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1. Worum geht es?

Hier geht es um den Nachfolger des Minuten Managers. Der neue Minuten Manager ist für mich eher als eine Ergänzung zu verstehen, als ein komplett neuer Führungsstil.

Ken Blanchard fokussiert mit diesem Boch die menschliche Komponente der Führung. Heutzutage reicht es nicht mehr aus, den Menschen zu sagen was sie tun sollen und sie ihren schrittweise mehr Verantwortung zu überlassen. Hier fließen 3 Aspekte mit ein: Zielverfolgung, Lob und die Neuausrichtung

Bei der Zielverfolgung geht es um die Definition von Zielen im Kontext von fordernden Aufgaben. Aufgaben müssen stets ein Problem lösen, es gilt also zunächst dessen Ursachen zu verstehen und Lösungswege zu erörtern. Daraus können Ziele abgeleitet werden. Blanchard betont, dass die Führungskraft unbedingt zeigen / erklären muss, wie sie es machen würde, damit es eine Art Richtschnur gibt, woran gute Arbeit bemessen wird.

Häufig werden Gespräche mit Mitarbeitern nur geführt, wenn sie etwas schlecht gemacht haben. Ein prägender Satz war, dass das Ziel sein sollte, die Menschen dabei zu erwischen, wenn etwas gut gemacht wurde.

Feedback sollte positive und negative Aspekte beinhalten. Wer zeitnah erfährt, was er gut macht und wo er besser werden kann, wird in die Lage versetzt, gute Arbeit abzuliefern.

Bei der Neuausrichtung wird das Feedback im Fehlerfall weiter ausgeschmückt. Blanchard versucht an dieser Stelle, die Schuldfrage zu umgehen. Im Falle eines Fehlers werden zunächst die vorhanden Ziele und Informationen überprüft. Dem Mitarbeiter werden die Auswirkungen des Fehlers dargestellt, damit er anschließend das Vertrauen und die notwendigen Informationen hat, diesen Fehler künftig zu vermeiden.

2. Warum habe ich es gelesen?

Der Vorgänger hat mir wirklich gut gefallen, sodass ich mir auch dieses Buch zugelegt habe. Ich mag die Ansichten von Ken Blanchard über Führung.

3. Was habe ich mitgenommen?

Hier wurde mir noch einmal die Wichtigkeit von klaren Anforderungen anderen Menschen gegenüber und die Wichtigkeit von gutem Feedback deutlich.

Ich habe selbst gemerkt, dass Kollegen nach ein paar Feedbackrunden angefangen haben, Feedback von mir einzufordern. Sie haben viel zu selten Feedback erhalten und haben in mir jemanden gefunden, der ihnen hilft, den Job morgen etwas besser zu machen als es heute der Fall war.

Gutes wertschätzendes Feedback bildet eine gute Vertrauensbasis, um auch einmal Kritik anbringen zu können.

4. Wie bewerte ich es?

Mit diesem Buch wusste ich ja bereits, auf was ich mich einlasse. Daher konnte ich mich etwas besser auf dieses behelfsmäßige Drumherum einlassen. Ken Blanchard hat auch in diesem Buch die Inhalte wieder mit einprägsamen Worten sehr deutlich gemacht.

Obwohl ich sagen muss, dass ich im ersten Buch mehr neue Erkenntnisse gewinnen konnte, als in diesem hier.

Daher vergebe ich hier 3 Sterne.

5. Kann ich es weiterempfehlen?

Dieses dünne Buch schadet nicht, es einmal gelesen zu haben. Obwohl ich sagen muss, dass hier niemand dumm stirbt, wenn er es nicht gelesen hat. Die Sichtweise und die Beispiele von Blanchard sind gut und sehr einprägsam. Doch im Kern sind Feedback und Zieldefinition keine wirklich neuen Dinge, auch wenn Blanchard sie auf seine ganz eigene Weise beschreibt.

 

Ken Blanchard – Der neue Minuten Manager

Hier findest du die anderen Bücher aus der Reihe “Der Minuten Manager”