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1. Worum geht es?

In diesem Buch geht es um Julian Mantle, ein sehr erfolgreichen Anwalt, der das perfekte Leben zu führen scheint: tolles Haus, schöne Frauen, Ferrari, Erfolg und ist stets Gast bei den besten Partys. Erst, als er zusammenbricht, merkt er, dass er auf dem Weg irgendwo sich selbst und seinen Körper völlig vernachlässigt hat.

Daraufhin , kündigt er seinen Job, verkauft all seinen Besitz und begibt sich auf die Suche – wonach, das weiß er noch nicht so ganz.

In Asien findet er mit jeder neuen Bekanntschaft immer mehr Anknüpfungspunkte zur spirituellen Welt, bis er sich schließlich einer kleinen Gruppe von Mönchen tief versteckt im Himalaya anschließt.

Die dort gewonnenen Weisheiten und Erkenntnisse gibt er seinem Freund und Schüler aus seiner Anwaltszeit weiter, als er plötzlich, verjüngt und fit, vor ihm steht.

Robin Sharma versucht mit Hilfe dieser Geschichte, sämtliche gängigen Weisheiten unter einen Hut zu bekommen.

  • Meistere deinen Geist
  • Verfolge deinen Sinn
  • Übe Kaizen, die ständige Selbstverbesserung
  • Lebe mit Disziplin
  • Betrachte deine Zeit als kostbar
  • Diene selbstlos anderen
  • Schätze die Gegenwart

Anhand dieser 7 Weisheiten, die Julian während seiner Zeit bei den Mönchen verinnerlicht hat, erläutert er alles was es braucht, um ein glücklicher und zufriedener Mensch zu werden: Meditation, Fokus, Selbstreflexion und lebenslanges Lernen.

2. Warum habe ich es gelesen?

Irgendwann habe ich einmal gezielt nach Geschichten aus dem Reich der Selbsthilfe zum Glück gesucht. Dies war eines der Bücher.

3. Was habe ich mitgenommen?

Hier bin ich etwas zwiegespalten. Viel Neues konnte ich hier nicht mitnehmen. Allerdings hat Robin Sharma die Kurve bekommen, indem er konkrete Handlungsempfehlungen und Alltagsbeispiele eingebaut hat. Denn nur weil Mönche in den Bergen den ganzen Tag mit spirituellen Dingen verbringen können, heißt das nicht, dass ich das ebenso umsetzen kann. Daher wurden viele einfache Übungen und Routinen beschrieben, die auch wir Normalos durchaus umsetzen können.

Auch wenn die Handlungsempfehlungen in Summe vielleicht zu viel des Guten sind, so habe ich mir das ein oder andere vorgenommen.

4. Wie bewerte ich es?

Robin Sharma verwendet reale Beispiele aus dem Alltag und baut viele der gängigen Motivationssprüche und Zitate ein. Das habe ich als etwas störend empfunden, wenn man bedenkt, dass das von Julian erlernte von den Mönchen aus dem Himalaya kommt und diese scheinbar ebenfalls die “Weisheiten” gängiger Motivationskünstler verwenden. Wie zum Beispiel “Das Leben beschert dir immer das was du von ihm erwartest”, “die einzigen Grenzen deines Lebens sind die die du dir selbst setzt” usw.

Ich habe mich gefragt, wie das Buch entstanden ist. Ich glaube, Sharma hatte zunächst eine riesige Sammlung von Zitaten und Weisheiten, welche er als zu wichtig empfand, um sie nicht mit anderen zu teilen. Also hat er um diese Zitate herum diese Geschichte der Mönche gebaut. 

Trotzdem war es gut zu lesen. Auch wenn hier stellenweise die Dialoge eher einseitig als Ratgeber aufgebaut werden. Sharma hat sich dabei jedoch mit Hilfe der sieben Weisheiten eine sinnige Struktur für die vielen Empfehlungen ausgedacht. Sodass sich zum Ende hin alles zu einem runden Gesamtbild entwickelt.

Ich vergebe 3 Sterne für das Buch, da es auch ohne die bereits breit getretenen Zitate ebenso funktioniert hätte. 

5. Kann ich es weiterempfehlen?

Ich sehe das Buch als eine Zusammenfassung vieler gängiger Handlungsempfehlungen, die in einen sinnvollen Zusammenhang mit praxisnahen Beispielen gebracht werden. Auch wenn es wenig Neues zu erfahren gibt, war es dennoch irgendwie gut, sich diese Inhalte mal wieder in etwas anderer Form bewusst zu machen.

Wenn die Erwartungen nicht allzu hoch sind, kann ich das Buch dennoch weiterempfehlen.

 

Robin Sharma – Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte