf aufbauend möchte dir NLP (neurolinguistisches Programmieren) näherbringen, in welchem es genau um solche Fähigkeiten geht.</p>
<h3>Was eine Emotion?</h3>
<p>Eine Emotion ist zunächst einmal eine Art gedankenbasierter Empfindung eines Menschen, welche sich auf ein Objekt oder einen Gegenstand bezieht und eine darauf basierende Handlungsbereitschaft hervorruft. Es ist also eine aktive Reaktion auf jemanden oder auf irgendetwas. Solche emotionalen Reaktionen zeichnen sich durch psychische oder physische Veränderungen an. Wir ändern also unsere Denkweise oder strahlen es durch eine Veränderung der Gestik, Mimik, Körperhaltung oder Motorik nach außen aus. Klassische Beispiele sind Wut, Freude, Trauer oder Panik.</p>
<p>Wichtig ist dabei, dass diese Situation von der Person als persönlich bedeutsam wahrgenommen wird. Wenn dich das Verhalten des anderen PKW-Fahrers kalt lässt, zeigst du auch keine Emotion. Dieser Punkt ist wirklich wichtig! Wenn du eine Situation gedanklich als irrelevant einsortierst, dann sprudeln auch keine Emotionen hervor. Je wichtiger es für dich ist, umso stärker reagierst du auch. Der erste Schritt ist demnach, manche Situationen als etwas wahrzunehmen, was nun einmal passiert und sowieso nicht verändert kannst. Demnach hilft es dir auch nicht, sehr emotional zu reagieren. Das ist einfacher gesagt als getan, ich weiß. Ein langer Weg, aber immerhin gibt es einen Weg. Den ersten Schritt werden wir hier gemeinsam gehen.</p>
<p>Eine Emotion ist zudem nicht mit einer Stimmung oder Gefühlen gleichzusetzen. Eine Stimmung ist nicht zwingend auf eine Situation oder einen Gegenstand gerichtet, sie muss also keinen Grund haben. Stimmungen sind länger andauernde Gefühlszustände und weniger intensiv als Emotionen, wie beispielsweise die gute Laune.</p>
<p>Gefühle sind als Resultat und somit als ein Teil der Emotionen einzuordnen. Eine Emotion ist die Gesamtheit der Reaktion. Das Gefühl der Trauer ist ebenso Teil der Emotion, wie das Weinen (körperlich) und eventuell das Erinnern (Denkprozess).&nbsp;</p>
<h3>Das verbirgt sich hinter dem Begriff der emotionalen Intelligenz</h3>
<p>Die emotionale Intelligenz ist laut Daniel Goleman die dahinterstehende Kompetenz, sich die eigenen und die Emotionen anderer Menschen bewusst zu machen und zu verstehen, um angemessen mit Emotionen in sich selbst und in Beziehungen umzugehen. Goleman ist der Überzeugung, dass der erfolgreiche und verantwortungsvolle Umgang mit Emotionen umso einfacher ist, je bewusster der eigene Umgang damit ist. Je größer das Verständnis für die Handlungen, Gefühle und Gedanken anderer ist, desto größer auch die Wahrscheinlichkeit Personen und Situationen einschätzen und adäquater reagieren zu können. Dabei handelt es sich nicht um Talente, sondern um erlernbare Fähigkeiten.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="519" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/emotionale-Intelligenz.jpg?resize=1024%2C519&#038;ssl=1" alt="Die 5 Pfeiler der emotionalen Intelligenz" class="wp-image-399" srcset="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/emotionale-Intelligenz.jpg?resize=1024%2C519&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/emotionale-Intelligenz.jpg?resize=300%2C152&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/emotionale-Intelligenz.jpg?resize=768%2C389&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/emotionale-Intelligenz.jpg?resize=118%2C60&amp;ssl=1 118w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/emotionale-Intelligenz.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">emotionale Intelligenz</figcaption></figure>



<p>Die emotionale Intelligenz beinhaltet fünf Bereiche, welche ich zur Anschaulichkeit in einem Modell dargestellt habe. Wir sehen, dass die ersten drei Bereiche ausschließlich mit der eigenen Person zu tun haben. Hier haben wir einige Schnittpunkte zu den Bereichen der Selbstreflexion, Motivation und Persönlichkeitsentwicklung. Daher werden wir uns im Folgenden tiefer mit der Empathie und sozialen Kompetenz befassen, welche den Umgang und das Verständnis mit anderen Menschen umfassen.</p>
<p><strong>1. Selbstbewusstheit</strong></p>
<p>Die Fähigkeit, die eigene Persönlichkeit realistisch einschätzen und verstehen zu können. Darunter fallen die eigenen Gefühle, Bedürfnisse, Motive und Ziele ebenso wie Stärken und Schwächen.</p>
<p><strong>2. Selbststeuerung</strong></p>
<p>Die konstruktive Beeinflussung und Steuerung der eigenen Gefühle und Stimmungen, also die Entwicklung von Affekthandlungen hin zu bewussten Reaktionen.</p>
<p><strong>3. Selbstmotivation</strong></p>
<p>Sie beschreibt die Fähigkeit, sich selbst aus dem Inneren heraus zu höheren Leistungen zu begeistern. Damit einher gehen ein gesteigertes Durchhaltevermögen und eine höhere Frustrationstoleranz.</p>
<p><strong>4. Empathie</strong></p>
<p>Empathie ist die Fähigkeit, sich in die Emotionen, Gefühle, Gedanken und Sichtweisen anderer hineinversetzen zu können. Dieses Einfühlungsvermögen trägt zum Verständnis anderer Menschen bei und ermöglicht einen respektvollen Umgang miteinander.</p>
<p><strong>5. Soziale Kompetenz</strong></p>
<p>Hierzu zählt alles, was den Aufbau von Beziehungen und die Zusammenarbeit mit anderen Menschen steuert. Diesem Feld werden diverse Kompetenzen untergeordnet, wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Kooperationsbereitschaft, Konfliktmanagement, Beziehungsfähigkeit und Führungsqualitäten.</p>



<h2>Empathie ist die Voraussetzung für emotionale Intelligenz</h2>
<h3>Begriffsdefinition der Empathie</h3>
<p>Grundlage der Empathie ist es zunächst, seine eigenen Emotionen und Bedürfnisse wahrnehmen zu können. Natürlich hilft es auch, diesen nicht völlig freien Lauf zu lassen und sie regulieren zu können. Je mehr du dich mit deinen Emotionen befasst hast, desto feiner werden auch deine Antennen gegenüber Emotionen anderer.</p>
<p>Gerade im Dienstleistungssektor und ganz voran im Projektumfeld lässt sich der Kontakt zu anderen Menschen nicht vermeiden. Projekte sind voller vielschichtiger Emotionen, Bedürfnisse und Zielen. Daher ist ein hohes Maß an empathischen Fähigkeiten unabdingbar. Denn erst, wenn du die Gefühle, das Verhalten und die Sichtweisen der Menschen in deinem Umfeld wahrnehmen kannst, wird es dir möglich sein, Verständnis aufzubauen und entsprechend zu handeln.</p>
<h3>Anwendungsbeispiel für Empathie</h3>
<p>Angenommen, du musst einer Abteilung eine komplett neue Arbeitsweise näherbringen. Es liegen Ängste, Unsicherheit, Ungewissheit oder Frustration in der Luft. Solange du den Personen kein Verständnis für deren Emotionen entgegenbringst und ihnen diese negativen Gefühle nicht ein Stück nimmst, kannst du noch so rational argumentieren. Du wirst keinen Erfolg haben.&nbsp;Wenn du jedoch auf die Emotionen eingehst, gewinnst du die Menschen für dich.</p>
<p><span style="color: #0000ff;">&#8222;Ich nehme wahr, dass Sie unsicher sind und auch ein wenig Angst vor der anstehenden Veränderung haben. Sie haben jahrelang auf eine bestimmte Art gearbeitet, die für Sie funktioniert hat. Und jetzt komme ich daher, um Ihnen das Gegenteil zu erzählen. Ich wäre an Ihrer Stelle auch skeptisch und vorsichtig. Ihre Geschäftsführung ist der Überzeugung, dass wir hier gemeinsam einen Schritt nach vorne machen können, indem wir dieses Projekt umsetzen. Ich bin derselben Überzeugung. Ich habe solche Veränderungsprozesse auch schon in anderen Unternehmen durchgeführt und weiß, dass das Ergebnis am Ende sehr positiv ausfallen wird. Doch um dahin zu kommen, müssen wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Ich verspreche Ihnen, dass wir nichts entscheiden und umsetzen werden, bei dem Sie kein gutes Gefühl haben. Daher schlage ich zu Beginn vor, dass wir uns zuerst ausführlich über die Verbesserungspotentiale Ihrer bisherigen Arbeitsweise austauschen. Anschließend werden wir unter Berücksichtigung Ihrer Bedenken schauen, wie wir aus diesen Potentialen und unserem Arbeitsauftrag etwas gewinnbringendes erschaffen können. Lassen Sie uns offen über alles sprechen. Stellen Sie Fragen, äußern Sie Bedenken, hinterfragen Sie, was wir besprechen. Je besser ich Sie verstehe, desto besser wird auch das Ergebnis werden.&#8220;</span></p>
<p>Das Konzept der emotionalen Intelligenz besagt, dass durch ein höheres Maß an Einfühlungsvermögen auch bessere Ergebnisse möglich sind. Mit der beschriebenen Herangehensweise wird vermutlich ein besseres Ergebnis erzielt werden, als wenn du den Personen auflistet, dass Sie 7% Ertragssteigerung erzielen und 19% effizienter arbeiten können. Solange die Menschen in ihren Emotionen gefangen sind, werden sie für Zahlen, Daten, Fakten kein Gehör haben.</p>
<h2>Wie du mit NLP deine emotionale Intelligenz weiterentwickeln kannst</h2>
<h3>Das neurolinguistische Programmieren (NLP)</h3>
<p>Nun möchte ich dir das neurolinguistische Programmieren (<strong>NLP</strong>) näherbringen. Das NLP ist eine Zusammenführung von gesprächs-, verhaltens- und körperorientierten Ansätzen, mit dem Ursprung von Analysen erfolgreicher Psychotherapeuten. Die eigene Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Verhalten hängen von den Sinnesorganen des Nervensystems (<strong>neuro</strong>) ab. Für die Kommunikation mit anderen und mit dir selbst ist die Sprache (<strong>Linguistik</strong>) notwendig, denn erst die Worte sind es, durch welche Interaktion angestoßen werden kann. Das <strong>Programmieren</strong> beschreibt eine zielgerichtete systematische Veränderung. Wenn Software angepasst wird, wird der Programm-Code angepasst oder erweitert, um bewusst das Systemverhalten zu verbessern.&nbsp;</p>
<p>Im NLP werden Techniken angewandt, die dich zu einer positiveren Denkweise und Wahrnehmung verleiten. Es wurden Kommunikationsmuster und Vorgehensweise systematisiert, um eine Art Lernsystem für Therapieformen zu entwickeln.&nbsp;</p>
<h3>5 wichtige Grundannahmen aus dem NLP</h3>
<p>Ich werde dir bei <span style="font-size: 14pt;"><strong><span style="color: #3464b2;">G</span>rowth<span style="color: #3464b2;">V</span>ibe</strong></span> hin und wieder Techniken und Modelle aus dem NLP vorstellen. An dieser Stelle möchte ich mich zunächst auf einige Grundannahmen des NLP&#8217;s&nbsp; beschränken, auf welchen alle Modelle und Techniken beruhen. Diese Grundannahmen sind nicht als absolute Tatsache anzusehen, da sie sicherlich in manchem Kontext fragwürdig sind. Doch von Extremsituationen abgesehen, sollen sie dir zu mehr Verständnis verhelfen, indem du Situationen aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachten kannst. Die Grundannahmen kannst du sowohl auf dich selbst, wie auch auf andere Menschen beziehen.</p>
<h4>Die Landkarte ist nicht das Gebiet</h4>
<p>Jeder Mensch hat seine eigene Realität und nimmt Situationen anders wahr, doch es ist niemals die wirkliche Realität. Menschen nehmen etwas wahr und interpretieren dies auf Grund eigener Erfahrungen und Kenntnisse und bewerten diese anschließend. So kann eine Präsentation vor anderen Menschen für die eine Person als stressige und herausfordernde Situation wahrgenommen werden und für eine andere etwas ganz Normales darstellen. Diese Grundannahme deutet zum einen darauf hin, dass Menschen auf die eigene Interpretation einer Situation reagieren, nicht auf die Situation selbst. Sie sind also selbst für jegliche Reaktionen verantwortlich und können diese somit auch beeinflussen.</p>
<h4>Menschen handeln in einer Situation bestmöglich, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln</h4>
<p>Wenn Menschen handeln, machen sie dies nach bestem Wissen und Gewissen oder wählen den nach ihrem Kenntnisstand bestmöglichen Lösungsweg. Sie handeln auf Grund eigener Erfahrungen und dem bisher Erlernten. Wenn Menschen also ein schlechtes Ergebnis produzieren, dann haben sie dies nicht extra schlecht gemacht, sondern haben es schlichtweg nicht besser gekonnt. Es ist demnach ungerecht der anderen Person gegenüber, auf Grund schlechter Entscheidungen oder Handlungen eine geistige Unfähigkeit abzuleiten. Vielmehr heißt das, der anderen Person die Hand zu reichen und weitere Hilfestellungen anzubieten, wodurch schließlich Akzeptanz für die Handlungen anderer aufgebaut werden kann.</p>
<h4>Die Intention allen Verhaltens ist positiv</h4>
<p>Hinter jeder Handlung steckt im Kern eine positive Absicht oder ein Bedürfnis. Wenn jemand auf eine Person in einer bestimmten Art und Weise reagiert, dann verfolgt die Person damit ein eigenes Ziel. Schreit eine Person in einer Situation, dann möchte sie damit ein eigenes Bedürfnis befriedigen. Das Schreien an sich ist in dieser Situation wahrscheinlich keine angemessene Reaktion, sie kann dennoch als besonders starke Sicherstellung der eigenen Bedürfnisse interpretiert werden. So gilt es auch in dieser Situation, nicht die Reaktion zu bewerten, sondern das Bedürfnis der Person zu hinterfragen. Was möchte die Person durch das Schreien für sich selbst sicherstellen? Es geht darum, die positive Absicht (das Motiv) hinter der Handlung zu verstehen und erst anschließend die Angemessenheit der Handlung zu bewerten.</p>
<h4>Die Bedeutung der Kommunikation liegt in der Reaktion des Gegenübers</h4>
<p class="FlietextTH">Wer mit anderen Menschen kommuniziert, sollte sicherstellen, dass es der Gesprächspartner genauso versteht, wie es gemeint ist. Es kommt also weniger auf die Aussage der eigenen Worte an, sondern auf das was beim Gegenüber ankommt. Zeigt der Gesprächspartner ungewollt Widerstand, so ist dies ein Zeichen nicht erfolgreicher Kommunikation. Werden in einem Gespräch Worte falsch verstanden, so liegt es nicht an dem Zuhörer, sondern an der falschen Wortwahl des Redners.</p>
<h4>Es gibt keine Fehler, nur Feedback</h4>
<p>Ein Fehler kann durch Unaufmerksamkeit, fehlerhafte Regeln, Vergesslichkeit oder beabsichtigten Verstößen hervorgerufen werden.&nbsp;Fehler werden demnach nicht extra begangen, außer im Falle der Sabotage. Wenn ein Fehler auftritt, ist dies als Feedback zu verstehen, welches auf eine Diskrepanz zwischen dem Soll- und Ist-Zustand hinweist. Der Mensch, der ihn hervorgerufen hat, hat dies nicht extra gemacht. Daher ist es nicht zielführend mit Wut und Konsequenzen demjenigen gegenüber zu reagieren. Die bessere Alternative ist das Verständnis dafür aufzubauen, wie dieser Fehler entstehen konnte. War die Person übermüdet, unaufmerksam oder hat sie etwas vergessen? Ist das zugrundeliegende Regelwerk fehlerhaft? Mit diesen Fragestellungen wird der Fokus von der handelnden Person auf die Ursache gelenkt.</p>
<p>Was hältst du davon? Ich möchte dich einladen, dir diese Grundannahmen noch einmal vor Augen zu führen, wenn du in Konflikt mit dir selbst stehst oder eine Gesprächssituation nicht wie erwünscht verlaufen ist.&nbsp;</p>
<h2>Bessere Zusammenarbeit mit sozialer Kompetenz</h2>
<p>Wer im Kontext der emotionalen Intelligenz seine eigenen Emotionen versteht und darauf aufbauend empathisch mit denen seines Gegenübers umgehen kann, kann im nächsten Schritt für eine positive Zusammenarbeit seine soziale Kompetenz ausbauen.</p>
<h3>Begriffsdefinition von sozialer Kompetenz</h3>
<p>Um mit anderen Menschen effektiv zusammenarbeiten zu können, musst du dich an die Normen der Gesellschaft anpassen, indem du Verhaltensregeln im Umgang miteinander berücksichtigst und der Situation angemessen handelst und reagierst. Die sozialen Kompetenzen umreißen grob das, was wir als Soft Skills verstehen. Doch welche genau sind gemeint?</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/03/soziale-Kompetenzen.png?resize=716%2C430&#038;ssl=1" alt="Soziale Kompetenz besteht aus Zusammenarbeit, Umgang miteinander und Führungsqualitäten" class="wp-image-421" width="716" height="430" srcset="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/03/soziale-Kompetenzen.png?w=944&amp;ssl=1 944w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/03/soziale-Kompetenzen.png?resize=300%2C181&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/03/soziale-Kompetenzen.png?resize=768%2C462&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/03/soziale-Kompetenzen.png?resize=100%2C60&amp;ssl=1 100w" sizes="auto, (max-width: 716px) 100vw, 716px" /><figcaption class="wp-element-caption">soziale Kompetenzen</figcaption></figure>



<p>Ich habe die Soft Skills in drei Kategorien eingeteilt. Führungsqualitäten bilden die Fähigkeiten ab, mit welchen du andere Menschen zu Handlungen bewegen kannst. Selbstverständlich solltest du dabei Verantwortung übernehmen und auch selbst als Vorbild vorangehen. Dabei benötigst du selbst eine gewisse Flexibilität, um auf andere Menschen eingehen zu können und um schließlich Vertrauen aufzubauen. Erst dann wird es möglich sein, zielgerichtet Einfluss auf das Verhalten dieser Menschen nehmen zu können.</p>
<h4>Soziale Kompetenz: Umgang</h4>
<p>Der Umgang mit anderen sollte sich immer durch Toleranz und Respekt auszeichnen. Wer sich als etwas besseres fühlt oder Menschen auf Grund des Geschlechts, Alter, dem Kenntnis- und Erfahrungsstand, der Position oder Herkunft unterschiedlich behandelt, wird nicht das Beste aus einem Team herausholen können.</p>
<p>Die Menschenkenntnis baut auf den empathischen Fähigkeiten auf, durch die du Befindlichkeiten anderer Menschen wahrnehmen kannst. Sie alle tragen dazu bei, eine positive Bindung aufzubauen. Dabei ist es egal, ob sich die Zusammenarbeit über einen einzigen Tag oder viele Jahre hinweg streckt. Mit einer guten Bindung zueinander funktioniert die Zusammenarbeit besser.</p>
<p>Doch wenn du Verständnis aufbauen möchtest und somit einen offenen Umgang miteinander ermöglichst, kann auch Kritik geäußert werden. Kritik solltest du als Feedback ansehen und dich somit hinterfragen, ob du etwas ändern kannst oder solltest. Kritik kann auch sehr persönlich sein, sollte dich aber nicht dazu verleiten, sehr emotional zu reagieren.&nbsp;</p>
<h4>Soziale Kompetenz: Zusammenarbeit</h4>
<p>Bei der Zusammenarbeit geht es schließlich um Fähigkeiten, die gezielt die Interaktion mehrerer Personen miteinander verbessern. Alle voran steht die Kommunikationsfähigkeit. Wer sich nicht der Situation entsprechend ausdrücken und seine Botschaften zielgerichtet dem Empfänger übertragen kann, der wird nicht gut mit der Person zusammenarbeiten können.</p>
<p>Sollte es dennoch zu einem Konflikt im Team kommen, so ist es notwendig deeskalierend auf der Sachebene kommunizieren zu können und auch hier die eigenen Emotionen im Griff zu haben. Teamfähigkeit und Kooperationsfähigkeit ergänzen sich. Beide zielen darauf ab, mit Hilfe von Empathie und sozialer Kompetenz ein Team dazu zu bewegen, gemeinsam in eine Richtung zu laufen und sich gegenseitig zu ergänzen &#8211; erst dann kann aus 2+2 auch 5 werden.</p>
<h4>Soziale Kompetenz: Kommunikationsfähigkeit</h4>
<p>Die Kommunikationsfähigkeit möchte ich im folgenden Teil noch einmal näher betrachten. Und da wir nicht nur reden, sondern während eines Dialoges auch zuhören müssen, zeige ich dir auch das aktive Zuhören.&nbsp;</p>
<h3>Du kannst nicht nicht kommunizieren</h3>
<p>Auch wenn du nicht sprichst, strahlst du durch deine Mimik, Gestik und Körpersprache eine gewisse Botschaft aus. Mit dem sogenannten Vier-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun wird aufgezeigt, dass Botschaften auf mehreren Ebenen vom Sender zum Empfänger übertragen werden.&nbsp;</p>
<p>Du als Sender überträgst eine Botschaft auf 4 Ebenen. Auf der Sachebene wird der reine Sachverhalt mit Zahlen, Daten, Fakten übertragen. Der Empfänger prüft dabei den Wahrheitsgehalt, die Relevanz und ermittelt, ob das Gesagte zum Verständnis ausreicht.&nbsp; Die Selbstkundgabe beschreibt, dass jede Botschaft auch eine Selbstdarstellung beinhaltet, ganz gleich ob bewusst oder unbewusst. Durch diese Ebene versucht der Empfänger etwas über die Persönlichkeit des Senders abzuleiten. Der Tonfall, die Körpersprache und Formulierung wird auf der Beziehungsebene gesendet. Der Empfänger interpretiert daraus das Maß an Wertschätzung und Respekt und leitet ein Gefühl ab. Die Appellebene stellt das Ziel hinter der Botschaft dar. Wer etwas sagt, möchte damit in der Regel etwas bewirken. Daher leitet der Empfänger auf dieser Ebene ab, was er denken, machen oder fühlen soll.</p>
<p>In Konfliktsituationen werden Botschaften meist auf unterschiedlichen Ebenen übertragen und empfangen. Übermittelt der Sender seine Botschaft auf der Beziehungsebene, kann das den Empfänger zu einer Handlung auf der Appellebene verleiten. Das Modell kann dir helfen, nachzuvollziehen auf welcher Ebene der Empfänger deine Botschaft empfangen hat. In der Regel hilft es, sich wieder in Richtung der Sachebene zu bemühen, da dort Gefühle und Appelle außen vor bleiben, es geht ausschließlich um die Fakten.</p>
<h3>Wie aktives Zuhören die besseren Ergebnisse bringen kann</h3>
<p>Nicht weniger wichtig ist es, dein Gegenüber auch zu verstehen. In dem Beispieldialog oben habe ich dem Team gesagt, dass ich zunächst deren Entwicklungspotentiale verstehen möchte. Das Verständnis ist ungemein wichtig, um sowohl das Projektteam zu vereinen, als auch für die Ermittlung der bestmöglichen Lösung.</p>
<p>Seien wir ehrlich, wie oft hast du dich schon selbst gefragt, warum der Kunde dir etwas nicht eher verraten hat? Mir ist es schon sehr oft passiert, dass ich Handlungen angestoßen habe, weil ich dachte genau verstanden zu haben, was der Kunde meint. Doch dabei war ich schon im Gedanken bei der Lösung, bevor der Kunde überhaupt ausgesprochen hat. Viele Fehlentwicklungen in Projekten können meiner Meinung nach vermieden werden, wenn wir als Berater mehr Zeit aufwenden würden, den Kunden besser zu verstehen und somit Missverständnisse zu vermeiden.</p>
<p>Als erstes sollte der Zuhörende dem Gegenüber urteilsfrei, neutral und wohlwollend eingestellt sein. Der Zuhörende nimmt sich bewusst Zeit für sein Gegenüber und fokussiert sich ausschließlich (!) auf das Gespräch. Grundvoraussetzung für das aktive Zuhören sind Einfühlungsvermögen und Konzentration, ebenso eine offene Körperhaltung und direkter Blickkontakt. Die Aufmerksamkeit des Zuhörers ist auf die Worte und Mimik des Sprechers gerichtet. Er selbst hält sich mit eigenen Gedanken zurück und richtet seine Aufmerksamkeit auf das Zuhören und dem stellen weniger Verständnisfragen. Der Sprecher soll alle Gedanken und Gefühle anbringen dürfen, Gesprächspausen sind dabei auszuhalten und stellen keine Einladung für eigene Gedanken dar.</p>
<p>Erst wenn der Sprecher mit seinen Ausführungen wirklich fertig ist, fasst der Zuhörende das Gesagte in eigenen Worten auf der Sachebene zusammen (Verstehe ich es richtig, dass. . .). So kann der Sprecher falsch verstandene oder lückenhafte Zusammenfassungen korrigieren und weiter ausführen. Hat der Zuhörer das Gefühl, dass nicht alles ausgesprochen wurde oder anhand der Körpersprache weitere Aspekte vorhanden sind, kann er den Sprecher auch auf der Beziehungsebene darauf ansprechen, er liest sozusagen zwischen den Zeilen. Dabei kann er sich mit Hilfe einer Ich-Botschaft auf den Tonfall, die Redegeschwindigkeit oder Redeweise beziehen (Mir erscheint es so, dass. . .). So kann der Zuhörer auf der einen Seite das auf der Beziehungsebene Wahrgenommene reflektieren und die Bedürfnisse des Sprechers näher zu betrachten.</p>
<p>Probiere es aus! Du wirst erstaunt sein, wie viel du noch zusätzlich erfährst, wenn du deinem Gegenüber den Raum dazu gibst.</p>
<h2>Das erwartet dich noch zu diesem Thema</h2>



<p>Auch wenn ich die persönlichen Teilaspekte der emotionalen Intelligenz außerhalb dieses Themenbereiches verwurzelt sehe, beinhalten die Empathie und sozialen Kompetenzen viel Gesprächsstoff. Daher werde ich diese weitgehend fokussieren. Wir werden tiefer in einige Techniken des NLP&#8217;s einsteigen, uns weiter über die Kommunikation unterhalten und alles rund um den positiven wertschätzenden Umgang miteinander besprechen. Doch auch Emotionen und Gefühle werden hier einen Raum einnehmen. </p>
<p> </p>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="240" height="66" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Unterschrift-neu-e1645277377866.png?resize=240%2C66&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-346"/></figure>



<p>In diesem Sinne: Bleib niemals wie du heute bist!</p>



<p>Hast du Anmerkungen oder eine andere Sichtweise zu dem Thema? Was hat dich besonders interessiert? Dann teile mir das doch gerne über die Kommentare oder einer persönlichen Nachricht mit. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.</p>



<p></p>
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		<title>Wie du morgen besser werden kannst, als du es heute bist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kevin Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Feb 2022 17:30:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewohnheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubenssätze]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 8</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>Zu sein was wir sind und zu werden wozu wir fähig sind &#8211; das ist das einzige Ziel des Lebens! Robert Louis Stevenson Prolog: Weshalb Persönlichkeitsentwicklung für jeden etwas ist Du hast ein paar Themen, die du verändern möchtest, weißt aber nicht wie? Oder dir gelingt es einfach nicht, dich von schlechten Gewohnheiten oder Denkmustern [&#8230;]</p>
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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Zu sein was wir sind und zu werden wozu wir fähig sind &#8211; das ist das einzige Ziel des Lebens!</p><cite>Robert Louis Stevenson</cite></blockquote>



<h2>Prolog: Weshalb Persönlichkeitsentwicklung für jeden etwas ist</h2>



<p>Du hast ein paar Themen, die du verändern möchtest, weißt aber nicht wie? Oder dir gelingt es einfach nicht, dich von schlechten Gewohnheiten oder Denkmustern zu lösen?</p>



<p>Der Jahreswechsel ist der Zeitpunkt, in dem viele Menschen sich selbst reflektieren und so neue Veränderungen oder Gewohnheiten anstoßen möchten. Doch relativ schnell scheitern diese Vorhaben wieder. Warum das so ist, werde ich dir in diesem Artikel näher bringen.</p>



<p>Nachdem ich dir die Entstehung von Gewohnheiten erklärt habe und was das mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat, werden wir uns näher mit Routinen und Glaubenssätzen beschäftigen. Wie immer bekommst du am Ende noch ein paar Umsetzungstipps sowie einen Ausblick auf das was dich unter diesem Themengebiet in Zukunft noch erwartet. Denn deine eigene Persönlichkeitsentwicklung entscheidet, welche Fähigkeiten du dir aneignest, um bei neuen Herausforderungen in Zukunft besser aufgestellt zu sein. </p>



<h2><strong>Was ist das eigentlich &#8211; die Persönlichkeit?</strong></h2>



<p>Um dir den Begriff der Persönlichkeit zu erklären, möchte ich mich der Analogie eines Computers bedienen. Als du geboren wurdest, hast du dich noch im Auslieferungszustand befunden. Deine DNS, das Erbgut, stellen dabei dein Betriebssystem dar, in welchem die Grundprogrammierung in Form deiner Hautfarbe, Geschlecht, Veranlagungen oder Talenten vorliegen. </p>



<p>Mit dem ersten Atemzug tauchen ständig weitere Updates durch eigene Handlungen oder über deine Sinnesorgane auf (Ohren, Augen, Nase, Mund, Haut). Mit jeder Erfahrung oder Erkenntnis wird diese neue Information mit einem Gefühl verknüpft, einer sogenannten emotionalen Prägung. Hast du als Kind eine gute Schulnote erhalten, dann wurde dir von den Schulkameraden, Lehrern und Eltern Anerkennung entgegengebracht. Die Erfahrung &#8222;gute Schulnote&#8220; wurde mit dem Gefühl der Anerkennung verknüpft und als positiv einsortiert. Hast du schlechte Noten bekommen, wurde dir Spott, Tadel oder Bestrafung entgegengebracht &#8211; also eine negative Prägung. </p>



<p>In diesem Kontext leitest du neben dem gesprochenen Wort, zusätzlich anhand des Tonfalles, Mimik oder Gestik solche Prägungen ab. Ein JA wird meist von einem freundlichen Lächeln begleitet, ein NEIN hingegen von einem ernsten Tonfall und Gesichtsausdruck. Die Summe all dieser Prägungen, auf Grund der gespeicherten Informationen und gekoppelten Emotionen, machen deine Erfahrungen aus. Die Aktionen oder Reaktionen, die du auf Grundlage dessen ableitest, nennen wir Persönlichkeit.</p>



<h2>Wie wirkt sich die Persönlichkeit aus?</h2>
<h3>Emotionen werden durch verankerte Informationen im Gehirn ausgelöst</h3>



<p>Dein Unterbewusstsein scannt bei jeder Information die Festplatte ab, ob bereits gleiche oder ähnliche Programmierungen vorhanden sind. Liegt etwas ähnliches vor, wird das zugehörige Programm ausgeführt und die angehängte Emotion freigesetzt. </p>



<p>Der Nachteil deines Betriebssystems ist die fehlende Fähigkeit zwischen realen Erlebnissen und Vorstellungen oder Gedanken zu unterscheiden. Es sind immer Nullen oder Einsen, die dasselbe Programm zur Speicherung sowie zum Abruf der Informationen auslösen. Wenn du an dein Lieblingsessen denkst, dein Lieblingslied oder ein schönes Erlebnis, werden bereits Emotionen ausgelöst und dein Körper stimuliert, obwohl deine Sinne gerade gar nichts aufgenommen haben.</p>



<h3>So entstehen Gewohnheiten und Glaubenssätze</h3>



<p>Somit sind wir beim Kern angelangt. Je häufiger du solche ähnlichen Referenzerlebnisse erlebst oder an sie denkst, verstärkst du diese Nervenbahn &#8211; es entstehen feste Gewohnheiten (Handlungen) oder Glaubenssätze (Denkmuster). </p>



<p>Das kannst du dir wie Krafttraining vorstellen. Je öfter sich das Referenzerlebnis wiederholt oder erneut hervorgerufen wird, umso stärker und fester wird dieser Muskel. Diese Referenzerlebnisse sind allerdings noch etwas vielschichtiger und werden durch ähnliche Informationen weiter verstärkt. Das möchte ich dir an zwei Beispielen erklären.</p>



<h4>Beispiel: Sport treiben</h4>



<p>Angenommen du möchtest mehr Sport machen, dein Unterbewusstsein holt jedoch jedes Mal beim Wort Sport negative Emotionen hervor. Du sagst dir also selbst &#8222;Sport ist nichts für mich, ich bin einfach  unsportlich&#8220;. Das kann aus negativen Referenzerlebnissen und Denkmustern resultieren. Vielleicht wurdest du als Kind immer als letztes beim Schulsport gewählt? Hast du andere schlechte Erfahrungen beim Sport gemacht? Waren deine Freunde oder Geschwister besser im Sport oder haben es dir womöglich noch spöttisch vorgehalten? Wenn du jetzt an Sport gedacht hast, werden diese negativen Emotionen immer wieder hervorgeholt und verstärken diese Nervenbahn mit der Aufschrift &#8222;du bist unsportlich&#8220;. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Beispiel: Rauchen</h4>



<p>Das Rauchen ist eine ähnlich starke Nervenbahn, die mit jeder Zigarette verstärkt wird. Du hast vermutlich viele Referenzerlebnisse erlebt, in denen die Zigarette dich treu begleitet hat: beim Kaffee, nach dem Essen, auf Partys, mit den besten Freunden, zum Feierabend, in der Pause und und und. Alles sehr positive Dinge, die du mit der Zigarette assoziierst. Und genau deswegen ist es so schwer sich das Rauchen abzugewöhnen, da du ja weiterhin Feierabend machen wirst oder Kaffee trinken wirst. Das Unterbewusstsein hat jahrelang gelernt, dass Kaffee und Zigarette eine super Kombination sind, was sich tausende Male zur Entspannung oder hin zu positiven Erlebnissen bewährt hat. Es besteht also gemäß deiner Denkmuster keinerlei Bedarf an einer Veränderung, denn der Feierabend ohne Zigarette ist weniger angenehm als mit einer Zigarette.</p>



<p>Jetzt mach du dir bitte einmal Gedanken, welche Glaubenssätze oder Gewohnheiten hast du? Was denkst oder machst du regelmäßig? Was möchtest du am liebsten nicht mehr tun?</p>



<h2>Die Persönlichkeitsentwicklung ist dein individueller Reifeprozess</h2>



<p>Bevor wir zu den Tipps zur Veränderung deiner Gewohnheiten und Glaubenssätze kommen, möchte ich dir allgemein erläutern, was sich hinter dem Begriff der Persönlichkeitsentwicklung verbirgt. Beginnen möchte ich mit dem Wort &#8222;Entwicklung&#8220;.</p>



<h3>Begriffsdefinition: Entwicklung</h3>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-4 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:80%">
<p>Wir haben bereits gelernt, dass du im Laufe deines Lebens mit unzähligen Informationen konfrontiert wirst, die sich mal stärker und mal schwächer in deinem Unterbewusstsein festsetzen &#8211; du wurdest mit der Zeit also mit Erfahrungen, Glaubenssätzen und Gewohnheiten eingewickelt. Bei der &#8222;Persönlichkeits-Entwicklung&#8220; geht es also darum, diese Bänder zu betrachten und die nicht zielführenden Bänder, welche dich verwickelt haben, wieder zu ent-wickeln und abzulegen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-medium is-resized is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Knaeuel.jpg?resize=236%2C157&#038;ssl=1" alt="Wollknäuel als Symbol der Persönlichkeitsentwicklung" class="wp-image-351" width="236" height="157" srcset="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Knaeuel.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Knaeuel.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Knaeuel.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Knaeuel.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Knaeuel.jpg?resize=90%2C60&amp;ssl=1 90w, https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Knaeuel.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px" /><figcaption>Wollknäuel</figcaption></figure>
</div>
</div>



<h3>Begriffsdefinition: Persönlichkeitsentwicklung</h3>


<p>Die Persönlichkeitsentwicklung ist der Oberbegriff für Veränderungen von Persönlichkeitsmerkmalen, die du dir im Laufe der Zeit aus eigenen Erfahrungen oder durch äußere Einflüsse angeeignet hast. Dieser Prozess führt schließlich dazu, das Selbstbewusstsein, die Resilienzfähigkeit (Widerstandskraft) Souveränität, innere Stärke oder deine Problemlösungskompetenz zu steigern.</p>
<h3>So lebst du Persönlichkeitsentwicklung</h3>
<p>Um etwas entwickeln zu können, musst du dir selbstverständlich zunächst deine Fähigkeiten, Talente sowie Stärken und Schwächen bewusst machen. Du legst für dich selbst fest, wer du sein und wohin du dich entwickeln möchtest. Dazu habe ich bereits in den Artikeln zur <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/ohne-selbstreflexion-wirst-du-nicht-wachsen/" target="_blank" rel="noopener">Selbstreflexion </a>und <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/verstehe-zuerst-deinen-inneren-antrieb/" target="_blank" rel="noopener">Motivation</a> Möglichkeiten aufgeführt, wie du damit arbeiten kannst. Das Ziel ist, über aktive Handlungen das bestehende Verhaltensmuster, die Gewohnheit, Eigenschaft oder Fähigkeit zu verändern.</p>
<p>Hast du dein Potential ermittelt, kannst du dir im nächsten Schritt aufschreiben, was die zu verändernde Eigenschaft alles negatives mit sich bringt und dies extrem negativ darstellen. Anschließend malst du dir die Dinge positiv aus, die die Veränderung mit sich bringt. Wie toll wird es sein, wenn du xy verändert hast? Was sagt dein Umfeld dazu? Wie wirst du dich fühlen?</p>


<h2>So kannst du Gewohnheiten verändern</h2>
<h3>Was sind Gewohnheiten?</h3>



<p>Gewohnheiten sind erlernte Handlungsmuster, die du dir im Laufe der Zeit angewöhnt hast. Und was du dir angewöhnt hast, kannst du dir erst einmal auch abgewöhnen oder dich umgewöhnen. Natürlich verändern wir uns auch, wenn wir von außen dazu gezwungen werden. Wenn wir uns auch immer erst einreden, dass die äußere Veränderung nur vorübergehend ist, sinkt der Widerstand mit der Zeit und wir erkennen, dass wir die Veränderung annehmen müssen. Die alte Gewohnheit ist nämlich nutzlos geworden.</p>


<p>Wurde schon einmal bei euch in der Heimat eine Ampel durch einen Kreisverkehr ersetzt? Ich bin dann immer sauer und sage &#8222;das braucht doch kein Mensch, ich brauche jetzt viel länger&#8220;. Doch wird mit jeder runde im Kreisverkehr der Widerstand kleiner:</p>
<ol>
<li>du regst dich immer weniger auf</li>
<li>du akzeptierst die Veränderung</li>
<li>die Veränderung wird nicht mehr als eine solche wahrgenommen</li>
<li>du kannst dich gar nicht mehr an die vergangene Situation erinnern</li>
</ol>
<h3>So gehst du bei der Veränderung deiner Gewohnheiten vor</h3>
<p>Jede einzelne Veränderung liegt außerhalb deiner Komfortzone. Jeder Gedanke an diese Überschreitung ruft Ängste in uns hervor, wie Misserfolg, Überanstrengung oder Zurückweisung.</p>
<p>Um dich also weiterzuentwickeln, musst du zunächst mit deinen Ängsten umgehen lernen. Solange die Ängste präsent sind, erzählen wir uns selbst, dass sowieso alles schief geht und wir das nicht können.</p>
<p>Hast du schon einmal Erfolg gehabt? Konntest du herausfordernde Situationen schon einmal meistern? Hast du schon Zuspruch erfahren, als du etwas Neues probiert hast? All das solltest du dir vergegenwärtigen und kleine Schritte in die richtige Richtung umsetzen.</p>
<p>Wenn du so langsam merkst, dass die Veränderung positive Resultate hervorruft, entwickelst du eine positive Haltung demgegenüber und entwickelst Momentum &#8211; der Drang wird stärker.</p>
<p>Doch solang die alte Gewohnheit noch präsent ist, führen dich Pausen und Unterbrechungen direkt wieder dorthin. Du benötigst also über Wochen und Monate hinweg viel Willenskraft, Mut, Geduld und Durchhaltevermögen. Erst wenn du dich nicht mehr aktiv für das neue Verhalten entscheiden musst, sprechen wir von einer Gewohnheit.&nbsp;</p>


<h2>So veränderst du Glaubenssätze</h2>
<h3>Was sind Glaubenssätze?</h3>


<p>Die Veränderung von Glaubenssätzen ist noch eine Nummer anstrengender. Unsere Handlungen können wir aktiv steuern und beeinflussen. Hier gilt es lediglich den inneren automatisierten Drang zu unterdrücken.</p>
<p>Glaubensmuster sind tief verankerte Annahmen über uns selbst und die Welt um uns herum, welche sich nicht so leicht hervorrufen oder unterdrücken lassen. Glaubenssätze sind schädlich, wenn sie sich widersprechen, nicht aus eigener Kraft erreichbar sind oder schlechte Auswirkungen nach sich ziehen.</p>
<p>Jeder dieser Sätze kann weiter überprüft werden. Entstehen daraus negative Konsequenzen? Sind darauf negative Symptome zurückzuführen? Kollidieren sie miteinander oder sind widersprüchlich? Anschließend kann für jeden ermittelten Glaubenssatz entschieden werden, ob er aufrechterhalten, ersetzt oder angepasst werden soll.&nbsp;</p>
<p>Glaubenssätze werden von wichtigen Bezugspersonen übernommen oder aus der Erfahrung heraus verankert. Positive Glaubenssätze können ein Beschleuniger sein, negative eine Bremse in unserer Entwicklung.&nbsp; Durch die Beeinflussung unseres Handelns verstärken sie sich immer weiter. Habe ich den Glaubenssatz &#8222;ich bin unsportlich&#8220;, dann fühle ich mich beim kleinsten Hinweis bestätigt. Schlimmstenfalls strenge ich mich gar nicht erst an, um mir selbst zu beweisen, dass ich unsportlich bin.</p>
<h3>So kannst du Glaubenssätze auflösen</h3>
<p>Die Auflösung von Glaubenssätzen ist ein elementarer Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung. Glaubenssätze können dich stark bremsen und das Erreichen deiner Ziele verhindern.</p>
<ol style="direction: ltr; unicode-bidi: embed; margin-top: 0in; margin-bottom: 0in;" type="disc">
<li style="margin-top: 0; margin-bottom: 0; vertical-align: middle;"><span style="font-family: Calibri; font-size: 14pt;">Erkennen: eigene Annahmen/Eigenbewertung auflisten, Listen mit Glaubenssätzen durchsehen</span></li>
<li style="margin-top: 0; margin-bottom: 0; vertical-align: middle;"><span style="font-family: Calibri; font-size: 14pt;">Faktencheck: Erfahrungen auflisten, Sätze in Frage stellen und Gegenbeweise suchen</span></li>
<li style="margin-top: 0; margin-bottom: 0; vertical-align: middle;"><span style="font-family: Calibri; font-size: 14pt;">Veränderung: positive Formulierungen auswählen oder komplett neue Sätze positiv formulieren</span></li>
<li style="margin-top: 0; margin-bottom: 0; vertical-align: middle;"><span style="font-family: Calibri; font-size: 14pt;">Erfahrungen: Verhalten ändern &#8222;Was würde eine sportliche Person tun?&#8220; und kleine Schritte vornehmen</span></li>
<li style="margin-top: 0; margin-bottom: 0; vertical-align: middle;"><span style="font-family: Calibri; font-size: 14pt;">Geduld: was über Jahre hinweg vorhanden war, wird auch längere Zeit benötigen, um zu verbleichen</span></li>
</ol>
<p>Um die 5 prominentesten Glaubenssätze auf den Prüfstand zu stellen, kann ich dir den sogenannten Antreibertest empfehlen. Er befasst sich mit den Glaubenssätzen: Sei perfekt, mach schnell, streng dich an, mach es allen Recht, sei stark.</p>


<h2>Das bringt dir die Persönlichkeitsentwicklung</h2>



<p>Wenn du dich mit der Persönlichkeitsentwicklung befasst, lernst du dich zunächst besser kennen, indem du deine Handlungs- und Denkmuster analysierst. Mit jedem Mal, wenn du deine Komfortzone verlässt, stärkst du das Selbstvertrauen in deine eigenen Fähigkeiten. Das gesteigerte Selbstvertrauen führt dich dazu, dass du Herausforderungen positiver entgegen trittst, eine lösungsorientierte Mentalität entwickelst und somit noch eher positive Dinge erreichst und denkst. </p>



<p>Frag dich selbst, was für ein Mensch du in Zukunft sein möchtest? Welche Verhaltensweisen und Denkweisen behindern dich dabei? Fokussiere dich anschließend auf einzelne Bereiche und beginne mit kleinen Schritten, die immer größer werden. </p>



<p>Natürlich hilft es auch, grundsätzlich öfter mal etwas zu machen, was du entweder noch nie gemacht hast oder du machst Dinge, die nicht deinen Gewohnheiten entsprechen. Indem du diese kleinen Nadelstiche setzt, erweiterst du ebenfalls auf spielerische Art und Weise deine Komfortzone. Mir macht es unglaublichen Spaß. </p>



<p>Es ist wichtig, bei negativen Erlebnissen nicht stehen zu bleiben und das Negative immer wieder aufleben zu lassen. Sei nicht mehr ein Opfer der äußeren Umstände. Stattdessen konsequent weitermachen, positive Erlebnisse schaffen und das Erlebte verarbeiten, indem du positiv nach vorne schauen kannst&#8230; Die nächste Herausforderung kommt bestimmt.</p>



<p>Durch die gesteigerte Selbstverantwortung und den gewonnenen Selbstwert wird es dir allerdings auch schwerer fallen, Menschen zu akzeptieren, die das nicht tun. Und ja, das wird auch Freundschaften auf den Prüfstand stellen. Aber auch diese Akzeptanz ist eine Art der Persönlichkeitsentwicklung.</p>



<h2>Ein kleiner Ausblick in die Zukunft</h2>


<p>Wir haben heute gelernt, wie sich deine Persönlichkeit seit deiner Geburt entwickelt hat. Es gibt zahlreiche spannende Studien und Thesen, welche Eigenschaften angeboren und unveränderbar sind, welche in der Kindheit geprägt werden oder welche im Laufe des Lebens erlernt und verlernt werden können. Auch werde ich mit dir tiefer in den Bereich der Gewohnheiten einsteigen. Ich habe hier etwas ganz Besonderes vor &#8211; Gewohnheiten werden künftig noch eine zentrale Rolle bei <span style="font-size: 14pt;"><strong><span style="color: #3464b2;">G</span>rowth<span style="color: #3464b2;">V</span>ibe</strong></span> spielen. Darüber hinaus werde ich mit dir über den Unterschied von Fähigkeiten und Fertigkeiten sprechen und welche du künftig benötigst, um bestmöglich auf die kommenden Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet zu sein. Für deine Potentialentfaltung ist es weiterhin wichtig, dich von negativen Glaubenssätzen zu lösen. Hier gibt es viele Methoden, die ich dir ebenfalls mitgeben werde. Um die Möglichkeiten deiner Entwicklung besser einordnen und steuern zu können, lernst du auch Modelle kennen um etwas mehr Struktur hineinzubringen.</p>


<p></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="240" height="66" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Unterschrift-neu-e1645277377866.png?resize=240%2C66&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-346"/></figure>



<p>In diesem Sinne: Bleib niemals wie du heute bist!</p>



<p>Konntest du mit den Inhalten etwas anfangen? Hat dir etwas gefehlt? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.</p>
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		<title>Ohne Selbstreflexion wirst du nicht wachsen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kevin Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Feb 2022 20:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstreflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 5</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>Die Zeit, die wir uns nehmen, ist die Zeit, die uns etwas gibt. Ernst Ferstl Prolog: Was ist Selbstreflexion? Wann hast du dir das letzte Mal bewusst die Zeit genommen, um dich selbst zu reflektieren? In meinem Selbstmanagement-Modell startet der Prozess mit der Selbstreflexion. In diesem Beitrag möchte ich dir näher bringen, warum die Selbstreflexion so [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 5</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Die Zeit, die wir uns nehmen, ist die Zeit, die uns etwas gibt.</p><cite>Ernst Ferstl</cite></blockquote>



<h2>Prolog: Was ist Selbstreflexion?</h2>
<p>Wann hast du dir das letzte Mal bewusst die Zeit genommen, um dich selbst zu reflektieren?</p>
<p>In meinem <a href="https://growthvibe.de/2022/selbstmanagement/wissen-was-selbstmanagement-bedeutet/" target="_blank" rel="noopener">Selbstmanagement-Modell</a> startet der Prozess mit der Selbstreflexion. In diesem Beitrag möchte ich dir näher bringen, warum die Selbstreflexion so wichtig für dein persönliches Wachstum ist. Danach zeige ich dir, welche Möglichkeiten der Selbstreflexion es gibt, wofür sie gut sind und wie du sie anwenden kannst. Zum Schluss gebe ich dir noch einen Ausblick, was dich bei <span style="font-size: 14pt;"><strong><span style="color: #3464b2;">G</span>rowth<span style="color: #3464b2;">V</span>ibe </strong></span>künftig zu diesem Thema erwartet.</p>



<h3>Definition der Selbstreflexion</h3>



<p>Die Selbstreflexion beschreibt eine kritische Analyse der eigenen Aktivitäten. Dabei werden das eigene Handeln, Denken und Fühlen betrachtet, mit dem Ziel nachteilige Denkproesse und Handlungsabläufe zu modifizieren. Mit der Selbstreflexion kannst du aus Fehlern der Vergangenheit lernen, impulsive Reaktionen in künftigen Situationen vermeiden, deine Emotionen besser steuern oder mehr Klarheit und Bewusstheit erlangen.</p>
<h3>So kannst du die Selbstreflexion für sich nutzen</h3>
<p>Du nimmst dir also bewusst Zeit, um dich entweder mit einer konkreten Erfahrung aus der Vergangenheit auseinanderzusetzen oder du stellst dir grundsätzliche Fragen, um dich für die Zukunft neu auszurichten. Hinzu kommt das Journaling als regelmäßige Form der Selbstreflexion. Mit diesen Erkenntnissen kannst du anschließend Entwicklungspotentiale ausschöpfen und deinen Horizont erweitern.&nbsp; Dabei solltest du ehrlich und kritisch mit dir selbst sein, ohne dich dabei selbst zu verurteilen.&nbsp;</p>
<p>Der Aspekt, dich nicht selbst zu verurteilen, ist an dieser Stelle extrem wichtig. Angenommen es gab eine Situation, in der du im Kundengespräch sehr impulsiv reagiert hast und daraus ein Konflikt entstanden ist. Dann ist es zunächst sinnvoll, diese Situation zu reflektieren, um ein Verständnis für die Gründe dieser impulsiven Reaktion aufzubauen. Es hilft allerdings nicht, wenn du dich anschließend in Selbstkritik verlierst. Die Situation ist bereits passé, du kannst nichts mehr daran ändern. Doch was du tun kannst, ist in Zukunft in ähnlichen Situationen besser zu reagieren, indem du solche Situationen bewusster meisterst, statt dich im Autopiloten in ungewollten Emotionen zu verfangen.</p>
<p>Wenn du bei einem Vortrag schlecht performt hast, dann mache dir bewusst, dass du in dieser Situation mit bestem Wissen und Gewissen gehandelt hast, was deinen damaligen Kenntnissen und Fähigkeiten entsprochen hat. Sei zwar hart in der Analyse, doch konstruktiv in der Selbstkritik.</p>
<p>Letztendlich ist die Selbstreflexion eine Möglichkeit, dir selbst Feedback zu geben. So wie du anderen Menschen wertschätzend und beschreibend Feedback gibst, ohne sie moralisch zu verurteilen, so solltest du auch dich selbst behandeln.</p>



<h2>So startest du mit der Selbstreflexion, um dich für die Zukunft auszurichten</h2>



<p>Wenn du Unzufriedenheit oder Selbstzweifel verspürst oder du dir unschlüssig bist, welcher nächste Schritt der Richtige sein kann, dann bietet sich diese Form der Selbstreflexion an. Hier beschäftigst du dich mit tiefergehenden Fragen, um mehr Klarheit für deine Zukunft zu erlangen.&nbsp;</p>
<ul>
<li>Wo stehe ich in den mir wichtigen Lebensbereichen? Was will ich dort noch erreichen?</li>
<li>Was möchte ich in den nächsten 1 / 3 / 5 / 10 Jahren erreicht haben?</li>
<li>Welche Fertigkeiten benötige ich noch, um kommende Aufgaben bewältigen zu können?</li>
<li>Was ist mir wirklich wichtig?</li>
<li>Wenn ich von vorne beginnen könnte: Was würde ich anders machen?</li>
<li>Was möchte ich noch lernen?</li>
<li>In welche Richtung möchte ich mich entwickeln?</li>
<li>Würde ich woanders meine Talente besser einsetzen können?</li>
<li>Kann mich das was ich heute mache, auch in 5 Jahren noch begeistern?</li>
</ul>
<p>Neben diesen Fragen kannst du dir auch Gedanken machen, welchen Weg du einschlagen würdest, wenn du jetzt noch einmal am Beginn deines Arbeitslebens stehen würdest. Schreibe dir 5 &#8211; 10 Möglichkeiten auf und wiege sie anschließend gegeneinander ab. Ein anderes nützliches Tool kann das sogenannte Lebensrad sein. Hierzu wird es noch einen Beitrag geben, wie ich zum Jahreswechsel mit Hilfe des Lebensrades arbeite.</p>
<p>Bei diesen Fragen ist es wichtig, dir Zeit und Ruhe dafür zu nehmen. Ich persönlich fahre alle 6 Monate für ein verlängertes Wochenende an einen schönen Ort und setze mich mit mir selbst auseinander. Dort werden dann ausgiebig die Vergangenheit reflektiert, Ideen entwickelt und Pläne geschmiedet und Ziele formuliert. Selbstverständlich ohne Handy, TV oder sonstigen technischen Ablenkungen. Probiert es aus, ich liebe diese Wochenenden.</p>



<h2>So kannst du konkrete vergangene Situationen und Erfahrungen reflektieren</h2>



<p>Eine konkrete Situation kann beispielsweise ein Workshop sein, ein Gespräch oder auch ein Konflikt.&nbsp;Für die Selbstreflexion einer erlebten Situation bieten sich Fragen an, durch die du dich tiefer damit auseinandersetzen kannst. Diese Fragen haben das Ziel, das eigene Verhalten zu analysieren, nicht die Schuld bei sich selbst oder jemand anderes zu suchen. Idealerweise nimmst du dir direkt im Anschluss die Zeit zur Selbstreflexion, solange die Emotionen und Erinnerungen noch präsent sind.&nbsp;</p>
<p>Hier ein paar Beispielfragen:</p>
<ul>
<li>Hatte mein Vorgehen den gewünschten Effekt?</li>
<li>Warum habe ich mich so verhalten?</li>
<li>Wo besteht Verbesserungspotenzial?</li>
<li>Was genau lässt mich so denken / handeln / fühlen?</li>
<li>Was kann ich in derselben Situation ab morgen besser machen?</li>
</ul>
<p>Der schwerste Schritt ist getan &#8211; du hast dir Schwächen und Stärken bewusst gemacht. Darauf kannst du jetzt aufbauen und deine Weiterentwicklung voranbringen. Nachdem du die Situation aufgearbeitet hast, kannst du aus den gewonnenen Erkenntnissen lernen und dich entwickeln, indem du dir Verbesserungsmöglichkeiten aufschreibst. Und genau das ist der wichtigste Schritt innerhalb der Persönlichkeitsentwicklung &#8211; dir Handlungsschritte zu erarbeiten, wie du dich verbessern kannst. Das ist wirkliches Wachstum!</p>



<h2>Das Journaling als tägliche Reflexions-Routine</h2>



<p>Wenn du dich täglich mit dir selbst befassen möchtest, dann kann ich dir das sogenannte Journaling ans Herz legen. Der Kern dieser täglichen Selbstreflexion ist es, dir regelmäßig über einen längeren Zeitraum hinweg dieselben Fragen zu stellen. Dadurch kannst du leichter Veränderungen wahrnehmen und festhalten. Schon allein, dass du dir regelmäßig Gedanken machst, wird dich für gewisse Umstände sensibilisieren und positive Effekte mit sich führen.</p>
<p>Dabei stellst du dir beispielsweise folgende Fragen:</p>
<ul>
<li>Wie fühle ich mich heute?</li>
<li>Was habe ich heute gelernt?</li>
<li>Wofür bin ich dankbar?</li>
<li>Was kann ich morgen besser machen?</li>
<li>Was ist mir heute wichtig?</li>
<li>Wie kann ich heute anderen ein gutes Gefühl geben?</li>
</ul>
<p>Ein weiterer Vorteil des Journalings ist, dass du eine Gewohnheit entwickelst. Das kann der erste Schritt für eine Morgen- oder Abendroutine sein, worauf wir in einem anderen Artikel noch genauer zu sprechen kommen. Das Journaling kann wiederrum ein Tool sein, um deine Routinen zu kontrollieren. Du möchtest täglich Liegestütze machen oder meditieren? Dann halte deine Erfolge beim Journaling fest.</p>
<p>Das Journaling kannst du in einem normalen Notizbuch machen, wobei es auch bereits extra für diesen Zweck vorgefertigte Bücher gibt. Alternativ kannst du dir in OneNote oder Excel eine Vorlage erstellen oder eine der vielen Apps verwenden.</p>



<h2><strong>Ein kleiner Ausblick in die Zukunft</strong></h2>



<p>Selbstreflexion ist die Grundlage für das Selbstmanagement. Wenn du dir nicht gezielt Entwicklungspotenziale bewusst machst, hast du auch nichts wobei du dich verbessern kannst. Daher kann ich dich an dieser Stelle nur einladen, dir regelmäßig Gedanken über dich selbst zu machen. Ich werde dir bei <span style="font-size: 14pt;"><strong><span style="color: #3464b2;">G</span>rowth<span style="color: #3464b2;">V</span>ibe</strong></span> zu diesem Themengebiet viele Fragestellungen mit an die Hand geben, um dich immer wieder zur Selbstreflexion zu animieren. Ich werde dir auch meine Journaling-Vorlage in OneNote und vor allem meine Vorlage zum Jahreswechsel inkl. Lebensrad vorstellen.</p>



<p>Im nächsten Baustein meines Selbstmanagement-Modells geht es um die Motivation und deine Lebensziele. Dort werden wir einige der hier gestellten Fragen aufgreifen und damit weiterarbeiten.</p>



<p></p>



<p>In diesem Sinne: Bleib niemals wie du heute bist!</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized is-style-default"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/growthvibe.de/wp-content/uploads/2022/02/Unterschrift-neu.png?resize=240%2C65&#038;ssl=1" alt="Unterschrift " class="wp-image-346" width="240" height="65"/></figure>



<p>Fallen dir noch weitere schöne Fragen ein? Wie praktizierst du die Selbstreflexion? Kommentiere doch gerne unten, was dir dazu durch den Kopf geht und lasse uns teilhaben!</p>
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